Kategorie-Archiv: Anti-Themen

Mecklenburg – Vorpommern: Über den Kampf gegen die NPD

Anti-NPD in Meckpomm

Wir befinden uns im 12. Jahrhundert. Der slawische Fürst Pribislaw hat sich den germanischen Horden ergeben und ist zum Christentum übergetreten. Nun sucht er nach einem geeigneten Standort für das erste Kloster in Mecklenburg.
2011: Antifaschisten aus MV haben sich den selbsternannten germanischen Horden natürlich nicht ergeben. Im Gegenteil – im ganzen ehemals slawischen Lebensraum werden Plakate der NPD gerissen, Flyer der antifaschistische Kampagne „Wake up – Stand up“ verteilt und versprengte Anhänger des Bauernpöbelführer Udo Pastörs (Vgl. Neueste Nationale Nachrichten SPEZIAL: Udo Pastörs) allein durch martialisches Kampfgeschrei vertrieben.
Dort, wo vor 800 Jahren der germanische Fremdkörper seinen Stachel setzte, rückte nun das antifaschistische Befreiungsheer ein…

Weiter

Spendenaufruf – Unterstützung für die Familie von Kamal K.

Am 19.07.2011 wäre Kamal K. 20 Jahre alt geworden. Diesen Tag konnte er nicht mehr erleben, denn im Oktober 2010 wurde er von zwei überzeugten Neonazis angegriffen und erlag kurze Zeit später seinen Stichverletzungen.

Kamal musste sterben, „weil er sich am falschen Ort zur falschen Zeit mit der falschen Haut- und Haarfarbe und einem ausländischen Akzent befand.“ Diese Worte richtete die Mutter während des Prozesses in einem Brief an das Gericht und lässt diesen öffentlich verlesen.

In der Urteilsverkündung vom 08.07.2011 wurde vor dem Landgericht Leipzig einer der beiden Täter wegen Mordes, der andere wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Das Gericht erkannte den rassistischen Hintergrund als Motiv für den Mord an.

Der Verlust des Sohnes, Bruders und Freundes hat eine ganze Familie zerstört und im Kreis aller Angehörigen und Freunde einen tiefen Einschnitt hinterlassen.

Durch die Tat und ihre Folgen sind für die Familie immense Kosten entstanden. Dazu gehören vor allem der Grabstein und die durch Vor- und Nachbereitung des Gerichtsprozesses entstandenen Dolmetscherleistungen. Diese belaufen sich derzeit auf 7.500 Euro. Davon konnte die Familie bereits 2.000 Euro vom beim Bundesamt für Justiz erhalten. Die Restsumme in Höhe von 5.500 Euro steht jedoch noch aus. Zudem möchte die Familie aus Gründen der Sicherheit aus ihrer Wohnung ausziehen. Auch hier werden weitere Kosten entstehen.

Die Opferberatung des RAA Sachsen e. V. bittet Sie um Hilfe und Unterstützung. Im Namen der Familie von Kamal K. freuen wir uns über Ihre Spende und bedanken uns bei Ihnen.

Spendenkonto:
RAA Sachsen e.V.
Konto: 064 399 860 0
BLZ: 850 802 00, Commerzbank AG, Filiale Hoyerswerda

Gern stellen wir eine Spendenquittung aus. Geben Sie uns dazu bitte Ihre Adresse an.
Verwendungszweck: Spende Kamal K.

Solidarität mit Det

Kurzbericht über die Verhaftung eines Berliner Genossen und Aufruf zur Soli-Knast Demo am Freitag, den 24. Juni 2011, 17 Uhr in Berlin/U-Bahnhof Turmstr.

Am Freitag, den 10. Juni, in Berlin-Tiergarten früh in der Nacht, gerieten zwei Männer bei einer Hubschrauberverfolgung in eine Kontrolle durch Zivilbeamte mit Fahrrädern. Die beiden wurden zunächst kontrolliert und dann wegen des Verdachts, Autos angezündet zu haben, in Gewahrsam genommen. Wenig später erließ ein Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen Det. Der andere der beiden wurde wegen mangelnden Tatverdachts sofort wieder entlassen. Dets Haftbefehl wurde unter der Auflage, sich zweimal wöchentlich bei der Polizei zu melden, nur ausgesetzt.

Dets Haftbefehl wurde aufrecht erhalten, weil er zwar nicht mit den brennenden Autos im Tiergarten in Verbindung gebracht werden konnte, allerdings wurden bei einer Hausdurchsuchung angebliche Beweise gefunden, die sich auf eine Brandstiftung am 16. Mai in der Karl-Marx-Allee beziehen. Dabei wurde er angeblich auch von einer Zeugin beobachtet.

Kurz nach Dets Entlassung legte die Staatsanwaltschaft Widerspruch gegen die Freilassung unter Auflagen ein und ein weiterer Haftrichter nahm diese darauf hin zurück. So musste Det wenige Tage später erneut in die Untersuchungshaft.

