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12.3.2015 Zielona Gora/Berlin: Neonazistische Strukturen in den Berliner „Rocker- und Hooliganszenen“.

Neonazistische Strukturen in den Berliner „Rocker- und Hooliganszenen“. Mit Referent/Innen von Apabitz, organisiert von der Initiative Kuhle Wampe – Sputnik Berlin.

Was mit neonazistischen Rockergruppen Gruppen wie „Wotans Volk“ und den „Vandalen“ bis in die 2000er Jahr noch eine Ausnahme war, scheint heute zur Normalität zu werden. Etwa ein halbes Dutzend Nazigruppen, die sich mit Kutten und Patches zieren, sind in Berlin aktiv. Starke Überschneidungen gibt es mit der Berliner Hooligan-Szene.

Der Vortrag beleuchtet die Strukturen und Verbindungen der sogenannten „Mischszenen“ aus Nazis, Hooligans (gerade auch HoGeSa Berlin), Rockern, Rotlicht und Kampfsportvereinen.

Beginn: 20.30 Uhr

(B) Olympia-Bewerbung: Die demokratische Fassade bröckelt

Als bekannt wurde, dass Berlin sich um Olympia 2024 oder 2028 bewerben möchte, spuckte der Berliner Senat große Töne: Alles würde absolut transparent, demokratisch und unter Einbeziehung der Bevölkerung ablaufen. Schon jetzt zeigt sich jedoch: Das Demokratie-Verständnis derjenigen, die Olympia um jeden Preis nach Berlin holen wollen, ist mangelhaft und defizitär. Von Transparenz kann keine Rede sein.

Die skandalös undemokratische Haltung der Pro-Olympia-Fraktion aus Senat und Wirtschaft

Statt Beteiligung und Dialog setzt der Berlin Senat auf Propaganda und die Diffamierung der Olympia-Gegner*innen. Bürgermeister Müller sagte zur gerade stattgefundenen repräsentativen Umfrage zu Olympia: „Ob man die Entscheidung zu Olympia von einer Umfrage abhängig machen sollte, da bin ich mir unsicher. Es gibt immer ein paar Nörgler.“

Wirtschaftsenatorin Yzer sagte vor Wirtschaftsvertretern in Bezug auf die Frage, ob denn eine grundsätzliche öffentliche Diskussion zu Olympia sinnvoll und notwendig sei: „Handeln ist jetzt wichtiger, als das Für und Wider abzuwägen.“

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6.3.2015 Berlin: Kiez-Demo: Wir bleiben alle!

Berlin 2015: Ein Paradies für Immobilienkonzerne. Die Mieten steigen scheinbar ohne Ende und ohne wirkungsvolle Begrenzungen. Wärmedämmsanierungen setzen die spärlichen Rechte und Einspruchmöglichkeiten, die die Mieter_innen dieser Stadt überhaupt noch haben, unter dem Deckmantel angeblicher pseudo-ökologischer Energieeinsparungen außer Kraft. Wer versucht, eine neue Wohnung zu finden, kommt schnell der Verzweiflung nahe. Mehr und mehr Menschen müssen einen Großteil ihres häufig dürftigen Einkommens in die Miete investieren.

Auf der einen Seite rollt der ganz dicke Euro, auf der anderen Seite sehen sich zunehmend mehr Menschen mit existenziellen Problemen konfrontiert und sind von Zwangsumzügen und von Verdrängung bedroht. Die soziale Infrastruktur ganzer Kieze ist nachhaltig gefährdet.
So auch in unserer Nachbarschaft zwischen Landwehrkanal und Hermannplatz. Doch auch hier gibt es aktuell mehrere kämpferische Orte und zusammenhaltende Hausgemeinschaften, die sich zum Glück nicht einfach alles gefallen lassen. Ihre Fälle sind beispielhaft für die große Fehlentwicklung einer einst spannenden Stadt und ihre Kämpfe ähneln denen vieler anderer Menschen in Berlin.

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Burak Bektaş

Ein halbes Jahr nach dem Auffliegen des NSU wurde Burak Bektaş am 5. April 2012 in Berlin-Neukölln von einem unbekannten Täter erschossen. Zwei weitere Jugendliche wurden durch weitere Schüsse lebensgefährlich verletzt. Der – nach Zeugenaussagen – weiße Täter konnte mit Waffen umgehen und führte den Mordanschlag wortlos und kaltblütig aus. Den Ermittlungsbehörden fehlt bis heute jedes Motiv, wir dagegen sehen deutliche Parallelen zu den Morden des NSU.

