Demo gegen die Räumung des Schokoladens!

+++ Schokoladen Mitte soll am 22.02.2012 um 9 Uhr geräumt werden +++

-> Kommt zur Demo gegen die Räumung: 21.02., 17.30 Uhr, Klub der Republik (U-Bhf. Eberswalder Str.)

-> Stellt euch der Räumunbg in den Weg: 22.02., 08.00 Uhr, Ackerstrasse 169, U-Bhf. Rosenthaler Platz

Noch nicht einmal eine Woche nach der verlorenen Verhandlung vor dem Landgericht Berlin erhielt das Projekt ein Schreiben, dass am 22.02.2012 um 9 Uhr der Gerichtsvollzieher vorbeikommen wird, um die Gewerberäume des Projektes zu übernehmen bzw. räumen zu lassen. Damit sind die Schokoladenkneipe, der Club der polnischen Versager, das TiSCH Theater und etliche Atelierräume akut bedroht. Für die noch im Haus verbleibenden Bewohner ist die Lage derzeit noch nicht bedrohlich, da es nicht so einfach ist, diese zu kündigen. Aber was hilft das, wenn sie versuchen, dem Projekt das Herz rauszureißen ?

Obwohl es sich noch um ein schwebendes Verfahren handelt und es wegen einiger Räumlichkeiten Unklarheiten gibt, lässt es sich der Eigentümer Markus Friedrich nicht nehmen, sofort Tatsachen zu schaffen. Zitat TAZ vom 28.01.2012 „Wir reden nur noch über Wochen, nicht mehr über Monate“.

Vor einem Jahr durften wir erleben, wie die Eigentümer der Liebig 14 ihren Willen durchsetzen konnten. Mit 2500 Bullen setzten Sie diese „Interessen“ des Kapitals durch, um 25 Menschen mitten im Winter auf die Straße zu setzen. Die Kosten dieses Einsatzes zusammen mit dem entstandenen Sachschaden in den folgenden Tagen hätten locker gereicht, um den BewohnerInnen ein adäquates Ersatzobjekt zur Verfügung zu stellen, wenn es denn politischer Wille gewesen wäre.

Womit wir mal wieder bei der Politik dieser Stadt und den hilflosen Marionetten genannt PolitikerInnen angelangt sind. Lippenbekenntnisse und leere Zusagen, sich um den Erhalt des Schokoladens zu kümmern, haben die Menschen dort schon viele gehört. Doch hat die Politik schon vor etlichen Jahren ihre Karten aus der Hand gegeben, in dem sie alle städtischen Gelände/Gebäude an Investoren und Spekulanten verschachert hat. Nun steht sie hilflos da und hat überhaupt keine Möglichkeit mehr, regulierend in die Berliner Wohnungsbaupolitik einzugreifen. Eigentum geht in diesem Staat nun mal vor Allgemeinwohl. Da hilft auch kein Lamentieren darüber, wie wichtig es ist, so tolle kulturelle Projekte wie den Schokoladen zu erhalten.

Folglich liegt es mal wieder an uns selbst mit allen !!! uns möglichen Mitteln gegen diese erneute Bedrohung eines Freiraumes zu kämpfen. Einziger Trost: wir haben wenigstens uns und darauf können wir uns auch einzig verlassen !

Solidarität ist eine Waffe(l) — Die Hoffnung stirbt zuletzt !

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