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1.3.2012 Berlin: Keine Hilfe unter Freunden – Der Euro in der europäischen Peripherie

Der diesjährige Auftakt zu den antikapitalistischen Protesten gegen die verschärfte Krisenpolitik findet am 31. März in mehreren europäischen Städten statt. Denn während Krise und der Kapitalismus schon längst global sind, muss es „die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt“ noch werden. Im Vorfeld des kommenden Protestfrühjahrs wollen wir diskutieren, wie die aktuellen Krisenstrategien in Europa aussehen, welche innereuropäischen Interessenskonflikte es gibt und wo antikapitalistische Kräfte einsetzen könn(t)en. Während in Griechenland die Polizei mittlerweile die Vertreter der Troika verhaften lassen will, fordert man in Deutschland von den angeblichen „Pleitegriechen“ weiterhin drakonische Sparmaßnahmen. Muss Griechenland aus der Eurozone ausgeschlossen werden um die Stabilität des Euros nicht zu gefährden, oder versucht Deutschland seinen Absatzmarkt zu retten, der dann doch wieder nur niederkonkurriert wird?

Diese und weitere Fragen über den Charakter der gegenwärtigen Krise und geplante Interventionen diskutieren Michael Heinrich (Berlin), John Milios (Athen) und TOP B3rlin .

1.3.2012. 19 Uhr. Münzenbergsaal (Franz-Mehring-Platz 1).
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung.

14.8. What‘s left of the Left?

USA Linke

Zur Situation der radikalen Linken in den USA
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

MONARCH • 14.8.2011 • 19:30 Uhr
U-Bhf Kottbusser Tor • Skalitzer Straße 134 • Berlin-Kreuzberg

Radikaler Anarchismus, Schwulenrechtsbewegung, Anti-Vietnam-Kriegs-Mobilisierung – vor einigen Jahrzehnten war die radikale Linke in den USA ein Impulsgeber für weltweite soziale Bewegungen. Doch nicht erst seit dem 11. September und Obama ist es um die Situation der Linken schlecht bestellt. Neben geringer Beteiligung und mangelndem Einfluss sind es dabei auch innerlinke Fehler, die das Projekt der Emanzipation behindern: Aktionismus, staatsappellative Kampagnen, kruder Antiimperialismus und Forderungen nach systemimmanenten Reformen sind dominant in linken Bewegungen, eine umfassende Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an Kapital und Nation, finden sich hingegen selten.

Im kosmopolitischen Kamingespräch wollen wir einen Überblick über den gegenwärtigen Zustand der radikalen Linken in den USA bieten, ihn historisch einbetten, und den Versuch einer Organisation dokumentieren, die der gegenwärtigen Misere etwas entgegensetzen will. Dabei sollen auch das Verhältnis von Theorie und Praxis, Reaktionen auf die Finanzkrise und das bisherige Ausbleiben der ‚wirklichen Bewegung‘ zur Sprache kommen.

Die »Platypus Affiliated Society« (www.platypus1917.org) gründete sich 2006 als Reaktion auf die Niederlage der Anti-Irakkrieg-Bewegung. Ihr Hauptanliegen ist es innerlinke Diskussionen anzustoßen. Ausgehend von Marx und der Kritischen Theorie will die Organisation ideologische Hindernisse für die Entstehung einer kosmopolitischen Linken aus dem Weg räumen.