All Articles by RASH Berlin Brandenburg

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[B] Gerichtsprozess gegen die Brunnen 6/7

+++ 2015 in Berlin Mitte ++ High End Living, Hostels und Party-Meile ++ nahezu kaum noch Alteingesessene Mieter_innen ++ Existenzrecht linker Räume nur noch als Tourist_innen-Attraktion? ++ die Brunnenstraße 6/7 sowie unsere Nachbar_innen-Projekte geraten immer mehr unter den Druck der Verdrängung ++ Orte des sozialen Widerstands gehören verteidigt ++ Lasst uns den Gerichtssaal füllen und auf der Straße sichtbar sein. +++

“Weitere Mieterhöhungen sind ausgeschlossen”! – Nach jahrelanger Staffelmiete ist auch mal Schluss!

Mitten in den laufenden Gesprächen zum Thema Mieterhöhungen hatte die Hausverwaltung Klagen zur Durchsetzung der Erhöhungen angekündigt und versucht vor Gericht neue Fakten zu schaffen, um aus der Brunnenstraße 6/7 im teuren und hochgentrifizierten Brunnenkiez in Berlin-Mitte maximalen Profit zu schlagen.

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Antirassistische Massenzeitungen in den Kiezen

Im Rahmen der Proteste gegen die rassistische Mobilisierung in Hellersdorf (Oktober 2013) wurde ein Format ins Leben gerufen, um komprimiert auf acht Zeitungsseiten antirassistische Inhalte massenhaft in die betroffenen Kieze zu bringen. Die Zeitung “Hellersdorf aktuell” beschrieb die Situation vor Ort, benannte Akteure der rassistischen Bewegung und gab praktische Tipps, wie eine Solidaritätsarbeit für Flüchtlinge im Bezirk möglich wäre. Die Zeitung wurde in einer Auflage von mehreren tausend Stück in den Briefkästen verteilt.

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“Montagsdemo” bald nur noch auf dem Fußweg?

Am letzten Montag, den 23. Februar, feierten die besorgten Neonazis in Berlin-Marzahn ihr “14 zu 0″. Zum 14. Mal in folge liefen Rassist*innen durch den Kiez. Ein glasklarer Erfolg, wenn 50 Rassist*innen im Regen durch die dunkelsten Ecken von Marzahn marschierten. Startpunkt wie gewohnt war die Kreuzung Landsberger Alle / Blumberger Damm, an der die neue Unterkunft für Asylsuchende entstehen soll.
Seit Wochen brechen die Teilnehmer*innenzahlen der rechten Demos ein, auch die Stimmung wird zusehends mieser. Trotzdem will der harte Kern an der “neuen” Strategie festhalten und weiter demonstrieren. Möglich ist, dass ein kleiner Teil dieser Gruppe auch noch in Wochen mit Pappschilder um den Hals zu dritt an der Kreuzung stehen wird.

Der Einbruch der Teilnhemer*innenzahl ist ein Erfolg antifaschistischer Gegenmobilisierung. Zum einen ist es gelungen die neonazistischen Organisator*innen der Aufmärsche aus der Deckung zu holen, was gerade zum Beginn der Aufmärsche im November 2014 dringend notwendig war. Zum anderen war die ständige Präsenz von Antifaschist*innen durch Demonstrationen, Blockaden und Kundgebungen ein wichtiger Pfeiler, um die Teilnahme an den Nazi-Aufmärschen unattraktiv zu machen.

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Linker Laden M 99 soll ausziehen

Besitzer des »Gemischtladens für Revolutionsbedarf« in Kreuzberg scheitert in erster Instanz mit Klage gegen Rauswurf

In erster Instanz vor dem Amtsgericht Kreuzberg hat Hans-Georg Lindenau verloren. Der Ladeninhaber des »Gemischtladens für Revolutionsbedarf« M99 in der Kreuzberger Manteuffelstraße hatte sich gegen den Rauswurf seines Infoladens zur Wehr gesetzt. »HG«, wie ihn seine Freunde und Genossen nennen, muss demnach bis zum 31. Dezember dieses Jahres sowohl sein Geschäft als auch die Wohnung in der Manteuffelstraße 99 räumen. Seit 1984 ist er Inhaber des weit über Berlins Grenzen hinaus bekannten Ladens.

