Durchhalteparolen und Provokationen

Die Rechtspopulisten von „pro Deutschland“ und „Die Freiheit“ könnten bei der Berliner Wahl am Sonntag ein Debakel erleben, etwas günstiger sehen die Prognosen für die rechtsextreme NPD aus –im Hintergrund werden bereits die Messer gewetzt.

Die Voraussetzungen schienen günstig, als die rechtpopulistischen Parteien „pro Deutschland“ und „Die Freiheit“ (DF) im vorigen Jahr ankündigten, sie würden bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus antreten: eine Großstadt ohne die Mühen eines Wahlkampfs in einem Flächenland; die eigenen Themen befeuert durch die Debatte, die Thilo Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“ losgetreten hatte; ein Bundesland, dessen Wähler schon 2006 bewiesen hatten, dass sie sich nicht scheuen, für eine der „sonstigen“ Parteien zu stimmen; schließlich ein Parteienspektrum, in dem eine angeblich nach links rückende CDU Platz für Neu-Rechtes lassen würde.

Ein Jahr später deutet nichts darauf hin, dass einer der beiden Parteien der Durchbruch gelingen könnte. Meinungsumfragen legen vielmehr nahe, dass sie sogar hinter der altrechten NPD zurückbleiben werden. Die Chefs von „pro D“ und DF verbreiten dennoch Durchhalteparolen.

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