Auch der Mordanschlag auf die Jugendlichen in Neukölln könnte dem Vorgehen nach den Beschreibungen von Anschlägen aus neonazistischen Terrorkonzepten wie den “Turner Tagebüchern”, „Eine Bewegung in Waffen“ oder dem „White Resistance Manual“ aus dem “Blood and Honour”-Netzwerk entsprechen. Darin wird ein bewaffneter “Rassenkrieg” propagiert, für den neben dem Konzept neonazistischer Kleinstzellen auch die Option des Einzelkämpfers genannt wird. Hierbei handelt es sich um ein einziges, hoch motiviertes Individuum, das alleine Aktionen durchführen kann. Diese „Ein-Personen-Zelle“ sei undurchdringlich für die Strafverfolgung. Es gelte die “Propaganda der Tat”, die ausgeführten Mordanschläge sollen ohne Bekennerschreiben für sich selbst sprechen. Dass die Erschießung Burak Bektas in der Neonazi-Szene begrüßt und als möglicher rassistischer Mordanschlag gelesen und verstanden wird, belegt etwa die im Internet veröffentlichte Sympathiebekundung einer jungen Frau, die sich auf ihrem Facebook-Profil zum “Nationalen Sozialismus” bekennt, mit den Protagonisten der Neuköllner Neonazi-Szene gut bekannt und befreundet ist und zum Mordzeitpunkt direkt neben dem Tatort gewohnt hatte. Darüberhinaus verdeutlichen über 220 polizeilich registrierte Straftaten mit positiver NSU-Bezugnahme, dass Nachahmungstaten in der Neonazi-Szene propagiert werden und als mögliches Motiv in Betracht kommen.
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6.3.2015: Neustrelitz vs. Nulldrei

Nachdem die bisherigen Spiele nach der Winterpause punktemäßig ein Schuss in den Ofen waren, wird es nun Zeit die Kuh vom Eis zu holen und die ersten drei Punkte der Rückrunde einzufahren.

Damit das gelingt muss unser Team lautstark von uns unterstützt werden.
Neben dem Bus vom Lutherplatz gibt es natürlich auch die Möglichkeit mit dem Zug zufahren. Unser Treffpunkt ist der Berliner HBF um 16:10 am entsprechenden Gleis. (Bisher Gleis 6)
Alle nach Neustrelitz egal wie! Mit Bus, mit Bahn, Pkw oder mit dem Fahrrad.

++AVANTI BABELSBERG!++

https://www.facebook.com/03nullerinnen
http://03nullerinnen.noblogs.org

Ein Mahnmal für Thomas Schulz

Der folgende Artikel wurde in der aktuellen März-Ausgabe vom 27. Februar 2015 der Zeitung BoDo veröffentlicht. Er stammt von der Geschichtswerkstatt Dortmund e.V..(www.geschichtswerkstatt-dortmund.de)

Die BoDo wird von dem gleichnamigen gemeinnützigen Verein in freier Trägerschaft herausgegeben, dessen Ziel die Unterstützung und soziale Reintegration von Menschen in schwierigen Lebenslagen ist. Im Mittelpunkt des Engagements steht das vom Verein herausgegebene Straßenmagazin als Beschäftigungsprojekt für Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen oder bedroht sind. (www.bodoev.de)

Am 28. März, dem Ostermontag 2005, wurde der 31-jährige Thomas Carsten Schulz von dem Nazi-Skinhead Sven Kahlin an der U-Bahn-Haltestelle Kampstraße in Dortmund erstochen. Während der zehnte Jahrestag der Tat naht, wartet Dortmund immer noch auf den 2007 beschlossenen Gedenkstein.

