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16.10.2014 Projektraum/Berlin: Veranstaltung „Was kann linksradikale Stadtpolitik“

Input, Diskussion und Tresen

Farbbeutel auf die Carlofts; in Spandau wird die Zwangsräumung einer Mieterin blockiert; die x-te Demo durch Kreuzberg gegen hohe Mieten; Go-In bei der Wohnungsbaugesellschaft…

Seit einigen Jahren gibt es unterschiedliche stadtpolitische Aktionen und auch die “Szene” hat ihre Aktionsformen und ihr Auftreten vervielfältigt. Wir laden Euch ein um Hintergrund, Stand und Perspektiven linksradikaler Stadtpolitik zu diskutieren: Sollte Stadtpolitik aus antikapitalistischer Perspektive ernster genommen werden oder läuft sie doch nur auf Appelle an den Staat hinaus? Was bedeutet eigentlich genau “linksradikale” Stadtpolitik? Geht es dabei um die Aktionsformen, um das Zusammendenken verschiedener Theorien und Herrschaftsverhältnisse oder um die Vernetzung von unterschiedlichen Kämpfen in der Stadt?

Dazu stellen wir euch ein paar Thesen vor. Nach der Veranstaltung gibts Brause und Cocktails.

Der Raum ist mit Fahrstuhl zu erreichen und barrierearm.

Berlin, Projektraum, Hermannstraße 48 (U Boddinstr.)

22.9.2014 Tristeza/Berlin: „Gentrifizierung und die richtige Kritik am Kapitalismus“

22.09.2014 / 19.00 Uhr – Tristeza (Pannierstraße 5)
Diskussionsveranstaltung mit Andrej Holm (Soziologe / HU Berlin) und Jimmy Boyle (Gruppen gegen Kapital und Nation)

Gentrifizierung scheint gerade in Neukölln als allgegenwärtiges Phänomen: Aus Leerstand werden schicke Boutiquen, Cafés und Szene-Kneipen, Arabisch und Türkisch hört man seltener, dafür mehr Deutsch, Französisch, Englisch und Spanisch, statt in wenigen Jahren mehrmals umzuziehen wird die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung zu einer jahrelangen Tortur.
Der Begriff Gentrifizierung ist in diesem Zusammenhang in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Doch was genau sind die Ursachen für die nicht nur in amtlichen Statistiken beobachtbaren Veränderungen in der Stadt? Verschiedene, auch linke Strömungen, haben in den letzten Jahren unterschiedliche Verursacher_innen für Gentrifizierungsprozesse ausgemacht: Tourist_innen, „Hipster“, Künstler_innen, gierige Investor_innen, verantwortungslose Politiker_innen auf der einen oder ‚den Kapitalismus‘, ‚der allgemeine Zwang zur Verwertung von Besitz‘ auf der anderen Seite. Während erstere an Äußerlichkeiten festgemachte Gruppen, aber auch Einzelpersonen moralisch, teilweise auch mit (physischer) Gewalt angriff, zogen sich Vertreter_innen von zweiterer Position auf eine theoretische und allgemeine Kritik am Kapitalismus zurück: ‚an der Verdrängung könne man nichts machen, bis der Kapitalismus überwunden ist‘. So beschäftigte man sich zwar nicht weiter politisch mit der Gentrifizierung, ärgerte sich aber gleichzeitig über die nächste Mieterhöhung und den Auszug der migrantischen Nachbar_innen.

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4.4.-12.4.2014: ,,De Rues de Fischfilet- Crystal-Pfeffi,Ostdeutschland“

4 Mal Tiefster Osten! 4 Mal genau der richtige Ort! Zusammen mit den Kaput Krauts gehen wir auf ,,De Rues de Fischfilet- Crystal-Pfeffi,Ostdeutschland“ -Provinztour!
4.4 Cottbus
5.4 Pasewalk
11.4 Quedlinburg
12.4 Rosswein!

