Nazi-Hetze zwingt Ortsbürgermeister zum Rücktritt

UPDATEIn einer Gemeinde im sachsen-anhaltischen Burgenlandkreis tritt ein von der CDU nominierter Ortsbürgermeister zurück – die NPD hatte ihn wegen seines Engagements für Flüchtlinge bedroht.

Es ist ein gutes Beispiel für Engagement und Zivilcourage. Ende vergangenen Jahres erfuhr Markus Nierth, Ortsbürgermeister der 2000 Einwohner zählenden Gemeinde Tröglitz im sachsen-anhaltischen Burgenlandkreis, dass der Landkreis etwa 50 Asylbewerber in seinem Ort unterbringen möchte. Und war sofort bei der Sache: Im Gemeindeblatt „Blickpunkt“ schrieb der von der CDU nominierte und parteilose Kommunalpolitiker kurz vor Heiligabend einen langen Brief an seine Mitbürger: „Wir ahnen, das wird Probleme geben“, heißt es darin.

Aber, so appellierte der Theologe, der das Ortsbürgermeisteramt seit fünf Jahren ehrenamtlich ausübte: „Geben Sie ,den Fremden‘ eine Chance, schon um unsretwillen.“

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