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27.9.2013 Antifademo in Berlin: Gegen die faschistische Brut in Griechenland – unterstützt, gedeckt und verschwiegen vom Staat

Uns vereinen die traurigen Blicke und die Wut im Bauch, richten wir diese Tage unsere Aufmerksamkeit auf Griechenland. In der Nacht des 17. Septembers wurde der 34-jährige Antifaschist und Rapper Pavlos Fyssas, aka. Killap P, in Keratsini, unweit von Athen von Faschisten ermordet.

Am besagten Abend ging er gemeinsam mit seiner Freundin und einem anderen befreundeten Pärchen durch den Arbeiterbezirk von Piräus, als sie gegen 0 Uhr von einer Gruppe von 15-20 Faschisten angepöbelt wurden. Mit den Worten „Was tust du hier, du weißt, dass in diesem Kiez kein Platz für dich ist“ wurde Pavlos und seine BegleiterInnen die Straße hinunter gejagt bis sie auf eine weitere Gruppe von etwa 10 Faschisten stießen, welche sie umzingelten. Nicht weit von dem Szenario entfernt stoppte ein Auto und ein mit einem Messer bewaffneter Mann steig aus, lief in Richtung Pavlos und rammte ihm das Messer in die Brust, sowie in den Unterleib.
Während des ganzen Geschehens waren Bullen der Motorrad-Einheit DIAS in unmittelbarer Nähe, die sich erst durch die energischen Aufforderungen einiger PassantInnen einmischten. Ein großer Teil der Angreifer war zu diesem Zeitpunkt schon verschwunden, jedoch konnte Pavlos im Schock seinen Finger auf seinen Mörder richten, der dann von den Bullen festgenommen wurde.
Pavlos wurde nach 30 Minuten von der Ambulanz ins Krankenhaus gebracht, wo nur noch sein Tod festgestellt werden konnte.

Jetzt ist bekannt, dass es sich bei dem Mörder um den 45-jährigen Faschisten Georgios Roupakias handelt. Alle Behauptungen, sei es von Seiten der Medien oder der Neonazi-Organisation Chrysi Avgi selbst, er habe nichts mit den Faschisten zu tun gehabt oder das es sich bei der tödlichen Auseinandersetzung um einen Streit unter Hooligans gehandelt habe, können zweifellos als Lügen angesehen werden. Roupakias ist bekannt als faschistischer Schläger, als einer fürs „Grobe“, aus dem näheren Kreise von Chrysi Avgi. Er besuchte Veranstaltungen und nahm an Ausflügen Teil, die von der „Golden Morgenröte“ organisiert wurden. Diese Informationen stammen nicht nur von Aussagen lokaler AntifaschistInnen, sondern sind auch durch Bilder belegt. Roupakias seinerseits gestand den Mord, wie auch seine parteiliche Mitgliedschaft in Chrysi Avgi.

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Bericht von der Kundgebung am vergangenen Samstag in Berlin: Antifa-Soli in Berlin

Mehr Infos zur Demo am 27.9. in Berlin: (B) Infos zur Demonstration am Freitag in Solidarität mit den antifaschistischen Kämpfen in Griechenland