Kategorie-Archiv: Anti-Themen

Zusammen handeln! Aktionswochen

Im Zeitraum vom 26. August bis zum 18. September werden antifaschistische und antirassistische Gruppen, Oganisationen und Initiativen unter dem Motto „Zusammen handeln – gegen rassistische Hetze und soziale Ausgrenzung“ über mehrere Wochen eine Kamapgne durchführen, die die aktuellen Mediendiskurse gegen “faule Arbeitslose” und “integrationsunwillige und -unfähige Ausländer” sowie Rassismus unter dem Deckmantel von “Islamkritik” und einer vorgeschobenen “Meinungsfreiheit” ins Visier nehmen will. Das vor kurzem gegründete „Bündnis gegen Rechtspopulismus und Sozialchauvinismus“ wird diese Kampagne mit Aktionen unterstützen und inhaltlich begleiten.

weitere Infos: Kampagne | Mobivideo | Bündnis gegen Rassismus und Sozialchauvinismus | Broschüre | Rechtspopulismus stoppen! 

Termine:
26.08.: Demo | 18.00 Uhr | Boxhagener Platz
27.08.: Pressekonferenz von Pro Deutschland stören | Infos folgen
28.08.: Pro Deutschland-Aufmarsch blockieren | Potsdammer Platz

19.08. Berlin: NPD Kundgebung in Neukölln am Freitag

Nazis auf die Pelle rücken

Für den kommenden Freitag plant der Neuköllner Kreisverband der NPD eine Kundgebung ab 18:00 Uhr an der Sonnenallee Ecke Treptower Straße in Berlin. Die Nazis wollen, wie sie selbst schreiben, keine „Londoner Verhältnisse“ und fordern „Sicherheit durch Recht und Ordnung“ gegen die von ihnen als „Multikulti-Randale“ bezeichneten Ausschreitungen in Großbritannien.

Lasst uns die Kundgebung der Nazis zum Desaster machen.
Achtet auf aktuelle Ankündigungen unter:


www.neukölln-gegen-nazis.de
www.antifa-berlin.info

Quelle

Neonazi-Treffen in Cottbus aufgelöst

Cottbus Ein Treffen von Rechtsextremisten aus mehreren Bundesländern in Cottbus ist von der Polizei aufgelöst worden. Etwa 100 Personen hatten sich am Samstag anlässlich des Todestages von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß am 17. August in einer Gaststätte im Stadtteil Dissenchen getroffen.

Für Gastwirt Erich Rischk war die Polizeiaktion in seinem Lokal eine unliebsame Überraschung. „Die Tür wurde aufgerissen und fünf Polizeibeamte in Uniform und Zivil stürmten herein. Sie haben sich weder vorgestellt noch ausgewiesen“, empört sich der Inhaber einer Dissenchener Gaststätte. Die Polizisten habe ihn aufgefordert, von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen und eine Veranstaltung aufzulösen, die in einem Raum seines Lokals stattfand. Unter diesen Gästen seien Kriminelle, habe ihm einer der Beamten erklärt.

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Mann bangt um Auge nach fremdenfeindlichem Überfall

Nach einer fremdenfeindlichen Pöbelei in Kreuzberg könnte ein Mann auf einem Auge blind bleiben. Der 40-Jährige war am Freitagabend mit einem Begleiter auf dem Erkelenzdamm unterwegs, als zwei Männer auf sie zukamen und den „Hitler-Gruß“ zeigten.

Die vier Männer gerieten in Streit. Einer der Angreifer stieß dem 40-Jährigen seinen Regenschirm ins Gesicht und flüchtete. Der Mann wurde schwer am Auge verletzt und musste im Krankenhaus notoperiert werden. Eine Erblindung des Auges wird laut Polizei nicht ausgeschlossen. Einen weiteren fremdenfeindlichen Übergriff gab es in Spandau.

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Mecklenburg – Vorpommern: Über den Kampf gegen die NPD

Anti-NPD in Meckpomm

Wir befinden uns im 12. Jahrhundert. Der slawische Fürst Pribislaw hat sich den germanischen Horden ergeben und ist zum Christentum übergetreten. Nun sucht er nach einem geeigneten Standort für das erste Kloster in Mecklenburg.
2011: Antifaschisten aus MV haben sich den selbsternannten germanischen Horden natürlich nicht ergeben. Im Gegenteil – im ganzen ehemals slawischen Lebensraum werden Plakate der NPD gerissen, Flyer der antifaschistische Kampagne „Wake up – Stand up“ verteilt und versprengte Anhänger des Bauernpöbelführer Udo Pastörs (Vgl. Neueste Nationale Nachrichten SPEZIAL: Udo Pastörs) allein durch martialisches Kampfgeschrei vertrieben.
Dort, wo vor 800 Jahren der germanische Fremdkörper seinen Stachel setzte, rückte nun das antifaschistische Befreiungsheer ein…

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Spendenaufruf – Unterstützung für die Familie von Kamal K.

Am 19.07.2011 wäre Kamal K. 20 Jahre alt geworden. Diesen Tag konnte er nicht mehr erleben, denn im Oktober 2010 wurde er von zwei überzeugten Neonazis angegriffen und erlag kurze Zeit später seinen Stichverletzungen.

Kamal musste sterben, „weil er sich am falschen Ort zur falschen Zeit mit der falschen Haut- und Haarfarbe und einem ausländischen Akzent befand.“ Diese Worte richtete die Mutter während des Prozesses in einem Brief an das Gericht und lässt diesen öffentlich verlesen.

In der Urteilsverkündung vom 08.07.2011 wurde vor dem Landgericht Leipzig einer der beiden Täter wegen Mordes, der andere wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Das Gericht erkannte den rassistischen Hintergrund als Motiv für den Mord an.