Die Repressionsbehörden stehen unter Druck. Berlin verzeichnet in diesem Frühjahr eine neue Welle von Autobrandstiftungen. Es trifft in erster Linie Konzern-PKWs und Luxuskarossen. Selbst bei den sog. Kollateralschäden, benachbart parkenden Autos, auf die das Feuer übergreift, scheint es sich in der Regel um hochpreisige Modelle zu handeln. Michael Purper, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, bestätigt dies indirekt, indem er den Abzug von Kräften von der ÖPNV-Streife hin zur Feuerstreife kritisiert: “Das ist eine Verhöhnung der Opfer von Gewalt, die unter diesen brutalen Gewalttaten zu leiden haben. Menschen zu retten und ihre Gesundheit zu schützen muss Vorrang haben vor dem Schutz von Sachwerten, die auch noch versichert sind.” (Berliner Zeitung v. 11. Juni)

Offensichtlich sieht die Justiz in Dets Fall die Gelegenheit, ein repressives Exempel zu statuieren. Und sei es auch nur durch exzessive U-Haft.

Wir wissen, wie gut eine schöne Knastsoli-Demo tut.

Dazu laden wir ein am kommenden Freitag, den 24. Juni, um 17 Uhr, U-Bahnhof Turmstraße.

Am Samstag, den 25. Juni wird es ab 20 Uhr in der Schreina (Schreinerstr. 47, Berlin-Friedrichshain) einen Soliabend geben.

Wir wissen auch, wie gut viele nette Postkarten tun. Die könnt Ihr schicken an:

Detlef Maag
Alt-Moabit 12a
10559 Berlin
Buchnummer: 1593/11

Längere Briefe sind so eine Sache: Manchmal kommen Sie genau richtig. Manchmal tun sie zwar gut, ist antworten aber zuviel. Daher seid nicht enttäuscht, wenn ihr nicht auf jeden ausführlichen Brief eine ausführliche Antwort bekommt.

Und zuletzt noch den Hinweis auf das EA-Konto, Betreff “Det”:

Netzwerk Selbsthilfe e.V.
Verwendungszweck: Betreff “Det”
Kto. 7403887018
BLZ: 100 900 00
Berliner Volksbank
BIC: BEVODEBB
IBAN: DE12 10090000 7403 8870 18

Quelle: Anarchist Black Cross Berlin [ABC]

Proteste gegen NPD-Kundg. am 20.8. verboten

Anlässlich einer NPD-Kundgebung am 20. August vor dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal will die Stadt offenbar keine Proteste in Sicht- und Hörweite der Naziversammlung zulassen. Das geht aus den behördlichen Kooperationsgesprächen hervor, die mittlerweile mit den AnmelderInnen von Gegenveranstaltungen geführt wurden. Demnach akzeptiert die Stadt keine Proteste rund um das Völkerschlachtdenkmal. Dieses bleibt der NPD vorbehalten, obwohl die rechte Kundgebung, bei der auch volksverhetzender Rechtsrock gespielt werden soll, nur den Vorplatz in Anspruch nehmen wird. Ein Bündnis linker und antifaschistischer Gruppen hatte ursprünglich eine Protest-Demo angemeldet, die am Völkerschlachtdenkmal vorbeiführen sollte.

Weiter

[Jena] Nach Razzia: 500 bei Sponti

Wie auf Indymedia bereits berichtet, führte heute am Mittwoch dem 10. August 2011 in den frühen Morgenstunden die sächsische Polizei eine Razzia in Thüringen durch. Mit dem Vorwurf des „Aufwieglerischen Landfriedensbruchs“ bei den Protesten in Dresden am 19.02.2011 wurde die Dienstwohnung des Jenaer Stadtjugendpfarrers Lothar König durchsucht und ein Lautsprecherwagen als Tatmittel beschlagnahmt. Aus ermittlungstaktischen Gründen, so das offizielle Statement, wurde weder das Thüringer Innenministerium noch die Polizei vor der Aktion informiert, erst als man die Türschwelle übertrat erfolgte anstandshalber noch ein Anruf bei den hiesigen Behörden. In Jena stieß die Durchsuchung auf breiten Protest. Am späten Nachmittag demonstrierten über 500 Menschen gegen die Kriminalisierung von antifaschistischem Engagment in Jena und anderen Städten.

Weiter

Rostock: NPD-Landesvize niedergeschlagen

Er gilt als einer umtriebigsten Nazikader in Mecklenburg – Vorpommern, David Petereit, Jahrgang 1981, wohnhaft in Rostock. Gewissermaßen stellt er den Idealtypus des NPD-Aktivisten im Nordosten der Bundesrepublik dar. Denn seine Karriere in der NPD begann er nicht als einfacher Parteisoldat, sondern als Multifunktionär in der gewaltaffinen Kameradschaftszene.

