Rechte sammeln sich in Hooliganszene

Frankfurt (MOZ) Angriffe auf Asylbewerber, Männer, die im Fast Food Restaurant den Hitlergruß zeigen und nationalsozialistische Parolen in Fußballstadien – alles Geschehnisse des vergangenen Jahres in Frankfurt. Auch wenn Neonazis nicht das Straßenbild bestimmen, bleiben sie eine latente Gefahr.

Im Fokus von Polizei und Verfassungsschutz steht die Hooligan-Szene, die sich im Umfeld des FFC Viktoria sammelt. „Das gewaltbereite politische Klientel orientiert sich in Richtung Fußball“, lautet auch die Einschätzung von Ray Kokoschko vom Mobilen Beratungsteam. Vor allem nach dem Weggang von NPD-Mann Jörg Hähnel seien Parteistrukturen kaum noch relevant. Rechte seien nicht mehr die „klassischen Stiefelträger“. Dennoch seien geschlossene rechtsextreme Weltbilder vorhanden. „Die Hools suchen sich ganz bewusst ihre Feinde aus“, weiß Kokoschko und verweist unter anderem auf die Ausschreitungen bei einem Spiel des FFC Viktoria gegen den SV Babelsberg im November. Damals waren aus dem Frankfurter Fanblock Rufe wie „Babelsberg 03, Arbeit macht frei“ oder „Jude, Jude, Jude“ zu hören. Ende Dezember machten dann Angriffe auf Fans des Fußballklubs Tennis Borussia bei einem Frankfurter Hallenturnier Schlagzeilen.

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