Berliner NPD-Chef unter Druck

Seriöse Radikalität? Dumm gelaufen: Endlich geht die Polizei gegen die Seite NW Berlin vor. Die Spekulationen, wonach der Berliner NPD-Chef Schmidtke hinter der Seite steht, könnten nun bestätigt werden.

Die NPD gerät nach dem Beschluss der Innenminister, die Zusammenarbeit mit führenden Funktionären der Partei (“V-Männer”) einzustellen, zunehmend unter Druck. In Berlin hat die Polizei den mutmaßlichen Betreiber der Neonazi-Seite “Nationaler Widerstand Berlin” ausfindig gemacht. Auf der Seite wurden Nazigegner und Einrichtungen in einer Art «Feindesliste» aufgeführt. Wie die Nachrichtenagentur dpa am Freitag aus Ermittlerkreisen erfuhr, steht der Berliner NPD-Chef Sebastian Schmidtke unter dem Verdacht, Betreiber und verantwortlicher Administrator der Seite zu sein.

Am Freitag durchsuchten Beamte des Landeskriminalamtes (LKA) gegen 6.00 Uhr zeitgleich drei Wohnungen in Neukölln sowie Schmidtkes Militaria-Geschäft «Hexogen» in der Brückenstraße in Schöneweide, berichtete die Berliner Morgenpost. Dort vertreibt der 27-Jährige unter anderem Pfefferspray und Schlagstöcke. Die Ermittler stellten den Angaben zufolge Computer, Speichermedien und Propagandamaterial sicher. Zudem beschlagnahmten sie Musik-CDs mit volksverhetzendem Inhalt. «Es wird einige Zeit dauern, bis die Polizei alles ausgewertet hat», sagte ein Sprecher.

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