Dortmund: Kein Vergeben, kein Vergessen – Demonstration am 30.03.

Unter dem Motto „Kein Vergeben – Kein Vergessen“ wollen wir, antifaschistische Gruppen aus Dortmund, am 30. März gegen rechte Gewalt demonstrieren und an die durch Neonazis in Dortmund ermordeten Menschen als auch sämtliche andere Opfer rechter Gewalt gedenken. Start der Demonstration ist um 13:00 Uhr am Hauptbahnhof.

Anlass sind die Jahrestage der Ermordung des Punkers Thomas „Schmuddel“ Schulz am 28. März 2005 und des Kioskbesitzers Mehmet Kubaşık, der am 4. April 2006 von den rechten Terrorist_innen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) erschossen wurde. Die Demonstration soll aber auch auf die zahlreichen weiteren Gewalttaten durch Neonazis der vergangenen Jahre hinweisen. Die Morde stellen nur die traurigen Höhepunkte einer Vielzahl von Gewalttaten dar. Seit Jahren werden in Dortmund immer wieder Menschen durch die Überfälle von Neonazis schwer verletzt und psychisch traumatisiert.

Der Umgang staatlicher Stellen mit den Morden ist häufig mehr als problematisch. Gedenktafeln wie die für Mehmet Kubaşık sind eher Ausnahme als Regelfall. So taucht etwa der erstochene Punker „Schmuddel“ nach wie vor nicht in der offiziellen Statistik rechter Morde auf. Auch der Umgang der Justiz mit dem Mörder von “Schmuddel”, Sven Kahlin, kritisieren die aufrufenden Gruppen scharf. Nachdem Kahlin im September 2010 wegen guter Führung vorzeitig entlassen wurde, nutzte er seine Freiheit, um mehrere schwere Gewalttaten zu begehen. Die Richter ließen ihn zunächst gewähren; erst nach mehreren Überfällen wurde er wieder in U-Haft genommen. Besonders erschreckend ist, dass er und seine Mittäter_innen sich für den Überfall auf die Kneipe „Hirsch-Q“ im Dezember 2010 bis heute nicht strafrechtlich verantworten musste.

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