Nauen: Bürger_innenversammlung zu geplanter Asylunterkunft

Am Abend fand in der Aula des Ober­stu­fen­zen­trums Havel­land in Nauen eine Bürger_innenversammlung zum geplan­ten Bau einer Gemein­schafts­un­ter­kunft für Asyl­su­chende und Flücht­linge im Ort statt. Land­kreis, Vertreter_innen der Kom­mune und der Poli­zei infor­mier­ten die künf­ti­gen Anwohner_innen des Hei­mes und beant­wor­te­ten ihre Fra­gen. Die Ver­samm­lung war aller­dings nur halb­öf­fent­lich. Nur Anwohner_innen, die sich auch als sol­che aus­wie­sen, und die Presse waren zuge­las­sen. Grund hier­für war die Eska­la­tion einer Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung am 12. Februar 2015. Damals hat­ten zum einen Neo­na­zis, die zum Teil aus einem ande­ren Land­kreis ange­reist waren, und „besorgte Bürger_innen“ eine öffent­li­che Sit­zung, in der über den Ver­kauf eines städ­ti­schen Grund­stücks für die geplante Gemein­schafts­un­ter­kunft an den Land­kreis ent­schie­den wurde, so gestört, dass der Saal poli­zei­lich geräumt wer­den musste. Am heu­ti­gen Abend blieb es hin­ge­gen ruhig. Nur 50 Anwohner_innen waren gekom­men, 342 aus einem Umkreis von 200m um die geplante Unter­kunft waren eigent­lich eingeladen.

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