Auswertung zum bundesweiten RASH Treffen in Berlin

Vom 02.09 – 04.09.2011 fand in Berlin ein erfolgreiches, bundesweites Treffen der Red & Anarchist Skinheads statt.

Wir freuen uns so positive Resonanzen ziehen zu können, auch wenn nicht alle beständigen Gruppen bzw. EinzelaktivistInnen vor Ort waren. Besonders positiv überrascht waren wir vor allem über die hohe Anzahl der GenossInnen aus Brandenburg! Aber natürlich danken wir auch allen anderen Gruppen und Einzelpersonen für Ihr Erscheinen.

Wie aus der Vorankündigung bekannt, trafen wir uns zuerst in der St.Pauli Fankneipe „Astra Stube“, um die Stimmung aufzulockern und das ein oder andere Bier zu trinken. Alte Bekanntschaften haben sich wieder getroffen und es konnten freundschaftliche sowie konstruktive Gespräche geführt werden. Dabei kam die nötige Dosis Spaß natürlich nicht zu knapp. Die Zeit verging mal wieder viel zu schnell, sodass natürlich wieder die Hälfte nicht besprochen werden konnte oder im Halbsuff die andere Hälfte vergessen wurde. Dafür war für den darauffolgenden Samstag jedoch genug Zeit.

In einer gut angeheiterten Stimmung ging es jedoch am Freitag Abend zunächst zum Teil lautstark Richtung „Linie1“ zur ReggaeXplosion, wo die antirassistischen und eher den traditionellen Skinhead-Spektrum angehörigen Freund_innen von uns zu ihren monatlichen Nighter feierten. Von der so genannten Grauzone sind wir dort wie immer verschont geblieben, so dass bedenkenlos bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert werden konnte.

Am nächsten Morgen ging es, wenn auch viel zu zeitig, weiter zu unserem Brunch ins Bandito Rosso, wo noch kleine Vorbereitungen für das Frühstück und für den sehr aufschlussreichen Vortrag von Bernd Langer über die Münchner Räterepublick (mit Blickwinkel auch auf Berlin und den Pott) zu treffen waren. Danke an Bernd auch an dieser Stelle! Doch das Wichtigste stand uns ja noch bevor, was überhaupt der Anlass für dieses Treffen war. Und zwar die Diskussionsrunde für alle organisierten RASH AktivistInnen. Im Vordergrund standen Themen wie Vernetzung, bundesweite Situation, Aktionsbereiche und natürlich die Grauzone und der Umgang mit Ihr. Schön das wir uns alle sehr einig waren wie wir dazu stehn und wie wir in nächster Zeit weiter damit umgehen. Besonders bermerkenswert ist es, dass Zusammenschlüsse wie RASH bundesweit immer häufiger auftauchen und die linke Skinheadszene wieder enorm an Einfluss gewinnt. Mittlerweile existieren RASH Sektionen in Leipzig, Stuttgart, Landau sowie in Brandenburg RASH Berlin/Brandenburg, RASH Nord-Brandenburg und RASH Süd-Brandenburg. Aber auch in Hamburg, Köln, Düsseldorf, Braunschweig, München und Bremen bewegt sich zunehmend mehr. Natürlich hat Fußball immernoch einen hohen Stellenwert in der Skinheadwelt, sodass es kein Zufall ist, dass vermehrt Ultras an RASH Sektionen beteiligt sind. Aber auch andere Subkulturen gewinnen zunehmend das Interesse an linken Zusammenschlüssen und wollen ihren Teil zur (Sub)Kulturarbeit leisten.

Ab 20.00 Uhr ging es weiter mit unserem Konzert im Cortina Bob. Coole Stimmung und Konzertlaune war angesagt. Wasted Youth gaben als erste Band des Abends den Einklang für ein Konzert mit Spaß und Attitude! Feinster HC/Punk wurde von der Bühne gebrettert und besonders ihre Band Crew war vor der Bühne dafür verantwortlich, dass das Haus ordentlich gerockt wurde. Als nächste Band betraten Enraged Minority die Bühne und es ging ebenfalls heiß her. Vor jedem Song gab es eine entsprechende Ansage, was ihren politischen Anspruch hervorragend unterstrich. Das Highlight jedoch war die Coverversion von einer der einflussreichsten Bands, Brigada Flores Magon, und so wie es kommen musste, bretterten sie sehr gelungen den Kultsong RASH von der Bühne. Die Konzertmeute wusste das lautstark zu unterstützen. Es hagelte nahezu von Gegröle und es wurden bewusst Skinhead only red Chöre angestimmt. So muss das sein! Als Headliner und zum krönenden Abschluss kam die französische Oi!Core Band Streets of Rage auf die Bühne. Bisher noch eher unbekannt im deutschsprachigem Raum, was sich jedoch nach dem Konzert definitiv verändern wird. Hier auch nochmal ein dank an die 3 Bands! Und um die Erinnerungen am Leben zu erhalten fanden sich so ziemlich alle Leute vor dem Cortina Bob ein um noch einige Poserfotos zu machen. Selbstverständlich mit Banner und Pyro. So richtig posermäßig…hahaha

Und zum Ausklang des Abends dann der monatliche Nighter von RASH Berlin/Brandenburg ,wo nach dem ganzen Stress, aber auch dem Spaß und der Zuversicht, auf eine weitere positive Entwicklung bundesweit, getanzt wurde.

 

Alles in Allem war das Wochenende aus unserer Sicht gelungen und wir hoffen, dass das nächste bundesweite RASH Treffen in einer anderen Stadt von einer anderen Crew organisiert wird.

 

(Sub)Kultur und Widerstand!

 

Für die soziale Revolution!

 

RASH UNITED

 

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Bilder gibts hier

 

 

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