Thomas Schulz, auch „Schmuddel“ genannt, war an diesem Abend mit einigen seiner FreundInnen aus der Punk-Szene auf dem Weg zu einem Konzert. Während die Gruppe die Rolltreppe an der U-Bahn-Haltestelle hinauf fuhr, kamen ihnen auf der gegenläufigen Rolltreppe der 17-jährige Sven Kahlin mit einer Freundin entgegen. Zwischen Kahlin, der unschwer an seinem Outfit als Rechtsradikaler erkennbar war, und den Punks entspann sich ein Wortgefecht. Thomas war der einzige aus der Gruppe, der Kahlin nachging und diesen wegen seiner Äußerungen zur Rede stellen wollte. Was Thomas nicht wusste, war der Umstand, dass Kahlin längst ein Messer gezogen hatte und es vor ihm verbarg. Während der verbalen Auseinandersetzung stach Kahlin unvermittelt mit großer Wucht zu und floh mit seiner Freundin. Trotz der Hilfe von PassantInnen und Maßnahmen eines Notarztes auf dem Bahnsteig konnte Thomas nicht gerettet werden. Er starb am selben Abend.

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[B] Nazis scheitern erneut in Hohenschönhausen

Nur noch 15 Neonazis und Rassist*innen sind gestern um 19:00 Uhr zu der geplanten NPD-Demonstration gegen Geflüchtete in Hohenschönhausen gekommen. Sie standen mit dem Lichtenberger NPDler Jens Irgang im Schneeregen an ihren Stammplatz vor dem „Roten Netto“. Dort entschieden sie sich, nur eine 5-minütige Kundgebung zu machen und dann schnell wieder das Weite zu suchen. Der Versuch, den Rassist*innen-Marsch nach Pegida-Vorbild als „Familienspaziergang gegen Überfremdung“ neu zu labeln, ist grandios gescheitert.

An den ab 18:00 Uhr stattfindenden antirassistischen Gegenkundgebungen nahmen insgesamt 50 Menschen teil. Mit Sprechchören und Redebeiträgen wurde deutlich gemacht, dass rassistische Hetze in Hohenschönhausen und anderswo nicht hingenommen wird.

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28.03.2015 Dortmund: Antifa-Demo

Für den 28.03. rufen mehrere Gruppen zu einer Demonstration in Erinnerung an den vor 10 Jahren ermordeten Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz auf. Die Demonstration richtete sich darüber hinaus gegen die lokale Naziszene sowie ein erstärken des Rassimus aus der „Mitte“ der Gesellschaft. Es wird für 14:00 Uhr in den Stadtteil Dortmund-Dorstfeld mobilsiert, ein Stadtteil in dem die lokalen Neonazis ihre vermeintliche „Wohlfühlzone“ Propagandieren. Die extrem Rechte Partei „Die Rechte“ mobilisiert derweil zu einer eigenen Demonstration „gegen Überfremundung“ und zu einem RechtsRock-Konzert in Dortmund-Dorstfeld, aktuell hat es den anschein das die Polizei zumindest letzteres versucht zu Verbieten.
Im folgenden der Auruf.

Aufruf:

Keine Ruhe für Neonazis! Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 28.03.2015 in Dortmund

Am 28. März 2015 jährt sich der Mord an Thomas »Schmuddel« Schulz zum zehnten Mal. Der Punk wurde am Ostersonntag 2005 durch den Neonazi Sven Kahlin in der U-Bahn-Haltestelle Kampstraße erstochen, nachdem Thomas ihn aufgrund seiner rechten Bekleidung zur Rede gestellt hatte. Er verstarb wenige Zeit später. Wir werden daher an diesem Tag in Dortmund gegen rechte Gewalt demonstrieren. In diesem Zusammenhang wollen wir auf die Aktualität und die Dimensionen rechter Gewalt hinweisen und die tiefe Verankerung rechter Ideologien in der Gesellschaft thematisieren. Die Demonstration wird dieses Jahr zum zehnten – und auch zum letzten Mal – stattfinden. Seit der ersten Großdemonstration kurz nach dem Tod von Thomas Schulz, ist die »Schmuddel-Demo« ein wichtiger Termin in Dortmund geworden. Unter verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten versammelten sich jedes Jahr hunderte AntifaschistInnen, um an die Opfer rechter Gewalt zu erinnern. Oft sind wir dabei nach Dorstfeld gezogen, um die Ruhe der Neonazis zumindest temporär zu stören. Auch dieses Jahr werden wir wieder gegen die Dortmunder Neonazis demonstrieren, die mittlerweile im Gewand der Partei »Die Rechte« auftreten. Wir wollen zeigen, dass Thomas Schulz und alle anderen, die Neonazis und RassistInnen zum Opfer gefallen sind, nicht vergessen sind.

