Deutsch-italienische Freundschaften

In Rom nutzen Neonazis seit Jahren ein besetztes Haus zum Ausbau ihrer landesweiten Strukturen. Ein Sympathisant des Projekts „Casa Pound Italia“ hat im Dezember afrikanische Migranten ermordet.

Am 13. Dezember ermordete der 50-jährige Rechtsextremist Gianluca Casseri mit einem Revolver auf einem Markt in Florenz zwei sengalesische Straßenhändler. Einen dritten Mann verletzte er. Zwei Stunden später schoss er erneut auf zwei Farbige, die schwer verletzt wurden. Anschließend tötete sich der Attentäter in seinem Auto, nachdem die Polizei angerückt war.

Casseri galt als Sympathisant der Neonazi-Vereinigung „Casa Pound Italia“. Der Amoklauf von Casseri war der zweite rassistische Anschlag innerhalb von wenigen Tagen in Italien. Am 10. Dezember hatten braune Schlägertrupps und entfesselte Bürger in Turin ein Roma-Camp niedergebrannt. Sie wollten damit die vermeintliche Vergewaltigung eines 16-jährigen Turiner Mädchens rächen. Die war jedoch frei erfunden, wie sich später herausstellte.

weiter

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *