Erstes RASH Konzert erfolgreich

Erstes RASH-Konzert mit Jeunesse Apatride mit 250 Leuten erfolgreich.

Am 11.6.04 wars endlich soweit: unser erstes RASH-Konzert fand im Maxim in Weissensee mit Moskito Spezial (Punk aus Berlin), Bandylegs (SKA aus Bernau) und Jeunesse Apatride (Streetpunk/Oi aus Montreal in Kanada) in Zusammenarbeit mit dem Leftkick-Bündnis (Antirassistisches Fußballturnier in Berlin-Weissensee im Juli 2004) statt.

Um alles organisatorische und den Aufbau etc. für das Konzert zu erledigen trafen sich die 10-15 RASHlerInnen bereits um 17.00 Uhr beim Maxim. Die Location ist wirklich super: ein großer Konzertraum für ca. 250 Leute, ein Vorraum, ein großer Raum mit Bar, diversen Sitzgelegenheiten und Kickerbereich, ein Raum für Videovorführungen (wo wir später einen Film über die letzten 15 Jahre 1.Mai und einen Redskinvideo zeigten) und ein riesiger, chilliger Backstagebereich mit schwarzen Ledercouchgarnituren…

Das Maxim stellte netter Weise zwei kostenlose Techniker zur Verfügung und die Bands übernahmen den Aufbau des Konzertequipments. Wir befassten uns eher mit Schutzmassnahmen für den Aussenbereich für den Fall von Nasenstress (u.a. befindet sich nebenan der Hof 23, welcher an Wochenenden ein beliebter Sammelpunkt der örtlichen Rechten ist…), den Kassen- und Innenbereich. Bierholen für uns und Bands plus Catering in der Bunten Kuh abholen waren dann noch die weiteren Aufgaben…

Nachdem wir alles erledigt hatten und noch gegenseitiger Austausch von Berichten und Fotos zum internationalem RASH-Treffen in Paris und zur Anti-NPD-Demo in Berlin am Wochenende zuvor stattgefunden hatte, hängten wir noch die RASH, SHARP und Cable Street Beat-Transpis im Innenbereich auf, bis dann so gegen 20:00 Uhr die ersten Gäste erschienen. Der Eintritt betrug 4 Oiren, da Jeunesse aus Montreal dann doch ein bisschen mehr Geld brauchten…

Vom Publikum her war es dann schließlich eine bunte Mischung aus Punks, Autonomen und erfreulich vielen, auch älteren Skinheads. Insgesamt kamen so an die 250 Leute, was unseren Erwartungen vollkommen entsprach. Zunächst befürchteten wir, dass viele Leute keinen Eintritt zahlen würden und lieber sich draussen Biertrinkend unterhalten würden – diese Befürchtung bewahrheitete sich jedoch nicht…

Die erste Band – Moskito Spezial – fingen kurz nach 22.00 Uhr an zu spielen. Diese dreier-Combo spielt angenehm frischen Punk a la Shocks mit witzigen deutschen Texten. Der Konzertraum war zwar nur mit etwa 70 Leuten gefüllt, aber die Band kam auf jeden Fall ganz gut an – auch wenn sie vielleicht musikalisch nicht jedermanns Geschmack sind… Als nächstes spielten Bandylegs aus Bernau mit ihrem angenehmen Traditional-orientiertem SKA auf. Hier war der Konzertraum schon recht gefüllt und nach und nach tanzten auch einige Leute. Die Stimmung im Publikum war auf jeden Fall gut…

Kurz darauf spielten gegen 24.00 Uhr die heiß ersehnten Jeunesse Apatride aus Montreal auf. Glücklicherweise war der Schlagzeuger wieder fit, weil es kurz zuvor noch danach aussah, dass er nicht spielen könnte… Der Konzertraum war jetzt gut gefüllt und die Stimmung war nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hervorragend. Die Sängerin von Jeunesse A. hat wirklich eine sehr gute Stimme und versteht es bestens, den Oi/Streetpunksound ihrer Band kraftvoll zu begleiten… Die Texte der Band laden sofort zum mitsingen- und gröhlen ein und auch der Sound selber lässt einen sofort das Tanzbein schwingen…Auch die Backvocals der hübschen Bassistin und des Gitarristen wussten zu überzeugen. Wirklich sehr eingängig das Ganze. Es wurde vorn auch einiges durch die Skinfraktion getanzt und ich denke, dass viele Leute die Jeunesse A. zum ersten Mal sahen oder/und hörten wirklich sofort angenehm angetan waren. Ich vernahm persönlich zumindest nur positive Meinungen. So holten sich auch einige Leute sofort beim Fire and Flames Merchandisestand ihr aktuelles Album „Blackblock’n’roll“, welches absolut empfehlenswert ist. Höhepunkt nach frenetischem Applaus für diese symphatische Band war die in der Zugabe gespielte Coverversion des Street Troopers Klassikers „In the streets of Montreal“. Für jeden Liebhaber von politischer Oimucke eine Hymne…

Nach dem Konzert legten noch unsere Freunde und Freundinnen vom CBS-Soundsystem auf und brachten noch einige Leute bei guter SKA und Oimucke zum Tanzen… Alles in allem denke ich ein erfolgreiches erstes Konzert an das es mit der von uns mitorganisierten Brigada Flores Magon-Tour im Juli anzuknüpfen gilt… Vielen Dank geht auf jeden Fall an alle Mitwirkenden und Unterstützenden, vor allem die drei Bands die teilweise für Soli spielten und natürlich die Techniker! p.s.: Die BetreiberInnen dieses Jugendzentrums waren außerdem auch sehr korrekt – Vielen Dank noch Mal für alles! Und hoffentlich bald auf ein Neues- die Location ist wirklich sehr schön…

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