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16.5.2012 SO36/Berlin: Rechte Umtriebe im Hardcore

Was ist los in der Hardcore-Szene? Entstand der HC als Kritik an dem bloß zur Attitüde verkommenden Punk in den 1980er, kommen heute Nazis auf HC-Konzerte in Orten mit einer linken Geschichte und fühlen sich offensichtlich nicht fehl am Platz. »Hatecore« ist zum Sound der »Autonomen Nationalisten« geworden.

Ist die Rede von einer »Unterwanderung der Hardcoreszene« eigentlich zutreffend? Und wie kann überhaupt eine Szene entstehen, die das Gerüst von Hardcore mit rassistischen, antisemitischen und rechten Inhalten füllt? Und nicht zuletzt: Was wären mögliche Gegenstrategien? Die soll bei einer Informations- und Diskussionsveranstaltung mit einem Vertreter der Kampagne »NSHC ausschalten« geklärt und diskutiert werden.

Veranstaltung: Mittwoch 16. Mai 2012 | 20 Uhr | SO36 | Berlin

4.11.2011 tek/berlin: veranstaltung zu antiziganismus in tschechienen

Seit August entladen sich ritualisierte Pogrome von Seiten der tschechischen Mehrheitsbevölkerung in Böhmen gegen die ansässigen Roma (Artikelzusammenfassung, 4.Okt. 2011).

Die Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklungen hat sämtliche Gesellschaften erfasst und treibt seine bösen Früchte unter anderem in Form von Brandsätzen, die gegen Häuser der Roma-Familien geworfen werden.

Angeheizt werden die Pogrome von Neonazis und geduldet von der tschechischen Ordnungsmacht, die gerade das nötigste tut, um Tote zu verhindern. Der breite rassistische Konsens drückt sich in der zögerlichen Vorgehensweise gegenüber dem marodierenden Volksmob aus, während man Nazis weiter agieren lässt. Eine weitere Verschärfung der Situation der Roma ist deswegen zu erwarten. Hinsichtlich der tschechischen Parlamentswahlen 2012 ist damit zu rechnen, dass konservative und rechte Parteien die Spannungen zwischen der tschechicher Mehrheitsbevölkerung und den Roma nutzen werden, um mit dem Thema auf Stimmenfang zu gehen.Die Folge wäre eine weitere Verschärfung, der schon bestehenden staatlichen Diskriminierung gegen die Roma-Comunities.

4. November kommen darum Vertreter der “Antifa Tschechien” und der Gruppe “Solidarity with Roma” nach Berlin über die aktuelle Situation zu informieren, als auch über Gegenstrategien zu diskutieren.Da Antiziganismus nicht nur in Osteuropa ein massives Problem darstellt, werden “Amaro Drom” aus Berlin über die Diskriminierung von Roma in Berlin berichten.

Flyer: Vorderseite | Rückseite

4. Nov. 2011, TEK, Kreuzberg
17.30 Uhr, Köpenicker Str. 189, U-Bhf. Schlesiches Tor [KARTE]

Anschließend: Siempre Antifascista-Festival
SO36, 20.00 Uhr, Oranienstraße 190 [KARTE]

Organisiert durch
Bündnis “Zusammen handeln!” | Siempre Antifascista [Berlin]