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200 auf Demonstration gegen „Firma 18“

Forst – Am Samstag den 6. Oktober gingen knapp 200 Menschen unter dem Motto „Kein Heimspiel für Nazis!“ in Forst (Lausitz) auf die Straße.

Die Demonstrierenden kamen zum großen Teil aus Forst, aber auch aus Nachbarstädten und Berlin. Zeitweise unter starken Regen wurde vom Bahnhof, durch die Innenstadt bis zum ehemaligen Nazitreffpunkt in der Waldstraße lautstark auf die rechten Tendenzen in der Kleinstadt aufmerksam gemacht. Mehr Fotos unter: //www.flickr.com/photos/63402479@N08/sets/72157631746215561/„>http://www.flickr.com/photos/63402479@N08/sets/72157631746215561/

Zwei Jahre lang konnte die Nazi-Gruppierung aus dem Umfeld des „SV Lausitz“ in unmittelbarer Nachbarschaft zum Vereinsgelände einen „Jugendtreff“ betreiben und neuen Nachwuchs rekrutieren. Ihre Nähe zu dem Fußballverein nutzen sie aus, um unter dem Deckmantel der Fankultur gegen Menschen mit anderer Nationalität, Religion, Geschlecht oder „Rasse“ zu hetzen. Die privat angemietete Baracke wurde für Partys und andere rechte Veranstaltungen genutzt. Auch vermeintlich „unpolitische“ Jugendliche bewegten sich in diesen Räumen, was der „Firma18“ mehr Akzeptanz und Öffentlichkeit bot. Dieses Treiben stieß lange kaum auf Kritik oder Widerstand.

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Kampfsport gewinnt an Bedeutung Kampfsport gewinnt an Bedeutung

In Brandenburg drängt im Bereich des Rechtsextremismus das neonazistische Spektrum immer mehr in den Vordergrund, setzt weitaus stärker als etwa die NPD die Themen und Aktionsformen. Dies geht aus dem aktuellen Verfassungsschutzbericht des Bundeslandes hervor.

Die Zahl der Rechtsextremisten ist dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2010 zwar geringfügig um 20 auf nunmehr 1150 zurückgegangen. Dennoch gibt es bedenkliche Entwicklungen, etwa eine stärkere Bedeutung des Kampfsports und eine erstarkte Musikszene.

Zahlenmäßig ist die NPD schwächer geworden, zählt noch 350 Mitglieder (- 20). Auch die Kräfte ihrer Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) haben von 40 auf 25 abgenommen. Aus dem Sammelbecken der DVU hat die NPD faktisch überhaupt nicht profitiert. Sie zählt acht Kreisverbände und drei JN-Stützpunkte. Eine Ausdehnung der kommunalen Verankerung hat bei der NPD nicht stattgefunden. Sie nimmt in Kommunalparlamenten, Kreistagen und kreisfreien Städten 29 Mandate wahr, dazu kommen drei sympathisierende Mandatsträger. Den Vorsitzenden des Kreisverbandes Lausitz, Ronny Zasowk, machen die Verfassungsschützer als künftige starke Persönlichkeit innerhalb der Nationaldemokraten aus. Als einer der Strippenzieher in der Lausitz wird JN-Aktivist Pierre Dornbrach angesehen.

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Rechtsextremisten suchen neue Plattformen in der Lausitz

Rechtsextremismus in Deutschland – seit der Aufdeckung der Zwickauer Terrorzelle ist das Thema in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zurückgekehrt. In Cottbus und Spree-Neiße sind die Rechtsextremen nie von der Bildfläche verschwunden. Laut Experten haben sie in den vergangenen Jahren nur ihr Auftreten verändert: auf der Suche nach neuen Ebenen, auf denen sie ihre Überzeugungen verbreiten können.

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