Wir sehen uns an deiner Bushaltestelle

Deutschland ist und bleibt Scheiße.
Besonders Scheiße ist es dort, wo die NPD an den 5% kratzt und bei den U18 Wahlen teilweise, bis zu 11,5 % erreicht werden. Wo Crystal, Pfeffi und Bushaltestelle die einzigen Attraktionen versprechen und Fortschritt allenfalls beim erreichen des nächsten CandyCrush-Levels zu verzeichnen ist, willkommen in der ostdeutschen Provinz! . Feine Sahne Fischfilet und Kaput Krauts möchten die Tristesse Dunkeldeutschlands für einen Tag vergessen machen und gehen deswegen dorthin, wo es weh tut. Nach den Konzerten ist natürlich nicht Schluss: mit Pop und Techno vom Feinsten machen wir die Nacht zum Tag. Auch mit dabei und zum 5. Geburtstag viel Glück die Straßen aus Zucker, die euch vor/während und nach dem Konzert genauer zeigen, wie das mit diesem Deutschland ist und warum die bestehenden Verhältnisse kotzescheiß sind! Wir freuen uns auf eine steile Sause in Cottbus , Pasewalk, Quedlinburg und Roßwein
Eiin Accessoire das ihr aber auf keinen zu Hause lassen solltet ist: RESPEKT.
Wir haben kein Bock auf dummes rumgemackere, homophobe oder sexistische kackscheiße.
Druschba Antifa

Feine Sahne Fischfilet

Kaput Krauts

Lord James

Aftershow:

bikibiki (Just the best Partymusic)

Elektroloox (Techno/House/electro)

http://strassenauszucker.blogsport.de/

13.4.2013 München: Nicht einfach so weiter!

Aufruf der antifa nt zur antifaschistischen Demo anlässlich des NSU-Prozesses am 13.04. in München

Am 17. April 2013 wird am Oberlandesgericht München der Prozess gegen einige Akteur_innen des Nationalsozialistischen Untergrunds beginnen. Angeklagt sind Holger Gerlach, André Eminger, Carsten Schultze, Ralf Wohlleben und Beate Zschäpe.

Auch wenn wir bis heute nicht genau wissen und wissen können, wie genau der NSU struktuiert war, wer was tat und wer wieviel wusste, so ist doch unzweifelhaft klar, dass er mehr Akteur_innen umfasste, als die fünf in München angeklagten. Der NSU war nicht das „Terrortrio“, als das er oft in der boulevardesken Berichtserstattung erscheint, er war logistisch und ideologisch in Nazistrukturen eingebunden. Nur so konnte er 12 Jahre lang im Untergrund agieren, zehn Menschen ermorden, mindestens einen Sprengstoffanschlag verüben und eine ganze Reihe von Banküberfällen begehen. Nicht angeklagt sind die Mitarbeiter_innen der Verfassungsschutzämter, die das Umfeld des NSU mitaufgebaut, logistisch unterstützt, finanziert und bei den Morden des NSU zumindest weggesehen haben.

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22.9.2012 Lovelite/Berlin: OFFBEAT COUNCIL – Vol.2

Samstag, 22.09.12 – Einlass 21.00

Alarm, denn der OFFBEAT COUNCIL wird zum zweiten Mal stattfinden! Und, verdammt, es wird heiß!
Wegen der bahnbrechenden schweißtreibenden Action, die uns dort erwartet.
Die Welt wird besser. Und alle sind dazu eingeladen.

Das LOVELITE, gut bekannt für seine wilden und anrüchigen Konzerte und Parties, ist genau der richtige Platz dafür!
In dieser Nacht wird es wieder eine dicke Wundertüte globaler SKA Musik geben: BOBBY SIXKILLER aus Frankreich mit Early Reggae,
THE CLERKS aus Köln mit Reggae, Brass und Klezmer, CHARLIE´S CHOICE aus Berlin mit chansonesquem Reggae und zu guter letzt
PORT ROYAL (Berlin) right in your face mit ska & reggae inna pirate style! Aber Stopp mit diesem Kategorie-Ding! Kommt und erlebt es selbst!

Sichert Euch im Vorverkauf ein Ticket für schlappe acht Euro!

Januar 2008 beschlossen die Mitglieder von BOBBY SIXKILLER ein neues musikalisches Projekt zu gründen, das auf Early Reggae,
Ska & Rocksteady basieren sollte. Es folgten sogleich ein paar Konzerte und ein Demo – „In Town“ – wurde kurz darauf veröffentlicht,
dicht gefolgt vom ersten Album 2011: „Lonely Road“. Rock-und Souleinflüsse wurden hinzugefügt, aber Bobby Sixkiller blieben dennoch
ihrer musikalischen Linie in Form von frühem jamaikanischen Sound treu. Sie spielten Dutzende von Gigs überall in Frankreich, Belgien,
Deutschland, der Slowakei und der Tschechischen Republik und teilten die Bühne mit Bands wie 8°6 Crew, Mr Symarip, The Moon Invaders,
The Upsessions, 65 Mines Street oder der Red Soul Community, um nur einige zu nennen –
wir sind glücklich, diese Shooting Stars auf dem Council präsentieren zu können!

