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20.3.2014 NEA/RASH-Tresen: Antifa Criminals United – Freiheit für Joel, Josef, Adel und all die Anderen!

Podiumsveranstaltung:
Hausdurchsuchungen, Anquatschversuche und Bespitzelungen sind keine Einzelfälle, vielmehr reihen sie sich ein in eine Vielzahl von Repressionsschlägen gegen linke Strukturen ein.
Ein aktuelles Beispiel dafür ist das, was dem schwedischen Antifaschist Joel passiert ist. Er wurde unter dem Vorwurf inhaftiert, am Rand einer Kundgebung am 15.12.2013 in Stockholm an einer Auseinandersetzung mit Nazis beteiligt gewesen zu sein. Nachdem Nazis versuchten, die antifaschistische Kundgebung mit Stöcken, Glasflaschen und Messern zu attackieren, konnte nur durch das Engagement einiger Antifaschist*innen schlimmeres verhindert werden.
Auch Josef aus Jena wurde am 24.01.2014 im Verlauf der antifaschistischen Proteste gegen den so genannten Akademikerball in Wien, einem Vernetzungstreffen verschiedener Strömungen der österreichischen und europäischen Rechten, festgenommen. Seitdem befindet er sich in Untersuchungshaft. Besuchen dürfen ihn nur Familienangehörige, von allen anderen wird er isoliert.
Vier Monate hat auch der Berliner Genosse Adel unter menschenunwürdigen Bedingungen in Untersuchungshaft in der JVA Moabit verbracht. Vorgeworfen wird ihm in zwei Fällen Faschisten beleidigt und bedroht zu haben. Seitdem er am 19.02.2014 auf Kaution bis zum Prozess „frei“gelassen wurde, spürt er weiterhin den Druck der Repressionsorgane. U.a. hat er die höchst richterliche Auflage, sich von “Menschen rechter Gesinnung”, Demonstrationen und “politischen Veranstaltungen” fernzuhalten.
Joel, Josef und Adel sind weitere traurige Beispiele dafür, wie Antifaschismus zunehmend kriminalisiert wird! Betroffen sind einige – gemeint sind wir alle!

Bei dieser Podiumsveranstaltung möchten wir uns damit beschäftigen, wie antifaschistisches Engagement im Fokus der Repressionsbehörden steht, wie Soli-Arbeit anhand der drei genannten Fälle konkret aussehen kann und wie wir inhaftierte Genoss*innen unterstützen können. Dazu haben wir Referent*innen der Josef-Soligruppe aus Jena, der Adel-Soligruppe aus Berlin und einen Genossen, der uns etwas über die Soli-Arbeit zu Joel erzählen wird, eingeladen. Gleichzeitig wird eine Person vom Bündnis des Aktionstages gegen Repression auf dem Podium sitzen, um zur Antirepressionsdemo am 22.03.2014 in Berlin zu mobilisieren.
Es gibt außerdem leckere Soli-Cocktails und vegane VoKü.

Freiheit für Joel, Josef, Adel und all die Anderen!
Antifa Criminals United – kriminell ist das System und nicht der Widerstand!

Veranstalter*innen:
North-East Antifascists [NEA] & Red & Anarchist Skinheads (RASH)
nea.antifa.de | www.red-skins.de

Mobi-Video 22.03.2014 ☆ Bundesweite Antirepressions-Demo

Weitere Informationen:
Bundesweiter Aktionstag gegen Repression: antirep2014.noblogs.org
Joel:linksunten.indymedia.org/de/node/104162 | www.facebook.com/freejoel
Josef: soli2401.blogsport.eu
Adel: freeadel.blogsport.de

20.03.2014 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A)

9.3.2013: Jährlicher Trauermarsch in Dessau

Jährlicher Trauermarsch freier Kameradschaften in Dessau. Am 9. März 2013 findet in Dessau wie jedes Jahr ein Aufmarsch freier Kameradschaften anlässlich der Bombardierungs Dessaus 1945 statt. In geschichtsrevisionistischer Manier wird die Täterrolle Nazideutschlands relativiert. Der Aufmarsch reiht sich ein in eine Vielzahl von Veranstaltungen Rechtsextremer Anfang des Jahres (Magdeburg, Chemnitz, Dresden usw.).

