Die Anfänge des Union Busting – Der Fall BMW-Berlin und seine heutige Bedeutung

Vorstellung des Buches „Macht und Recht im Betrieb“ mit Rainer Knirsch

Es war einer der bis dato heftigsten Fälle, missliebige Betriebsräte der IG Metall loszuwerden: 1984 bis 1987 führte der Automobilkonzern BMW in seinem Werk in Berlin-Spandau einen Kampf auf fast allen Ebenen gegen drei kämpferische Kollegen aus dem Betriebsrat, um diese als Beschäftigte los zu werden und als Menschen zu diskreditieren.

Die Bekämpfung von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern oder von kämpferischen Kolleginnen und Kollegen im Betrieb – wie es BMW damals erstmals aggressiv und offensiv einführte – gehört mittlerweile leider in vielen Unternehmen zum Alltag. „Union Busting“ ist der aus dem Englischen kommende Begriff, der alle Praktiken von Chef-Etagen gegen Betriebsräte, Gewerkschaften und Kolleginnen und Kollegen beschreibt. Gerade der Online-Gigant Amazon kann als jüngstes und sicherlich prominentestes Beispiel beim „Union Busting“ gelten.

Zusammen mit unserem Gast Rainer Knirsch, einem der damaligen drei Betriebräte im Motorenwerk, wollen wir uns die damalige Lage vergegenwärtigen und diskutieren, wie der damalige Kampf der Kollegen und der Solidaritätsbewegung heute prägt und was wir daraus lernen können.
Wir laden Euch herzlich zu unserem Offenen Treffen ein, um mit uns einiges über einen interessanten Arbeitskampf im Berlin der 80er Jahre zu erfahren und zusammen zu diskutieren und Aktivitäten zu planen.

Montag | 16.03.2015 | 19 Uhr | Cafe Commune | Reichenberger Straße 157 | Kreuzberg