Militant und antisemitisch

Auch die Neonazi-Szene in Leverkusen ist zunehmend gewaltbereit – die Aktivitäten richten sich häufig gegen tatsächliche und vermeintliche politische Gegner.

Zwischen Köln und Aachen auf der einen Seite, Wuppertal und Dortmund auf der anderen Seite – den Schwerpunkten neonazistischer Aktivitäten in Nordrhein-Westfalen – könnte man die Szene in Leverkusen fast übersehen. Doch die örtlichen „Kameraden“ unternehmen aktuell einiges, damit dies nicht geschieht: mit Gewalt einerseits und der Ankündigung einer antisemitischen Kampagne andererseits.

Zuletzt, in der Nacht vor Heiligabend, wurden Medienberichten zufolge zwölf Besucher eines Leverkusener Lokals verletzt. Drei Neonazis hatten erhebliche Mengen Reizgas in die Gaststätte gesprüht. Zwei Verletzte mussten ins Krankenhaus gebracht werden, meldete der Kölner Stadt-Anzeiger. Vorausgegangen war eine Woche zuvor in einem anderen Lokal eine Pfefferspray-Attacke auf vier Personen, die von den Angreifern für Antifas gehalten wurden. Seit etwa einem Jahr werden in der Farbenstadt vermehrt neonazistische Aktivitäten registriert. Dazu gehören nächtliche Aktivitäten, die sich gegen tatsächliche oder vermeintliche Gegner richten. Betroffen waren wiederholt ein Büro der „Linken“ und das Kulturzentrum „Kulturausbesserungswerk“.

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