NSU im Netz

Das mutmaßliche Zwickauer Quartett war nicht isoliert. Auch nach dem Abtauchen und seit der Mordserie gab es immer Kontakte ins braune Milieu.

Zahlreiche Hinweise bestätigen inzwischen, dass die Neonazi-Zelle aus Zwickau, auf deren Konto mindestens zehn Tote und zwei rassistische Anschläge gehen sollen, auch nach dem Abtauchen 1998 in den Untergrund, scheinbar innerhalb militanter rechten Strukturen sozialisiert wurde. Zum harten Kern der drei Jenaer Bombenbastler kann wohl mittlerweile auch der Zwickauer Neonazi André E.  als vierter Kopf hinzu gezählt werden. Ihm und Beate Zschäpe droht, Pressemeldungen zufolge, ein von den übrigen elf Verdächtigen abgetrenntes Ermittlungsverfahren vonseiten der Generalbundesanwaltschaft.  Auch wenn die tatsächlichen Pläne des terroristischen „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) nur wenigen Komplizen bekannt gewesen sein sollten, isoliert von kameradschaftlichen Strukturen waren Zschäpe und ihre verstorbenen Mitstreiter Uwe Böhnhard und Uwe Mundlos nie.

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