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21.9.2012 Festsaal Kreuzberg/Berlin: Linke Politik Anfang der 90er in Ostdeutschland

21.09.2012 19:00
Berlin, Festsaal Kreuzberg, Skalitzer Straße 130, U Kottbusser Tor
 

Die erste Hälfe der 90er Jahre war eine Zeit voller Widersprüche. Auf der einen Seite stellte die rassistische und nationalistische Mobilisierung die antifaschistische Linke vor neue und schwierige politische Herausforderungen. Die explosionsartige Zunahme faschistischer und rassistischer Gewalt, die ihre Höhepunkte unter anderem in den Pogromen von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen fand, bedeutete für viele Menschen eine alltägliche Bedrohung. Auf der anderen Seite waren die Nach-Wende-Jahre alles andere als eine bleierne Zeit. Die gesellschaftlichen Umbrüche eröffneten gerade im Osten weite Freiräume, die auch die Linke nutzen konnte und genutzt hat. Überall in der Ex-DDR entstanden Initiativen, wurden alternative Jugendzentren aufgebaut, Häuser besetzt, Bündnisse geschmiedet. Es war zu spüren, dass sich etwas bewegt, das Veränderung möglich ist. Aus der Notwendigkeit der Selbstverteidigung entstanden überall Antifa-Zusammenhänge, die die Nazis an vielen Orten zurückdrängen konnten.

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04.06. Berlin/Morgenrot: Vom Spielfeld zum Testraum Sportliche “Sicherheitsarchitekturen”

04.06. 19 Uhr Café Morgenrot (Kastanienallee, Berlin-Prenzlauer Berg)

Vom Spielfeld zum Testraum – Sportliche “Sicherheitsarchitekturen” und die Pazifizierung von Protest

Zwischen heillosen Hooligans und profitablen Perspektiven, zwischen theoretischer Terrorgefahr und urbanem Umbau ist für Veranstalter und Sponsoren, Gastgeber und Großkonzerne in den vergangenen Jahren durch Mega-Sportevents – von den Olympischen Spielen bis zu den FIFA- und UEFA-Meisterschaften – ein Markt entstanden, der für Polizei, Militär
und Geheimdienste zugleich als Testfeld für die Erprobung von neuen Sicherheitsstrategien, -techniken, -produkten und -gesetzen fungiert und zum Teil in Forschungsprojekte gegossen wird.

Die Veranstaltung zeigt anhand verschiedener Beispiele jüngerer Großveranstaltungen aus der Welt des Sports und der ›großen Politik‹, wie der Testraum Sport auch genutzt wird, um kulturellen, sozialen und politischen Protest zu identifizieren, zu kriminalisieren und zu bekämpfen. Die Veranstaltung zeigt auch, wer von diesen Mega-Events profitiert und beleuchtet dabei insbesondere das Forschungsprojekt INDECT und die UEFA-Fußballmeisterschaft in Polen und der Ukraine.

Referent_innen: Volker Eick (Universität Bremen) und Matthias Monroy (Gipfelsoli)
Veranstaltung am 06.06. (NEA)

Veranstaltung im Rahmen der Siempre Antifascista Vortragsreihe zur EM

Erklärung zur Demo gegen Polizeikongress in Neukölln

Unsere Demonstration ist einen großen Teil der Strecke gelaufen ohne sich von den Bullen etwas vorschreiben zu lassen.

Dabei ist es uns gelungen auch Menschen aus dem Kiez, die ansonsten mit solchen Demos nicht viel zu tun haben, mitzunehmen und ihnen eine Gelegenheit zu verschaffen ihrer Wut über die bestehenden Verhältnisse im allgemeinen und Polizeigewalt im besonderen, Ausdruck zu verleihen.

Wir haben verhindert in einem Spalier dem direkten Druck der Bullen ausgesetzt zu sein und wir haben durch unsere Ankündigungen im Vorfeld die Bullen von den Sinnlosigkeit von Vorkontrollen überzeugt.

Es gab zwar vereinzelt Vorkontrollen, es war aber ein leichtes ohne diese zum Auftaktort zu gelangen.

