[M] Nazis gestoppt! Kafe Marat verteidigt!

+++Naziaufmarsch nach weniger als der Hälfte der Route blockiert+++mehr als 700 Antifaschist_innen bei Gegenprotesten und Blockaden+++800 Bullen versuchen weniger als 100 Nazis den Weg frei zu prügeln+++mehrere hundert Menschen auf antifaschistischer Spontandemonstration+++

Vorgeschichte

Nachdem Neonazis des ‚Freien Netz Süd‘ (FNS) schon am Wochenende zuvor in Mühldorf (Oberbayern) einen kurzfristig angemeldeten Aufmarsch veranstalteten und bereits dort blockiert worden waren, versuchten sie am 21.01.2012 auf dieselbe Weise in München eine Demonstration unter dem Motto „Deutsche Freiräume erkämpfen! Für ein patriotisches Begegnungszentrum“ durch zu führen. Inhaltlich richteten die Nazis ihre Demonstration gegen das autonome Zentrum ‚Kafe Marat‚. Bereits 2008 hatten Nazis einen Aufmarsch gegen das Kulturzentrum geplant und damit heftige Proteste ausgelöst. Auch diesmal sollte der Marsch in direkter Nähe des Kafe Marat enden. Vorausgegangen war ein Farbanschlag auf das Gebäude, bei dem die Fassade mit roter Farbe verschmiert und neonazistische Parolen im Viertel hinterlassen wurden. Bereits seit einigen Wochen hatten die Münchner Nazis ihr Hauptaugenmerk auf die so genannte ‚Anti-Antifa‘-Arbeit gelegt.

Wie bereits beim Aufmarsch in Mühldorf meldete der Nazi Norman Bordin (‚Kameradschaft München’/FNS) die Demonstration erst 48 Stunden davor an, während die Mobilisierung fast ausschließlich intern lief. Hierbei lässt sich eine ’neue‘ Taktik der Münchner Neonazis erkennen, die im Moment nur noch klandestin beworbene und kurzfristig angekündigte Aufmärsche durchführen, um so größerem antifaschistischen Protest aus dem Weg zu gehen.

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