Der tiefe braune Sumpf

Es war das Festival, das bei den deutschen Neonazis seit 2003 das alljährliche Highlight war: „Rock für Deutschland“. Veranstalter war die NPD. Veranstaltungsort Gera.

Mehr als 5000 Rechtsextremisten kamen 2009 in die thüringische Stadt und hörten auf der Spielwiese im Park die Band „Sleipnir“ singen: „Jetzt sind wir da und schlagen ein wie eine Bombe. Die Jugend stolz. Die Fahnen hoch. Man hört uns schon marschieren. Der Sieg wird unser sein. Es wird schon bald passieren.“ Diese Veranstaltung fand keineswegs heimlich auf einem Hinterhof statt. Die Polizei war zugegen. Sah und hörte zu. Schritt nicht ein. Und es war keineswegs der ehemalige NPD-Chef Udo Voigt, der die 5000 zu Jubelstürmen hinriss, es war unter anderem die braune Gruppe „Sleipnir“, die das schaffte. Ein Beispiel aus dem braunen Sumpf Thüringens, aus dem Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos stammen, die, wie ihre vielen Gesinnungsgenossen, in Deutschland keine Demokratie, keine Ausländer und keine Juden wollen.

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