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8.3.2015: Frauenkampftags-Brunch im QuasiMono in Cottbus

Brunch und Lesebühne zum Frauenkampftag

Am Sonntag den 08. März veranstalten die Red & Anarchist Skinheads (RASH Südbrandenburg) einen Brunch anlässlich des Frauenkampftages. RASH ist eine Gruppe von jungen, antifaschistisch orientierten Skinheads. Mit dem Brunch wollen wir darauf aufmerksam machen, wie aktuell nach wie vor die Benachteiligung von Frauen und Mädchen in unserer Gesellschaft ist. Sexistische Werbung, sexistische Klischees und das Gerede von den starken und schwachen Geschlechtern bestimmen immer noch unseren Alltag und stecken uns somit fortlaufend in Kategorien. Mit Hilfe dieser Werkzeuge werden Menschen häufig unterdrückt und diskriminiert. Um auf diese Missstände in der heutigen scheinbar emanzipierten Welt hinzuweisen, ist es wichtig an den Ursprung des Frauenkampftages zu erinnern. Viel zu oft wird der 8. März als ein Tag angesehen, an dem der Mann seiner Geliebten lediglich einen Strauß Blumen schenkt und sich diese damit begnügt. Vielmehr sollten sich sowohl Frauen als auch Männer darauf besinnen, welche Mühen es gekostet hat, ein annähernd gleichberechtigtes Miteinander der Geschlechter zu erreichen. Daran sollte am 08. März aber auch an jedem anderen Tag angeknüpft werden und weiter dafür gekämpft werden. Um an Pionierinnen der weiblichen Emanzipation zu erinnern, wird es eine Lesebühne geben, auf der Texte von Aktivistinnen oder Schriftstellerinnen vorgelesen werden können. Hiermit rufen wir euch auf, eure Lieblingstexte dem Publikum vorzustellen! Und da es sich um einen Brunch handelt wird auch für das leibliche Wohl gesorgt sein. Serviert werden vegetarische und vegane Schlemmereien wie leckere Aufstriche, Salate und Suppen. Gerne können auch eigene Beiträge mitgebracht werden. Der Frauenkampftags-Brunch ist keine reine Frauensache. Solidarische Männer, die sich der Notwendigkeit der Gleichstellung der Frau bewusst sind, sind ebenfalls herzlich willkommen. Die Veranstaltung ist kostenlos und findet am 08. März von 10 bis 15 Uhr im quasiMONO, Eric-Weinert-Str.2 in Cottbus statt. Spenden kommen der Flüchtlingsinitiative Cottbus zu, damit Willkommenspakete für Flüchtlinge finanziert werden können.

http://rashsb.blogsport.de

2.3.2015 Fürstenwalde: Kein Platz für RassistInnen

Am 2. März rufen die BraMM zum Mon­tags­spa­zier­gang durch Fürs­ten­walde auf.
Die BraMM for­dern eine Asyl­po­li­tik, die es ermög­licht, die Schutz­be­dürf­tig­keit von Men­schen im Schnell­ver­fah­ren zu beur­tei­len und diese genauso schnell abzu­schie­ben, wenn es sein muss in den Tod.
Sie geben sich als „über­par­tei­lich“ aus, obwohl ihre Akti­vi­tät von der REP, einer nationalistisch-konservativen Par­tei, aus­geht und ihre Anhän­ger­schaft groß­teils aus alt­be­kann­ten Neo­na­zis besteht.
Sie bezeich­nen Auf­klä­rung in der Schule als „ideo­lo­gie­be­las­tet“ und „früh­se­xua­li­sie­rend“. Sie schü­ren unbe­grün­dete und irra­tio­nale Ängste vor dem Islam, in Deutsch­land leben­den Migran­ten, vor links­al­ter­na­ti­ver Bewe­gung, vor gene­rell allem, was nicht in ihr Welt­bild passt.
Sie sind eine Rat­ten­fän­ger­be­we­gung der neuen Rech­ten und dür­fen in unse­rer Stadt nicht wider­stands­los gedul­det werden.
Lasst die­sen Auf­marsch nicht unkom­men­tiert. Gegen­kund­ge­bun­gen wer­den statt­fin­den um
17:00 am Bahn­hof
17:30 am Stern
Kommt vor­bei und zeigt, dass Fürs­ten­walde mehr ist als das.
–Anti­fa­schis­ti­sche Aktion Fürstenwalde

Nicht jammern, Antifa aufbauen!

Es wird wieder diskutiert in der radikalen Linken – immerhin. An der Gretchenfrage nach der Aktualität und Sinnhaftigkeit des Konzepts Antifa als Organisationsform scheiden sich die Geister, als Reaktion lösen sich Gruppen auf, treten neue amorphe Gebilde zutage.

Es ist zu hören, die Krise habe die antifaschistische Bewegung getroffen, eine Krise ihrer eigenen Unzulänglichkeit, des Scheiterns an den eigenen Ansprüchen und der gesellschaftspolitischen Realität. Antifaschismus als Organisation sei nicht länger zeitgemäß für die radikale Linke. Andere verweisen dagegen auf die Notwendigkeit und Aktualität explizit antifaschistischen Engagements in Zeiten von AfD, PEGIDA und eines Europa heimsuchenden Rechtsrucks.