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Bad Belzig: NPD Stadtrat wechselt zum „Dritten Weg“

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat der Bad Bel­zi­ger Neo­nazi Pas­cal Stolle sei­nen Sitz in der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung sei­ner mit­tel­mär­ki­schen Hei­mat­stadt auf­ge­ge­ben und war bereits im Januar 2015 zur neo­na­zis­ti­schen Klein­par­tei „Der dritte Weg“ gewech­selt. Dies hatte er zumin­dest in einem öffent­li­chen State­ment am 24. Februar 2015 im Soci­al­me­dia ange­kün­digt. Sei­nen Platz im Stadt­par­la­ment von Bad Bel­zig solle dem­nach künf­tig der Kreis­tags­ab­ge­ord­nete André Schär (NPD) inne haben.

Von den „freien Kräf­ten“, über die NPD zum „Drit­ten Weg“

Der 1977 gebo­rene Stolle war erst im Zuge der Bran­den­bur­ger Kom­mu­nal­wah­len im ver­gan­ge­nen Jahr mit 385 Stim­men (2,7 %) in die Bad Bel­zi­ger Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung gewählt wor­den. Er trat damals auf der Liste der NPD an, bekräf­tigte in sei­nem Socialmedia-Statement vom 24. Februar 2015 aber nie­mals Mit­glied die­ser Par­tei gewe­sen zu sein.

Eine Aus­sage die durch­aus plau­si­bel erscheint, da er seit Mitte der 2000er als Kopf der „freien Kräfte“ in Bad Bel­zig gilt, die wie­derum über Jahre ein gutes Ver­hält­nis zu par­tei­fer­nen bzw. von der NPD ent­täusch­ten Neo­na­zis aus dem Nord­wes­ten Bran­den­burgs pflegten.
Vor sei­ner poli­ti­schen Kar­riere im ver­gan­ge­nen Jahr­zehnt war Stolle übri­gens für meh­rere Jahre in einer Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt inhaf­tiert, weil er 1997 mit wei­te­ren Gesin­nungs­ge­nos­sen Mit­glie­der einer Punk Band in Pritz­walk (Land­kreis Prignitz) über­fal­len und bru­tal miss­han­delt hatte.

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200 Rassist*innen marschierten erneut durch Oranienburg

INFORIOT Bereits zum vier­ten Mal mar­schier­ten Neo­na­zis, Rassist*innen und Heimgegner*innen in der Kreis­stadt Ora­ni­en­burg (Ober­ha­vel) auf. Erneut betei­ligte sich die ört­li­che NPD stark an der Orga­ni­sa­tion. Unter einem grö­ße­ren Auf­ge­bot der Poli­zei mar­schier­ten die rund 200 Teilnehmer*innen durch strö­men­den Regen und men­schen­leere Stra­ßen, ohne grö­ße­ren Gegenprotest.

Vor­ver­le­gung der Demons­tra­tion als Reak­tion auf den Gegen­pro­test

Die Organisator*innen des Auf­mar­sches hat­ten kurz­fris­tig ihren „Abend­spa­zier­gang“ um einen Tag vor­ver­legt. Die Vor­ver­le­gung hängt mit dem gro­ßen Bür­ger­fest zusam­men, wel­ches am mor­gi­gen Mitt­woch am Schloss­platz Ora­ni­en­burg statt­fin­den soll. Zum dem Bür­gerst ruft das Bünd­nis „Ober­ha­vel Nazi­frei“ auf, dem ein Viel­zahl von Initia­ti­ven, Par­teien und Orga­ni­sa­tio­nen ange­hö­ren. Neben Infor­ma­ti­ons­stän­den und Rede­bei­trä­gen tre­ten sie­ben lokale Bands auf. Ursprüng­lich war das Bür­ger­fest als Gegen­ver­an­stal­tung zum Auf­marsch gedacht, wel­cher für den 4. März datiert war. Auf eine Gegen­ver­an­stal­tung an dem heu­ti­gen Diens­tag hatte das Bünd­nis „Ober­ha­vel Nazi­frei“ zuguns­ten des Bür­ger­fests ver­zich­tet. Ver­ein­zelt wurde der Auf­marsch durch Ein­zel­per­so­nen kri­tisch beglei­tet.

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