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26.7.2014 Jockel-Biergarten/Berlin: Solikonzert & Trash-Party

+++Konzert / Bands +++
(Download Plakat & Flyer: http://bit.ly/1qUqShM)

☆ Riot Brigade (Hardcore / Punk aus Stuttgart)
http://on.fb.me/1j7l1Um

☆ Always wanted war (Hardcore/Punk)
http://on.fb.me/1s5oHYL

☆ Der Feind (Punk aus Berlin)
http://on.fb.me/1rqHXSJ

☆ Thrill (Hardcore aus Greifswald)
http://on.fb.me/TSwHjO

☆ Pol Pot vs. Crystal Meth (Hardcore aus Berlin)

+++ After-Show-Party | Djs +++

☆ Turntable Tölpels (80er 90er Trash & Punk)

☆ The Audioboxers (Eurodance & 90`s)

+++Aufruf +++

Seit sechs Monaten befinden sich Chiara, Claudio,
Mattia und Niccoló in Isolationshaft, weil ihnen die Begehung einer terroristischen Tat vorgeworfen wird.

Vorwand ist ein Sabotageakt, bei dem im norditalienischen Susa Tal ein Kompressor auf dem Stollenbau* beschädigt wurde, in der Nacht vom 13. auf den 14.05.2013. Am Montag, den 9.12.2013 wurden aufgrund von Haftbefehlen, erlassen von den Turiner Staatsanwält_innen Paladina und Rinaudo, in Turin und Mailand Durchsuchungen durchgeführt und die vier Genoss_innen festgenommen.

Die genauen Anschuldigungen wiegen schwer: Artikel 280 und 280-bis („Angriff mit terroristischen Zielen, terroristischer Akt mit tödlichen Waffen und Sprengstoffen, Besitz von kriegswaffen, Zerstörungen“). Bei solchen Vorwürfen sind in der Regel 5 bis 10 Jahre Knast (!) vorgesehen, wenn“ …durch die Straftat der nationalen Wirtschaft einen Schaden hinzugefügt wird…“ (§280-bis Abs.4). Am vergangenem 6. Juni fand die Zweite Instanz des noch laufenden Prozesses gegen die 4 Genoss_innen statt, und der Saal war laut durch solidarische Parolen der anwesenden und unterstützenden Genoss_innen.

Ein weiterer Prozess gegen drei andere No-Tav Aktivisten (Andrea, Claudio und Giobbe) endete erst am 30.Mai mit (erwarteten) sehr harten Urteilen: 2 Jahre und 5 Monate, 1 Jahr und 7 Monate und 4 Monate. Gegen alle vier wurde im Zusammenhang mit einer Sitzblockade ermittelt. Diese sollte die Zufuhr der Materialien zu den Baustellen der Zerstörung blockieren bzw. erschweren.
Die konstruierten Vorwürfe wieder mal lächerlich: „Entführung, Widerstand gegen Beamte, versuchter Raubüberfall, Bedrohungen und Beleidigungen, private Gewalt“.

Nach diesen und vielen weiteren Repressionsfällen gegen die No-Tav Bewegung kommen uns sehr gut bekannte staatliche Strategien zum Vorschein:
Einschüchterung von Genoss_innen durch sehr schwere Haftstrafen, Diffamieren in der Öffentlichkeit dank verlogener Mediation, um einen seit 20 Jahren zielbewussten und aktionsorientierten Protest lahmzulegen, bevor er weiter, vielfältiger und umso stärker blühen kann. Doch egal mit welchen Methoden sie versuchen unsere Leidenschaft für die Freiheit zu verstümmeln – was sie nicht wissen ist, dass sie unerfassbar ist und stärker wird, selbst wenn sie uns einsperren.