Seit der Jahrtausendwende vagabundieren THE CLERKS durch die wunderbare Welt des Offbeat. Von feurigen Bläsersätzen getrieben swingt
und groovt sich die Band durch Sixties Ska, Klezmer, Rocksteady und Balkanbeats. Ob in den Straßen Spaniens & Deutschlands, in kleinen Clubs
oder auf großen Bühnen, hier sind sieben Vollblutmusiker am Werk, für die nach getaner Arbeit auf der Bühne noch lange nicht Feierabend ist:
Der Bassist schnappt sich die dicke Trum, Akkordeons werden geschultert und mit den Bläsern vorneweg mutieren die Clerks zu einer Unplugged
Marching Band. Die Clerks bieten einen fetten Ohrenschmaus, der jede Party zum Hexenkessel macht. „Gut war ein Gig erst, wenn auch der letzte
Zuschauer MEEEHR SKAAAA!! brüllt.“

Über PORT ROYAL ist eigentlich alles erzählt. Entweder man liebt sie, oder sie schulden einem Geld, mindestens einen Gefallen, oder Bier.
Oder alles. So oder so stehen Miss Parkes und ihre Bukaniere aus Berlin für energetische Bühnenaction und kümmern sich nicht um gängige
Skakonventionen, sofern diese überhaupt existieren. Dies konnte man in diesem Jahr bereits eindrucksvoll beim THIS IS SKA Festival in Roßlau erleben.
Rum & Gunpowder!

Bei Ska, besonders wenn er aus Berlin kommt, erwarten wir eigentlich eine knarzige Combo voller Hauptstadtattitüde, eben typischen Partysound,
der uns rauchige Spelunken und salzige T-Shirts riechen lässt. CHARLIE´S CHOICE haben diese Konvention umgangen oder besser: um Deutsch-Pop
erweitert. Schwitzende Urbanität trifft sich hier mit der Sterilität von Rosenstolz. Klingt klinisch, funktioniert aber. Was sicher auch an der Sängerin
Maria liegt, die mit ihrer untypisch glockenhellen Chansonnier-Stimme einen Kontrapunkt setzt, der die Band vom Einheitsbrei abhebt. „Das ist kitschig!“
singt Maria. Recht hat sie. Wirkt jedoch genau dadurch erst eigenständig!

2008 in Berlin gegründet, verstehen sich die NORTH KOREAN RUDE BOYS in der Tradition antirassistischer Reggaekulturen. Geboten werden neben
Skinheadreggae, Rocksteady und Ska auch (Northern-) Soul für den Kopf und die Beine. Von der Straße auf die Tanzfläche…

LIVE:

* BOBBY SIXKILLER – Early Reggae, Rocksteady – (Chavigny/ Fr)

* The Clerks – Ska, Klezmer & Balkan Beats – Köln

* PORT ROYAL – Ska & Reggae – Berlin

* CHARLIE´S CHOICE – Ska-Pop – Berlin

DJs:
* NORTH KOREAN RUDE BOYS

Lovelite
Simplonstr. 38-40
10245 Berlin, F.-Hain
www.lovelite.de

erreichbar:
S Ostkreuz
S/U Warschauer Str.

Eintritt: 12,-EUR
VVK 8,- EUR bei Core Tex Records, Oranienstr.2
oder online www.coretexrecords.com

check out:
www.bobbysixkiller.fr
www.portroyal-music.de
www.clerks.de
www.facebook.com/charlies.choice

Nazis mobilisieren zu „Trauermarsch“ am 18.02.2012 in Worms

Neonazis mobilisieren für den 18. Februar offensichtlich zu einem “Trauermarsch” nach Worms. Auf der Homepage der Kameradschaft “Nationaler Widerstand Zweibrücken” ist ein dementsprechender Flyer aufgetaucht und auch auf der Seite des Infoportals24 war der Termin angekündig (vor Unerreichbarkeit jener Seite). Für den 18. Februar war seit Monaten mit einem Neonaziaufmarsch in Dresden gerechnet worden. Kürzlich war bekannt geworden, dass die Anmeldung in Dresden für den 18. Februar zurückgezogen wurde.