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BAK GEGEN BABELSBERG: NEONAZI-ORDNER UND POLIZEIEINSATZ

Der erste Spieltag nach der Winterpause bescherte der Regionalliga das “S-Bahn Derby”. So nannte es der Stadionsprecher des Berliner Poststadions vor der Partie zwischen dem Berliner AK und dem SV Babelsberg 03. Die 1954 Zuschauer sahen ein Spiel der unterhaltsameren Sorte. Es zeichnete sich schon zu Beginn ein kämpferisches Spiel ab und Torchancen gab es zur Genüge. Die Spielanteile in der ersten Hälfte waren ausgeglichen verteilt, dennoch schaffte es ausgerechnet der Ex-Babelsberger Karim Benyamina, in der 28. Minute zum 1:0 für den Berliner AK einzunetzen. Trotz mehrerer Chancen der Nulldreier blieb es bis zur Halbzeit dabei. In der zweiten Halbzeit hatte die Elf von SVB-Cheftrainer Cem Efe das Heft von Beginn an in der Hand. Die Babelsberger störten früh und konnten sich einige Male in Szene setzen. Zwei Pfosten- und ein Abseitstreffer resultierten, zum Unentschieden hat es aber nicht gereicht.
In den Reihen des im Poststadion eingesetzten Ordnungsdienstes am Gästeblock hatten Gästefans zudem den Neonazi und Lok-Leipzig-Hooligan Benjamin Brinsa ausgemacht. Obwohl sich die SVB-Fanbetreuung im Stadion bei der Sicherheitsfirma über den rechten Mitarbeiter beschwerte, konnte Brinsa seinen Dienst bis zum Spielabpfiff forsetzen.

Vorbei war das Geschehen rund ums Spiel dann aber noch nicht: Bei der Abreise der Babelsberg-Fans kam es zu drei Ingewahrsamnahmen durch die Polizei. Laut der Behörde hatte einer der SVB-Anhänger den Seitenspiegel eines Einsatzwagens beschädigt. Während die Polizeikräfte versuchten, den mutmaßlichen Täter zu stellen, kam es zu Rangeleien, bei denen die Beamten Pfefferspray einsetzten. Die anderen beiden Strafanzeigen wurden wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und Körperverletzung, die sich gegen einen Polizisten gerichtet haben soll, gefertigt. Im Zuge der Identitätsfestellungen kam es laut Augenzeugen zu Gewaltandrohungen und verbalen Einschüchterungsversuchen seitens der Beamten.

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Am 04. März nach Hohenschönhausen – Es gibt keen ruhigen Randbezirk!

Die NPD macht jetzt auf familienfreundlich. Am 04. März 2015 planen sie zum siebten Mal durch Hohenschönhausen zu marschieren. Hintergrund der Nazi-Mobilisierungen sind ein geplantes Container-Lager und eine errichtete Notunterkunft für Geflüchtete. In ihrer Ankündigung auf der NPD-nahen Facebook-Seite “Kein Asylanten-Containerdorf in Falkenberg” laden sie zu einem “Familienspaziergang gegen Überfremdung” ein.

Diese Einladung lassen wir uns nicht entgehen. Nachdem die sechste geplante Nazi-Demonstration am 11. Februar in Hohenschönhausen nur noch 20 Nasen auf die Straße gelockt hat und auch ihr Auftritt am vergangenen Samstag am S-Lichtenberg ein Griff ins Klo war, ist dies scheinbar der letzte kümmerliche Versuch ihren Menschenhass auf die Straße zu tragen.

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Konferenz „Die Kraft der Kritik. Wege des Marxismus-Feminismus“

Vor mehr als 40 Jahren meldeten sich in vielen Ländern der Welt Feministinnen unter Marxisten zu Wort. Sie kritisierten den im damaligen Marxismus gebräuchlichen Arbeitsbegriff und die Werttheorie, die Stellung zu Hausarbeit, zu Familie, zum Umgang miteinander und zur umgebenden Natur, zu Wirtschaft und Kriegen, Zukunftsvorstellungen und Befreiungsverlangen.
Sie lösten leidenschaftliche Debatten aus – ihre Kritiken blieben nicht gänzlich ungehört. Aber ihre Arbeit, die sie unternommen hatten auf internationalem Maßstab, ist noch lange nicht beendet. Für einige Jahrzehnte wurde es stiller um den feministischen Marxismus. Der von Krise zu Krise stolpernde Neoliberalismus hatte andere Fragen in den Brennpunkt gerückt.
Im kommenden Jahr, im März 2015 möchte die Konferenz die Fäden wieder aufnehmen. Viele der damaligen Stimmen, und viele, die sich inzwischen dazu gesellten, kommen zusammen, um das Unerledigte zu prüfen. Ziel ist es, Erfolge und Niederlagen diskutieren ebenso wie neue Entwürfe, um gemeinsam herauszufinden, was inzwischen erreicht wurde, wo weiter gearbeitet werden muss, welche neuen Fragen auf der Tagesordnung stehen und wie wir – Marxist*innen, Feminist*innen – unsere Energien zusammenführen können, um unserem Eingriffsverlangen ein weltweites Echo zu geben.Dass sich die sozialistischen Feministinnen international zusammenschließen bleibt so elementar wie vor fast einem halben Jahrhundert.

Konferenz vom 20.03. bis zum 22.03.2015 in Berlin ( Programm » Flyer » Anmeldung)

»»» Auch die Ausgabe 34 von kritisch-lesen.de beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Marxismus und Feminismus