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Ein Räumungsversuch ohne Ende

Update (Sa, 14 Uhr): Aktuelle Infos absofort vom Ohlauer InfoPoint auf aktionsticker.org (link is external)

Update (Fr, 20 Uhr): Demonstration (link is external) morgen um 16 Uhr ab Hermannplatz.

Update (Fr, 18 Uhr): Rund um die Ohlauer Straße wurden an den Polizeiabsperrungen Blockaden errichtet. Um 15 Uhr wurde die Entscheidungsgewalt über eine Räumung wohl an die Bullen übergeben. Es ist unklar, ob die Bullen noch heute Abend oder am Wochenende räumen werden.

Seit Dienstag morgen belagern die Bullen die besetzte Schule mit einem Großaufgebot. Rund 40 Geflüchtete, die dem „Einigungspapier“ des Senats trotz der Androhung einer gewaltsamen Räumung nicht zustimmten, halten die Schule weiterhin besetzt. Ihre Drohung das Gebäude in Brand zu stecken und/oder vom Dach zu springen, wenn die Bullen das Gebäude stürmen, hat zu einer Patt-Situation geführt. Seitdem demonstrieren Tag und Nacht Unterstützer_innen an den Absperrungen. Bei der Räumung von Blockaden hinter den Absperrgittern kam es gestern frühen Abend zu massiver Polizeigewalt und etlichen Festnahmen. Es sieht so aus als würde der Räumungsversuch über das Wochenende andauern. Proteste sind geplant. Kommt zu den Absperrgittern und haltet euch auf dem Laufenden.

Quelle

Der europäische Rechtsruck und die AfD – Antifa-Actiondays in Berlin

Rechtsruck in Europa +++ AfD etabliert sich als nationalkonservative Partei +++ Bundesweite Antifa-Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative!“ +++ Antifa-Aktionen in Berlin am 14., 17. und 21. Mai!

Die seit 2007 akute Krise des Kapitalismus und die Austeritätspolitik der EU haben im Süden Europas zu sozialen Verwerfungen enormen Ausmaßes geführt und verursachen auch anderswo Verunsicherung und Abstiegsängste in der Bevölkerung. In dieser Situation verstärkt sich die Tendenz breiter Teile der Bevölkerung, andere Menschen auszugrenzen und zu verfolgen. Durch die Identifikation mit dem hegemonialen Kollektiv versuchen die Menschen, die Sicherheit und Handlungsfähigkeit wiederherzustellen, die sie real nie besessen haben. Mit der allgemeinen Verschärfung der sozialen Repression durch die Krise nimmt auch der Hass auf jene zu, die den Zwängen und Normen dieser Gesellschaft scheinbar enthoben sind. Im auch hierzulande grassierenden Hass auf Roma und LGBTI* kommt der Selbsthass der bürgerlichen Mehrheit zum Ausdruck, die an Anderen verfolgen muss, was sie an sich selbst nicht eingestehen darf.

Daran knüpfen die Rechten Europas gegenwärtig auf unterschiedliche Weise an. Front National, UKIP, FPÖ, Fidesz und Jobbik, Golden Dawn – zwei Wochen vor der Europawahl sind neofaschistische und nationalkonservative Parteien stark wie lange nicht. In Deutschland ist die „Alternative für Deutschland“ (AfD) dabei, sich als „europaskeptische“ Option zwischen CDU/CSU und NPD etablieren. Die AfD vertritt rassistische, sozialchauvinistische, Frauen- und LGBTI*-feindliche Positionen. Auch wenn die Abgrenzung zur extremen Rechten, gerade am Anfang ihrer Karriere, ein wesentlicher Aspekt der AfD war: Mittlerweile hat sich gezeigt, dass es damit nicht sonderlich weit her ist (III). Insbesondere die große Aufmerksamkeit, die der Partei zu teil wird, hat dazu geführt, das sie sich derzeit zur rechten Sammelbewegung in Deutschland entwickelt (Argumente gegen die AfD: IIIIII)

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Kampagne gegen Fischfilets: Nazis als Kämpfer gegen “Extremismus”

Nachdem der Inlandsgeheimdienst in Mecklenburg-Vorpommern die antifaschistische Band Feine Sahne Fischfilet (FSF) als Linksextremisten ausführlich in seinem Jahresbericht aufgeführt hat, greifen Neonazis diese Vorlage nun dankbar auf und versuchen sich selbst als Hüter der Verfassung aufzuspielen.