In Worms fand bereits 1996 ein Aufmarsch statt, der als Ersatzveranstaltung fungierte, damals für den Rudolf-Heß-Gedenkmarsch in Wunsiedel. Kürzlich sorgte genau dieser Aufmarsch für Schlagzeilen, da Fotos auftauchten, die Beate Zschäpe und Uwe Mundlos sowie den heutigen NPD-Chef Holger Apfel 1996 in Worms zeigen. quelle: http://antifaworms.blogsport.de

Wer Infos hat bitte an die Leute vor Ort weitergeben! http://antifaworms.blogsport.de

RASH Stuttgart mit eigenem Blog am Start!

RASH Stuttgart nun mit einem eigenen Blog: http://rashstuttgart.blogsport.de

Gegen eure A-​Po­li­tik und Rechts­po­pu­lis­mus!

Skin­head – a way of life – für die einen mehr, für viele an­de­re lei­der
we­ni­ger. Waren es da­mals doch recht viele Skins, die gegen Nazis und ihr Fuß­volk im Kampf gegen sel­bi­ge mit an­de­ren ak­ti­ven An­ti­fa­schis­ten zu­sam­men­hiel­ten, so macht sich heute in der „un­po­li­ti­schen“ Skin­head­sze­ne eine ge­wis­se To­le­ranz nach rechts immer stär­ker be­merk­bar. Viele wol­len es sich mit ihrer A-​Po­li­tik eben ziem­lich ein­fach ma­chen, um auf jeder Hoch­zeit mög­lichst stress­frei tan­zen zu kön­nen.

Ver­an­stal­ter, La­bels und Bands der so­ge­nann­ten „Oi!-​Sze­ne“
un­ter­stüt­zen diese Ent­wick­lung meist schon al­lein aus fi­nan­zi­el­lem
In­ter­es­se her­aus, aber auch weil sie sich von links zu Un­recht für ihre In­dif­fe­renz nach rechts kri­ti­siert füh­len. So wird wei­ter ab­ge­strit­ten, ver­schlei­ert und flei­ßig nach Feh­lern auf der an­de­ren Seite ge­sucht, um seine ei­ge­ne Rechts­of­fen­heit/Scheiß­egal­ein­stel­lung zu be­grün­den,
statt ein­fach mal di­ver­se Fak­ten zu wi­der­le­gen.

Genau von die­sen Leu­ten wol­len wir uns weit dis­tan­zie­ren. Ob­gleich viele „Oi!-​Skins“ nicht un­be­dingt über­zeug­te Neo­na­zis sind und auch mal ein
„Good Night White Pride“ – Shirt tra­gen kön­nen, so stört es viele auch nicht wirk­lich sich mit Fa­schos den Kon­zert­saal zu tei­len und sich an der Hetze gegen die An­ti­fa zu be­tei­li­gen. Für uns ist es genau des­we­gen nicht al­lein der pla­ka­ti­ve An­ti­fa­schis­mus, der diese ver­kom­me­ne „Szene“ noch ret­ten wird…

Lasst uns die­sem Trei­ben aktiv ent­ge­gen­tre­ten!
UNITE AND FIGHT (///)!

Eine weltweite Streikwelle, Sparprogramme und die politische Krise der Global Governance

Steven Colatrella

Sparprogramme und Global Governance

Sparpolitik ist zum weltweiten politischen Regime geworden. Überall wird sie in Form von Sozialkürzungen, Lohnsenkungen und Massenentlassungen im öffentlichen Dienst durchgesetzt, dazu kommen neue Gesetze gegen die Arbeiterorganisationen. Sie ähnelt sich in den unterschiedlichen Ländern auffallend und ist typischerweise auf Initiative von Institutionen der Global Governance wie IWF, EU, G20 oder WTO aufgelegt worden. Bei dieser Politik handelt es sich um Vereinbarungen zwischen Regierungschefs, und sie verfolgt ganz offen die Interessen eines kleinen Teils der Gesellschaft: die der Kapitalisten im Allgemeinen und des globalen Finanzkapitals im Besonderen. In diesem Sinne können wir Sparpolitik als ein Regime begreifen, eine durch das gemeinsame Handeln der Staaten durchgesetzte internationale Ordnung. Genau diese starke Übereinstimmung im Programm und den Klasseninteressen der Regierungen von Europa bis zum Nahen Osten, von Asien bis Amerika und Afrika, zeigen die Bedeutung der Global Governance als Projekt zur Vereinheitlichung der globalen herrschenden Klasse. [weiter…] [english version]