NPD-Aufmarsch am 30.11. in Hellersdorf geplant

Die Berliner NPD wird wieder aktiver. Nachdem letzte Woche Montag Hunderte einen Aufmarsch von ihnen in Johannisthal blockierten, mobilisieren sie seit gestern zu einer weiteren Demonstration am 30. November (ebenfalls Montag) in Marzahn-Hellersdorf. Wenig verwunderlich richtet sich der Aufmarsch erneut gegen Geflüchtete. Offensichtlich befürchtet die NPD angesichts von Bärgida und AfD-„Herbstoffensive“ den Anschluss an den rassistischen Mob zu verlieren und ins Hintertreffen zu geraten.

Die NPD will sich um 18.30 Uhr am U-Bhf Cottbusser Platz bzw. um 19.00 Uhr an der Alte Hellersdorfer Straße Ecke Zossener Straße treffen. Die Mobilisierung zu zwei Treffpunkten soll wohl eine Blockade unmittelbar am Auftaktort erschweren.

Es ist bisher unklar, welche Route die NPD angemeldet hat. In der Region befinden sich mehrere bewohnte Flüchtlingsunterkünfte. Unter anderem ein Containerlager an der Landsberger Allee / Blumberger Damm. Dieses ist seit einem Jahr immer wieder Ziel rassistischer Demonstration und von Anschlägen. Auch in der Carola-Neher-Straße, wenige hundert Meter vom U-Bhf Cottbusser Platz entfernt, befindet sich eine bewohnte Flüchtlingsunterkunft. Diese ist seit 2013 im Fokus der NPD und ist seitdem ebenfalls regelmäßiges Ziel von Anschlägen.

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