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15.9.2012: Delitzsch: Nazihegemonie brechen

Einige Neuigkeiten zur antifaschistischen Demonstration und zum Konzert („No Dancing with Nazis“) am 15.09.2012 in Delitzsch. Nach dem Naziübergriff am 18.3.2012 (Videobericht) in Delitzsch haben sich Betroffene und andere Initiativen zusammengeschlossen und planen für den 15.09.2012 eine Demonstration und ein Konzert in Delitzsch.
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Wie wichtig und unterstützenswert solche Initiativen sind, hat auch vergangene Woche ein Beitrag von Frontal 21 gezeigt (Video). In dem Bericht wird dargelegt wie Neonazis viele Ortschaften in Sachsen terrorisieren und fest im Griff haben. Deutlich wird, dass es in Sachsen kaum Unterstützung für Projekte und Initiativen gibt, die sich gegen die neonazistische Hegemonie engagieren. Im Gegenteil, vielen Engagierten werden Steine in den Weg gelegt, so auch den VeranstalterInnen in Delitzsch. Nach der Opfer-Täter-Verdrehung von Seiten der offiziellen Stadtpolitik in den vergangenen Monaten, wird den VeranstalterInnen grundlos die finanzielle Unterstützung in teilen gestrichen. Daher wird die Finanzierung des gesamten Konzertes durch Spenden abgedeckt.

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24.2.1012 Sputnik/Potsdam: ::: Infoabend: Nazis in Potsdam :::

Nazis in Potsdam: Ideologie und aktuelle Entwicklungen

Infoabend | 24. Februar 2012 | 19 Uhr | Sputnik
Nazis in Potsdam: Ideologie und aktuelle Entwicklungen

Innerhalb kurzer Zeit sind in Potsdam schon wieder Neonazis mit Fackeln durch die Waldstadt gezogen.

Spreelichter, Volkstod-Kampagne, „Werde unsterblich“ heißen die Schlagworte unter denen ihre menschenverachtenden Kampagnen laufen. Neue Aktions- und Organisationsformen von Neonazis, die modern-subkulturellen Lebensstil und nationalsozialistische Ideologie miteinander verbinden geraten auch in Potsdam zusehend in das Blickfeld der Öffentlichkeit.

Doch wenn über diese neuartigen Erscheinungen der Neonaziszene diskutiert wird, wird der Schwerpunkt fast immer auf organisatorische Strukturen, auf individuelle Akteure, subkulturelle Codes, bevorzugte Klamottenmarken und Musik gelegt.

Wir wollen uns damit beschäftigen auf welcher Ideologie diese Aktivitäten basieren, wie hat sie sich entwickelt, wie steht sie im Verhältnis zum historischen Nationalsozialismus und zu anderen Formen des deutschen Neofaschismus?

Eine Veranstaltung des VVN-BdA Potsdam
Referent_innen: Antifaschistisches Pressearchiv  Potsdam

Rassistische Polizeigewalt nach Gedenkdemo in Velbert

So sieht rassistische Polizeigewalt aus – die Polizei bei der Ausführung ihrer „Arbeit“ „Im Gedenken aller Opfer rechter Gewalt, sozialer Ausgrenzung und rassistischer Asylpolitik“ – unter diesem Motto versammelten sich heute ca. 100 Menschen in Velbert. Den Auftakt machte die Antifa aus Wülfrath mit ihrem Redebeitrag über soziale Ausgrenzung. Der Redebeitrag thematisierte die Zusammenhänge zwischen über zweihundert Kältetoten, die mediale Aufbereitung reißerischer Schicksalsgeschichten und der heutigen Demonstration. Soziale Ausgrenzung habe viele Gesichter und rassistischer und ausgrenzender Klischees und Vorurteile offensiv entgegenzutreten liege in der Verantwortung eines jeden und einer jeden Einzelnen, so die Antifa-Gruppe.

Demofoto 1 Danach startete der Demozug durch ein ruhiges Wohngebiet zum Velberter Polizeipräsidium. Die hier angemeldete Zwischenkundgebung konnte leider erst mit zeitlicher Verzögerung stattfinden, weil die Polizei den Lautsprecherwagen daran hinderte den Kundgebungsort zu erreichen. Mit einiger Verspätung konnte der Redebeitrag der Karawane Wuppertal starten. Das Hauptaugenmerk wurde hierbei auf Oury Jalloh gelegt, der im Jahre 2005 von Polizisten in Dessau umgebracht wurde. Weiter thematisiert wurden die rassistischen Übergriffe der Polizei auf die diesjährige Oury Jalloh-Gedenkdemonstration Anfang Januar. Die Polizei versuchte diese durch mehr oder weniger lächerliche Aktionen zu stören. So wurde über die Lautsprecher anwesender Streifenwagen laut Musik abgespielt. Außerdem lief ein Polizist mit geöffnetem Halfter und Hand an der Waffe provozierend durch Demoteilnehmer. Einzig dem besonnenen Verhalten der anwesenden Antifaschisten und Antifaschistinnen ist es zu verdanken dass die Lage in dieser Situation nicht eskalierte.

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22.11.2011 Bremen: Kein Heimspiel für „KC“

Für den 26.11.2011 hat die rechte Hooligan- Band „Kategorie C- Hungrige Wölfe“ ein Konzert in Bremen angekündigt.
Nachdem das letzte Konzert der Band am 12.06.2011 in Bremen Oslebshausen unter den Augen von Polizei und Stadt Bremen ungestört über die Bühne gebracht werden konnte, wollen wir diesmal den den Druck erhöhen und den Nazis nicht einfach so den Raum überlassen.

KC halts Maul!

About KC

Die Band um ihren Frontmann Hannes Ostendorf existiert mit ein paar kleineren Unterbrechungen seit 1997. KC haben lange Zeit versucht sich als „unpolitische“ Hooliganband zu präsentieren, dies gelang ihnen jedoch mehr schlecht als recht. Seit der Veröffentlichung des letzten Albums wird von Seiten der Band jedoch nicht mal mehr viel Wert auf dieses Mimikry gelegt. Die Verstrickungen der Protagonisten in die rechte Musikszene sind zu eindeutig und wurden in antifaschistischen Publikationen auch immer wieder offen gelegt, sodass dieses Versteckspiel wohl eher die eigene Fanbasis verärgert, als neue Käufer*Innen anzusprechen. 

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