Demonstration bringt fast 400 Verfahren gegen Neonazi-Gegner, Rechtsextreme und Polizisten

NEURUPPIN – Die Räumung einer Sitzblockade von Neonazi-Gegnern am 24. September in Neuruppin durch die Polizei bleibt umstritten. Zusätzlicher Zündstoff bekommt die Sache durch die Zahl der Strafverfahren, die inzwischen laufen. Am 24. September hatte die Polizei nach eigenen Angaben die Personalien von 331 Menschen aufgenommen. Inzwischen gibt es laut Polizei 380 Verfahren.

Martin Osinski vom Aktionsbündnis „Neuruppin bleibt bunt“ konnte es kaum fassen, als er die Zahl gestern hörte: „Ich wusste gar nicht, dass so viele Leute da waren.“ Er kann das rigide Vorgehen der Polizei gegen die Gegendemonstranten nach wie vor nicht nachvollziehen. Umstritten ist weniger die Räumung der Sitzblockade selbst als vielmehr das Verhalten der Polizisten davor und danach. Für Verwunderung sorgt auch, dass kaum einer, dessen Personalien aufgenommen wurden, bisher über eventuelle Ermittlungen gegen ihn gehört hat. Das gilt zumindest für die Gegendemonstranten.

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