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9.11.2012: Veranstaltung: Novemberrevolution

Im Winter 1918/19 war es endlich auch in Deutschland soweit, das Proletariat und Teile der Soldaten hatten genug vom Krieg, der Regierung und vom Kaiser sowieso. Inspiriert durch die revolutionäre Dynamik in Russland richteten sie die Waffen gegen Vorgesetzte und Staatsmacht: Die Novemberrevolution nahm ihren Lauf.

Der Historiker Ralf Hoffrogge wird über die Bedingungen, den Verlauf und die Folgen der Novemberrevolution berichten und wir werden gemeinsam der Frage nachgehen, was wir heute noch aus den damaligen Ereignissen lernen können.
 
Berlin: Veranstaltung zur Novemberrevolution mit Ralf Hoffrogge
9. November 2012 | 20 Uhr | Café Commune (Reichenberger Str. 157)
 
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Mobilisierung zur Liebknecht-Luxemburg-Demonstration 2013 statt.

Vom Rumpel-Rock zum Nazi-Reggae

Anfangs der 1980er Jahre war der deutsche Rechtsrock eine echte Lachnummer. Doch aus den albernen Schüttelreimen und der unhörbaren Rumpelmusik ist ein Millionengeschäft geworden. Die Rechtsextremen klauten bei immer mehr Stilen, um ihre Bewegung kulturell auszurüsten, wie im dritten Teil der Serie Rechtsextremismus als soziale Bewegung geschildert wird.

Von Patrick Gensing 

Die ersten Gehversuche deutscher Rechtsrockbands aus den 1980er Jahren legen Zeugnis von der kulturellen Armseligkeit der damaligen Szene ab – sie brillieren durch unfreiwillige Komik; dennoch sind sie der Auftakt einer Erfolgsgeschichte des deutschen Rechtsrocks, anfangs belächelt, heute ein Millionengeschäft.

Eine wichtige Rolle in dieser Geschichte spielte das Label Rock-O-Rama, zu dem es hier eine lesenswerte Chronik gibt.

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Unscheinbarer NPD-Tarnverein

Seit rund 20 Monaten existiert die Vereinigung „Pro Berlin-Lichtenberg e. V.“. Vorsitzende ist Manuela Tönhardt, NPD-Bezirksverordnete in Berlin-Lichtenberg.

Tönhardt (Jahrgang 1952), NPD-Kreisverbandschefin hatte am 16. April 2010 zu der Vereinsgründung in die damaligen Fraktionsräume der NPD im Rathaus in Berlin-Lichtenberg eingeladen. Aus einem „Stammtisch“, den sie ins Leben gerufen hatte, entstand so „Pro Berlin-Lichtenberg e. V.“.

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Geschichte wird gemacht! 9.-18.9.: Woche der Widerständigen

Dieses Jahr jährt sich die Hochzeit der Hausbesetzer_innen- und Kollektivbewegung zum 30. Mal. Die Westberliner Besetzer_innen waren Teil einer umfassenden Bewegung Ende der 7Oer/Anfang der 8Oer Jahre: Alternativ-, Ökologie-, Anti AKW-, Antimilitarismus-, Frauen-, Friedens- und Befreiungsbewegung/en, kulturelle und Stadtteilinis, Anti-Startbahn, neue Lebensformen, usf., die in vielerlei Hinsicht Bezug zu den 68ern hatte. In den damals erkämpften Freiräumen wurden viele Ansätze erarbeitet, Erfahrungen gesammelt, Fehler gemacht und auch einiges erreicht.

Privatisierung öffentlicher und kommunaler Aufgaben, Verdrängung der angestammten Bevölkerung und Zerstörung gewachsener Strukturen durch die Wohnungspolitik des Senats, sinkende Reallöhne, entgarantierte Arbeitsverhältnisse, Verarmung, zunehmender Existenzdruck, Bevormundung durch Jobcenter, prestigebedingte Großprojekte, mit denen öffentliche Gelder verpulvert werden – Alltägliches Leben in Berlin wird immer schwieriger. Wildwuchs und Freiräume verschwinden zunehmend, während die Stadt auf Hochglanz getrimmt wird.

Wir, ehemalige Besetzer_innen und Kollektivist_innen aus den 80ern und Aktivist_innen von heute, wollen mit „Alten“ und „Jungen“ zusammen die damaligen Erfahrungen kritisch beleuchten und den Austausch anregen; eine Brücke zwischen „damals“ und „heute“ schlagen. Wir wollen uns kennen lernen, austauschen, zusammen tabulos streiten, besser vernetzen, lachen, staunen, in Frage stellen, tanzen und gemeinsam vorwärts gehen. Wir wollen aktuell existierende Ansätze und Initiativen einem größeren Kreis bekannt machen und alle potentiell Aufsässigen zum Mitmachen aufrufen.

Deshalb lasst uns vom 9. bis zum 18. September kiezübergreifend widerspenstig sein!

Geschichte wird gemacht