Von Patrick Gensing

Via Facebook haben Neonazis dazu aufgerufen, bei Elektronikmärkten anzurufen oder unauffällig gekleidet vorbeizugehen und darauf hinzuweisen, dass die Band Feine Sahne Fischfilet (FSF) im Verfassungsschutzbericht geführt werde – also irgendwie “extremistisch” sei – und daher die CDs aus dem Sortiment genommen werden sollten.

Inwieweit dieser Aufruf erfolgreich ist, lässt sich bislang nicht eindeutig beurteilen; nach Angaben der Vertriebsfirma von FSF gab es wohl tatsächlich bei einem bekannten Elektromarkt in mehreren Filialen anonyme Beschwerden wegen der Band, verbunden mit der Forderung, die CD aus dem Angebot zu nehmen.

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07.01. – Remembering means Fighting: AFA-Soli-Show in Heuchlingen (Kreis HDH)

Antifaschistisch ins neue Jahr!
Am Samstag den 7.1.2012 laden die regionalen autonomen Antifas zur
HC/Punk-Show nach Heuchlingen (Kreis Heidenheim).

Spielen werden ENRAGED MINORITY, NIHIL BAXTER und WASTED YOUTH.

http://www.myspace.com/nihilbaxterofdeath

http://www.myspace.com/wastedyouthsghc

http://www.myspace.com/enragedminority

Sämtliche Einnahmen fließen in die Unterstützung von Antifa- und Antirepressions-Arbeit.

Einlass ist 20 Uhr

Schlicker
Obere Dorfstr. 1

89547 Gerstetten / Heuchlingen

www.schlicker-heuchlingen.de

Remembering means Fighting…

…ein Motto, das uns den Blick in Vergangenheit und Zukunft gleichermaßen richten lässt. Regional blicken wir auf eine seit den späten 90ern währende Kontinuität des autonomen Antifaschismus in Heidenheim und auf der Ostalb im Allgemeinen zurück, bewegte Jahre mit Höhen und Tiefen, in denen
uns die Notwendigkeit unserer Aktivitäten immer wieder vor Augen geführt wurde.

Insbesondere in den provinziellen Regionen ist es nach wie vor wichtig, den Aufbau antifaschistischer Strukturen zu fördern, nicht
zuletzt weil hier leider immer noch viele Rückzugsräume für Nazis bestehen, aus denen heraus sie Gewalttaten verüben und ihre
menschenverachtende Ideologie verbreiten. Nazis sind hierbei keine gesellschaftlichen Außenseiter, sondern handeln vielmehr aus der
Mitte der Gesellschaft heraus.

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19.1.2012: Erinnern – Nationalismus in Russland

Am 19. Januar 2009 wurden der Menschenrechtsanwalt Stanislav Markelov und die Journalistin Anastasija Baburova in Moskau auf offener Straße von einem Nazi erschossen. Der Täter und seine Kompliz_innen gehörten zu einer nationalistischen Terrorzelle. Wir wollen im Januar 2012 an ihren Tod und an die zahlreichen anderen Opfer nationalistischer Gewalt erinnern sowie über militanten Nationalismus in Russland informieren.

Der 19. Januar 2009

Stanislav Markelov und Anastasija Baburova waren am Nachmittag des 19. Januar 2009 bei einer Pressekonferenz im Unabhängigen Presse-Zentrum unweit des Kreml. Markelov hatte gerade über seine Bemühungen berichtet, die vorzeitige Freilassung des wegen Vergewaltigung und Mordes verurteilten Oberst Jurij Budanov zu verhindern. Baburova war im Auftrag der Zeitung „Novaja Gazeta“ vor Ort. Sie schrieb an einem Artikel über die gefährliche Arbeit von Markelov und hatte mit ihm ein Interview geführt. Auf ihrem Weg zur Metro-Station näherte sich der militante Nazi Nikita Tichonov in der Straße Prichistenka Nr. 1 den beiden von hinten und schoß Markelov in den Kopf. Er starb sofort. Baburova wurde ebenfalls gezielt in den Kopf getroffen, überlebte aber zunächst schwer verletzt. Sie starb am Abend im Krankenhaus, ohne das sie das Bewußtsein wiedererlangte.

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Programm und Mobistuff