Dessau genauso„unschuldig“ wie Dresden

Dessau spielte schon vor der Machtergreifungs Hitlers eine große Rolle als ideologisches und verwaltungstechnisches Zentrum. 1932 stellte die NSDAP mit mehrheitlich Stimmen aus Dessau die erste Landesregierung, im Zuge dessen wurde entgegen Magdeburg Dessau später Gauhauptstadt. Zur verherrlichend genannten Reichspogromnacht wurde in Dessau die Synagoge niedergebrannt. Auch hinsichtlich kriegswichtiger Infrastruktur hatte die Stadt an der Mulde für die Nazis eine besondere Rolle inne. Neben der guten Anbindung zu Wasser, Land und Luft war es vorallem die Rüstungsindustrie in den ehmaligen Junkerswerken. Traurige Berühmheit erlang Dessau durch die Herstellung von Zyklon B, rund 2/3 der Produktion wurde in Auschwitz eingesetzt.

In einem nachfolgenden Text wird diese Thematik ausführlicher behandelt.

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“Nazi-Leaks”: NPD-Kader bewaffnen sich

Offenbar haben sich führende NPD-Aktivisten aus Leipzig und Umgebung illegal mit scharfen Waffen ausgestattet: Laut internen Partei-Dokumenten, die der GAMMA-Redaktion vorliegen, sind der Leipziger NPD-Chef und Landesvorstands-Mitglied Helmut H. sowie das Mutzschener NPD-Landtagsmitglied Winfried P. und dessen Frau in Besitz von Pistolen und Gewehren gelangt. P. ist auch Betreiber des so genannten NPD-”Bürgerbüros” (“Nationales Zentrum”) im Leipziger Stadtteil Lindenau.


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Den Naziaufmarsch am 03.09. in Dortmund sabotieren, blockieren, verhindern!

Sabotieren, blockieren, verhindern

Den Naziaufmarsch am 03.09. in Dortmund sabotieren, blockieren, verhindern!

Für den 03.09.2011 mobilisieren Neonazis wieder zum so genannten Nationalen Antikriegstag nach Dortmund. Den seit 2005 jährlich stattfindenden Aufmarsch werden sie auch in diesem Jahr wieder dazu nutzen, um einen völkischen Antikapitalismus und Antiimperialismus zu propagieren, der stets mit Rassismus, Antisemitismus, Antiamerikanismus und Geschichtsrevisionismus einhergeht.

Die Dortmunder Naziszene

Insgesamt ist Dortmund eine Hochburg der so genannten „Autonomen Nationalist_innen” in Deutschland geworden. Nicht zuletzt durch einen stetigen Zuzug von Neonazi-Kadern aus der gesamten Bundesrepublik sind sie personell recht gut aufgestellt und verfügen mit einem hauseigenen Internetversandhandel und dem Nazi-Zentrum an der Rheinischen Straße über eine funktionierende und materiell gut ausgestattete Infrastruktur. Neben der Organisierung des „Nationalen Antikriegstags” verteilen sie in der Innenstadt oder vor Schulen Flugblätter und führen auch neben dem Großaufmarsch im September einige Aufmärsche und Kundgebungen durch. Daneben kommt es hin und wieder auch zu geplanten Angriffen auf linke Wohn- und Kulturprojekte sowie zu Übergriffen auf Menschen, die rechte Parolen nicht unkommentiert hinnehmen wollen und sich gegen Neonazis engagieren.

Ferner tritt mit der „Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld” vermehrt seit 2009 eine weitere Neonazi-Gruppierung an die Öffentlichkeit. Der brutale Angriff von zwölf Neonazis auf die alternative Kneipe Hirsch Q im Dezember letzten Jahres, bei dem mindestens ein Kneipenbesucher auch Stichverletzungen erlitt, sorgte für größeres Aufsehen. Dabei gingen die Neonazis mit äußerster Brutalität gegen Besucher_innen der Kneipe vor. Der Angriff ist, wenngleich einer der brutalsten, nicht der letzte in der langen Reihe von rechten Angriffen in Dortmund geblieben. Die „Skinhead-Front” geriet jüngst wieder in die Schlagzeilen, als deren Mitglieder mehrere Frauen in einer U-Bahn rassistisch beschimpften und angriffen – und nur einen Tag später auf einer Kirmes rumpöbelten und Auseinandersetzungen provozierten.

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