Leider waren unsere Botschaften, wie im Fall von rigiden Vorkontrollen eine ungestörte Versammlung durchgeführt werden kann etwas missverständlich bzw. ungenau.

Im Fall von Vorkontrollen oder einem (Teil)Verbot der Route sollte der ganze Kiez als Sammelraum genutzt werden um sich dann einer pünktlich startenden Demo anzuschließen.

Da wir die wenigen Vorkontrollen nicht als wirklich hindernd einschätzten und zu wenig Kontakt mit in der Umgebung abwartenden Kleingruppen hielten, drückten wir beim Start nicht so sehr aufs Tempo. Auch in der Erwartung, dass doch mehr Leute den Weg zum Herrfurthplatz wählen würden. Zudem wurde der Lauti durch die Bullen aufgehalten, was wir aber mit einem besseren Zeitplan hätten verhindern können.

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Im Februar: Cottbus Nazifrei!

Der 15. Februar und der „Gedenkmarsch“ der Neonazis rücken näher und wir, die Initiative Cottbus Nazifrei, bereiten uns bereits jetzt darauf vor. Neonazistische Gruppierungen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im Februar 2012 versuchen unter dem Deckmantel eines „Gedenkmarsches“ in Cottbus zu demonstrieren. Gemeinsam wollen wir uns friedlich, aber entschieden dem Aufmarsch entgegenstellen und die Neonazis in die Schranken weisen.

Seit Jahren kommt es in und um Cottbus zu Übergriffen und Gewaltakten durch Neonazis, so meldet der Verein Opferperspektive Südbrandenburg permanent als Brennpunkt rechter Gewalt. Diese richtet sich gegen jene, die nicht in die menschenverachtende Weltanschauung von Neonazis passen. Auch der 15. Februar wird von Neonazis zur Geschichtsverdrehung und Umdeutung der Naziverbrechen genutzt. Das Ziel ist die Ausblendung der deutschen Urheberschaft am bisher verheerendsten Krieg und damit die Leugnung der Schuld Nazideutschlands an allen Opfern des faschistischen Krieges.

Wie schon im letzten Jahr werdet ihr im Vorfeld zu den Hintergründen informiert und könnt euch in einem Training blockadesicher machen. Die genauen Termine findet ihr in der Februarausgabe der Blicklicht sowie unter www.cottbus-nazifrei.info.

Berlin-Neukölln: Zeit etwas zu tun!

Zu einer Kundgebung gegen die jüngsten Brandanschläge und für Solidarität mit dem betroffenen Anton-Schmaus Haus versammelten sich heute am U-Bahnhof Britz-Süd in Berlin-Neukölln etwa 100 Antifaschist_innen aus verschiedenen Spektren. Die Öffentlichkeit des Einkauftrubels wurde genutzt um mehrere hundert Informationsflyer an Passant_innen zu verteilen. In Redebeiträgen wurde die deutliche Botschaft formuliert: Es ist Zeit etwas zu tun!

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[OHV] Dritter Neonaziladen geschlossen

Seit 2004 hatte Oranienburg einen unscheinbaren kleinen Neonaziladen. Nun gaben die Neonazis freiwillig auf und zogen zum 30.09.2011 aus, obwohl ihr Mietvertrag noch bis zum 31.12.2012 galt. Zeit für einen ausführlicheren Rückblick auf diesen Laden, seine Schließung und andere Neonaziobjekte oder von Neonazis genutzt Objekte.

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Kampagne: Eure Hetze kotzt uns an

Eure Hetze kotzt uns an

Die Kampagne Eure Hetze kotzt uns an! Gegen Armut, Krieg und antimuslimische Hetze! wendet sich gegen antimuslimischen Rassismus. Derzeit sind wir Zeugen einer rassistischen Kampagne gegen Menschen türkischer oder arabischer Herkunft. Reaktionäre meist christliche Kulturkrieger verkünden, diese Menschen gehörten nicht nach Europa und könnten kein Bestandteil einer demokratischen Gesellschaftsordnung sein. Der Hinweis auf Islamismus wird europaweit dafür genutzt, Muslimen gleichen Rechte zu verwähren. Facebook | Antiberliner