Razzia gegen braune “Unsterbliche”

Heute fanden in mehreren Bundesländern Durchsuchungen in den Strukturen der ostdeutschen Naziszene statt. Ziel der Aktion von Polizei und LKA Sachsen waren nach eigener Darstellung Wohn- und Arbeitsräume von insgesamt 41 Beschuldigten, denen die Dresdner Staatsanwaltschaft „Verstöße gegen das Versammlungsgesetz“ vorwirft. Sie sollen am 30. September vergangenen Jahres in Stolpen unweit von Dresden, vermummt an einer Demonstration unter dem Motto „Werde unsterblich“ teilgenommen haben. Dabei sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schwarze Kleidung und weiße Gesichtsmasken getragen und Fackeln mitgeführt haben. Heute Mittag fanden in Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt Durchsuchungen von 44 Wohnungen durch die Polizei und das LKA Sachsen statt. Den 41 von der Razzia betroffenen Personen wirft die Dresdner Staatsanwaltschaft die Beteiligung an einer unangemeldeten Versammlung der rechten Szene Ende September 2011 in Stolpen vor. Insgesamt 28 Verdächtige kamen nach Medienangaben aus Sachsen, 11 aus Brandenburg und jeweils eine Person aus Magdeburg und dem Raum Erfurt. Auch in Dresden seien fünf Objekte durchsucht worden, teilte LKA-Sprecher Tom Bernhardt auf Anfrage der Dresdner Neuesten Nachrichten mit. In den letzten Monaten waren nach Einbruch der Dunkelheit Gruppen von bis zu 250 Nazis mit Fackeln und Masken durch mehrere sächsische Kleinstädte gezogen. Später waren Videos der Spontandemonstrationen auf Videoplattformen im Internet aufgetaucht.

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