Antifaschisten aus Nizhniy Novgorod brauchen Solidarität!

Der Aufruf zu den Tagen der einheitlichen Aktionen 16 – 18 März

Wir, Antifaschisten und Anarchisten in Nizhniy Novgorod, appellieren an alle Ungleichgültigen!In Nizhniy Novgorod (Russland) hat die politische Polizei unseren Kameraden die Strafsache gemacht, fabriziert. Der Antifaschismus ist straffällig in unserer Stadt. Wir brauchen eure Hilfe und Solidarität!

Weswegen werden unsere Freunde und Kameraden angeklagt?

5 Jungen, unsere Freunde, wurden wegen der Gründung einer „extremistischen Gemeinschaft“ unter dem exotischen Namen „Antifa-RASH“ angeklagt; diese merkwürdige Abbreviatur soll nach Meinung der ungebildeten Polizisten auf folgende Weise entziffert werden – „Red anarhy skinheads“ oder in der Übersetzung aus dem englishen Slang der Polizisten aus Nizhniy Novgorod – „Die rote Anarchie der Skinheads“ (eine Mischung aus allen Ängsten der Philister vor den Extremisten).Artyom Bistrow, Albert Gainutdinow, Pawel Kriwonosow, Dmitriy Kolesow und Oleg Gambaruk sollen diese „Ogranisation“ dazu gegründet haben, um Menschen der ultrarechten Ansichten zu verprügeln, um auch Hass gegen solche Menschen und gegen die reichen Menschen zu entwickeln und verbreiten.

Warum behaupten wir, dass die Sache verfälscht ist?

Sogenannte Ausweise, die die Teilnahme der Angeklagten an der extremistischen Organisation beweisen müssen,wurden unseren Kameraden während der Haussuchungen heimlich zugeschoben (wo es eine Menge Verfahrensverstößen gab, und mehrere der Angeklagten während der Haussuchungen nicht zu Hause waren).So während der Durchsuchung der Wohnung eines der Angeklagten, der nicht zu Hause war, sollten die hinzugezogene Zeugen vor seiner geschlossenen Haustür 40 Minuten abwarten, bis die Polizisten, welche die Wohnung durch das Fenster betreten hatten, in der leeren Wohnung gewirtschaftet haben.

In diesen Ausweisen gab es grobe orthographische Fehler (es wäre sonderbar, hätten die linken Aktivisten selbst das Wort „Anarchie“ mit Fehlern geschrieben).

In der Satzung dieser „Organisation“, welche auch während der Haussuchung zugeschoben wurde, war eine Hierarchie, bedingungslose Unterordnung dem Leiter, sogar Bestrafung für die ungehorsamen Teilnehmer vorgesehen. Gewiß sind diese Regeln mit keinerlei linken Ansichten und Werten der Freiheit und Gleichheit, an welche unsere Kameraden glauben, vereinbar.

Es gibt viele Verfälschungen und Widersprüche in den zwei Episoden der Sache, welche mit Gewalttaten gegen Neonazisten verbunden sind.

Pawel Kriwonosow und Artyom Bistrow haben ein lückenloses Alibi für die Zeit, als sie die Ultrarechten verprügeln müssten, und außerdem mehrere der Opfer erkennen sie als ihre Angreifer nicht.

Was den verprügelten Neonazisten Dmitriy Redkin angeht, der von den Antifaschisten Gambaruk und Kolesow verprügelt war (die Tatsache haben beide eingestanden), so war es eine gewöhnliche Prügelei vor der Kneipe, welche keine eingeplane politische Aktion war.

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