Weiter

[MV] Wake up Bad Doberan!

Für den 13. August 2011 läd „Wake up – Stand up!“ in die Mecklenburgische Kleinstadt Bad Doberan. Mit einer Demonstration „gegen rechte Normalität und neonazistische Gewalt“ wollen die Akteure der Kampagne politisches Engagement in einen Ort hineintragen, den die meisten wohl nur aus Zeiten des G8 Gipfels in Heiligendamm kennen dürften. Bad Doberan, mit kaum mehr als 11.000 EinwohnerInnen – nicht mehr als ein Flecken im 21. Jahrhundert – gerät meist, wenn überhaupt, durch rechte Aktivitäten und Übergriffe in die überregionalen Schlagzeilen. Auf eine gediegene Weinschorle trafen wir uns mit AktivistInnen aus Bad Doberan und der Kampagne „Wake up – Stand up!“, um mehr über die Demonstration und die Situation im Kurort zu erfahren.


weiter

Stuttgart: Antifa in U-Haft

Am vergangenen Donnerstag wurde ein Stuttgarter Antifaschist in Stuttgart-Heslach auf offener Straße in einem Bäcker festgenommen. Ihm wird Körperverletzung in zwei Fällen im Rahmen der Aktivitäten gegen einen Rassistenkongress und dem Gründungsparteitag des Landesverbandes der rassistischen Partei „Die Freiheit“ im Juni vorgeworfen.

Hintergrund:

Für das erste Juniwochenende 2011 planten mehrere rechtspopulistische und rassistische Gruppierungen Aktivitäten in Stuttgart. Aufgerufen und organisiert zu einem sogenannten „islamkritischen Wochenende“ hatten die „Bürgerbewegung Pax Europa“ sowie das Netzwerk „PI-News“. Zusätzlich sollte am Sonntag der Gründungsparteitag des Landesverbandes der Partei „Die Freiheit“ stattfinden.
Über das gesamte Wochenende hinweg fanden in Stuttgart Protestaktionen gegen den Rassistenkongress und die Parteigründung statt. Über 350 Menschen beteiligten sich an einer antirassistischen Demonstration durch die Stuttgarter Innenstadt und verhinderten im Anschluss daran weite Teile der von BPE auf dem Schlossplatz geplanten Auftaktdemonstration.

 

weiter

Lösungswort »Adolf«

In vier Berliner Bezirksverordnetenversammlungen sitzt die NPD bereits. Bei den bevorstehenden Wahlen möchte sie in weitere einziehen.

Sie war zwar eine Woche zu spät dran, hatte dafür aber einiges vor: Am Wochenende eröffnete auch die Berliner NPD ihren Wahlkampf, schließlich nahen die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu elf der zwölf kommunalen Bezirksverordnetenversammlungen. Die Partei wollte in der Nacht vom Samstag auf Sonntag unter dem Motto »Kampf um Berlin – rote Nacht – Plakat-Aktion« Wahlplakate aufhängen. Auch die Hilfe von »Kameraden aus Böhmen« wurde angekündigt, diese seien »besonders kampferprobt«. 40 000 Plakate sollten in Berlin aufgehängt sowie ein Video für den Wahlkampf gedreht werden, für das die NPD einen nächtlichen Fackelumzug abhalten wollte.

Weiter

„Trojanisches T-Shirt“ auf Rechtsrockfestival in Gera geschmuggelt

Exit – eine Austeiger-Initiative für Rechtextremisten – hat auf dem Rechtsrock-Festival in Gera mit einem „trojanischen“ T-Shirt für Aufsehen gesorgt: Aus dem vermeintlichen Szenehemdchen, das kostenlos verteilt wurde, wird nach dem ersten Waschen eine Werbung für die Initiative.

Gera. Exit ließ 250 T-Shirts mit einem abwaschbaren Aufdruck herstellen, der einen Totenkopf und die Aufschrift „Hardcore Rebellen“ sowie die geschwenkten Fahnen der so genannten freien Kräfte zeigt. Darunter befand sich ein nichtabwaschbarer Aufdruck mit der Botschaft „Was Dein T-Shirt kann, kannst Du auch – Wir helfen Dir, Dich vom Rechtsextremismus zu lösen“. Der Clou: Erst beim Waschen in der Waschmaschine kam die wahre Botschaft zum Vorschein.

Unter dem Vorwand der anonymen Unterstützung des Rechtsrock-Festivals wurden die T-Shirts als Spende angeboten. Am Sonnabend wurden sie dann an die ersten Festivalbesucher verteilt. Bernd Wagner, der Gründer von Exit-Deutschland, sagte zu dieser Aktion: „Mit den T-Shirts wollten wir unser Angebot in der Szene bekannter machen und vor allem die jungen und noch nicht so gefestigten Rechtsextremen ansprechen.“

Weiter