Der Verlust des Sohnes, Bruders und Freundes hat eine ganze Familie zerstört und im Kreis aller Angehörigen und Freunde einen tiefen Einschnitt hinterlassen.

Durch die Tat und ihre Folgen sind für die Familie immense Kosten entstanden. Dazu gehören vor allem der Grabstein und die durch Vor- und Nachbereitung des Gerichtsprozesses entstandenen Dolmetscherleistungen. Diese belaufen sich derzeit auf 7.500 Euro. Davon konnte die Familie bereits 2.000 Euro vom beim Bundesamt für Justiz erhalten. Die Restsumme in Höhe von 5.500 Euro steht jedoch noch aus. Zudem möchte die Familie aus Gründen der Sicherheit aus ihrer Wohnung ausziehen. Auch hier werden weitere Kosten entstehen.

Die Opferberatung des RAA Sachsen e. V. bittet Sie um Hilfe und Unterstützung. Im Namen der Familie von Kamal K. freuen wir uns über Ihre Spende und bedanken uns bei Ihnen.

Spendenkonto:
RAA Sachsen e.V.
Konto: 064 399 860 0
BLZ: 850 802 00, Commerzbank AG, Filiale Hoyerswerda

Gern stellen wir eine Spendenquittung aus. Geben Sie uns dazu bitte Ihre Adresse an.
Verwendungszweck: Spende Kamal K.

Solidarität mit Det

Kurzbericht über die Verhaftung eines Berliner Genossen und Aufruf zur Soli-Knast Demo am Freitag, den 24. Juni 2011, 17 Uhr in Berlin/U-Bahnhof Turmstr.

Am Freitag, den 10. Juni, in Berlin-Tiergarten früh in der Nacht, gerieten zwei Männer bei einer Hubschrauberverfolgung in eine Kontrolle durch Zivilbeamte mit Fahrrädern. Die beiden wurden zunächst kontrolliert und dann wegen des Verdachts, Autos angezündet zu haben, in Gewahrsam genommen. Wenig später erließ ein Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen Det. Der andere der beiden wurde wegen mangelnden Tatverdachts sofort wieder entlassen. Dets Haftbefehl wurde unter der Auflage, sich zweimal wöchentlich bei der Polizei zu melden, nur ausgesetzt.

Dets Haftbefehl wurde aufrecht erhalten, weil er zwar nicht mit den brennenden Autos im Tiergarten in Verbindung gebracht werden konnte, allerdings wurden bei einer Hausdurchsuchung angebliche Beweise gefunden, die sich auf eine Brandstiftung am 16. Mai in der Karl-Marx-Allee beziehen. Dabei wurde er angeblich auch von einer Zeugin beobachtet.

Kurz nach Dets Entlassung legte die Staatsanwaltschaft Widerspruch gegen die Freilassung unter Auflagen ein und ein weiterer Haftrichter nahm diese darauf hin zurück. So musste Det wenige Tage später erneut in die Untersuchungshaft.

Die Repressionsbehörden stehen unter Druck. Berlin verzeichnet in diesem Frühjahr eine neue Welle von Autobrandstiftungen. Es trifft in erster Linie Konzern-PKWs und Luxuskarossen. Selbst bei den sog. Kollateralschäden, benachbart parkenden Autos, auf die das Feuer übergreift, scheint es sich in der Regel um hochpreisige Modelle zu handeln. Michael Purper, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, bestätigt dies indirekt, indem er den Abzug von Kräften von der ÖPNV-Streife hin zur Feuerstreife kritisiert: “Das ist eine Verhöhnung der Opfer von Gewalt, die unter diesen brutalen Gewalttaten zu leiden haben. Menschen zu retten und ihre Gesundheit zu schützen muss Vorrang haben vor dem Schutz von Sachwerten, die auch noch versichert sind.” (Berliner Zeitung v. 11. Juni)

Offensichtlich sieht die Justiz in Dets Fall die Gelegenheit, ein repressives Exempel zu statuieren. Und sei es auch nur durch exzessive U-Haft.

Wir wissen, wie gut eine schöne Knastsoli-Demo tut.

Dazu laden wir ein am kommenden Freitag, den 24. Juni, um 17 Uhr, U-Bahnhof Turmstraße.

Am Samstag, den 25. Juni wird es ab 20 Uhr in der Schreina (Schreinerstr. 47, Berlin-Friedrichshain) einen Soliabend geben.

Wir wissen auch, wie gut viele nette Postkarten tun. Die könnt Ihr schicken an:

Detlef Maag
Alt-Moabit 12a
10559 Berlin
Buchnummer: 1593/11

Längere Briefe sind so eine Sache: Manchmal kommen Sie genau richtig. Manchmal tun sie zwar gut, ist antworten aber zuviel. Daher seid nicht enttäuscht, wenn ihr nicht auf jeden ausführlichen Brief eine ausführliche Antwort bekommt.

Und zuletzt noch den Hinweis auf das EA-Konto, Betreff “Det”:

Netzwerk Selbsthilfe e.V.
Verwendungszweck: Betreff “Det”
Kto. 7403887018
BLZ: 100 900 00
Berliner Volksbank
BIC: BEVODEBB
IBAN: DE12 10090000 7403 8870 18

Quelle: Anarchist Black Cross Berlin [ABC]

Proteste gegen NPD-Kundg. am 20.8. verboten

Anlässlich einer NPD-Kundgebung am 20. August vor dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal will die Stadt offenbar keine Proteste in Sicht- und Hörweite der Naziversammlung zulassen. Das geht aus den behördlichen Kooperationsgesprächen hervor, die mittlerweile mit den AnmelderInnen von Gegenveranstaltungen geführt wurden. Demnach akzeptiert die Stadt keine Proteste rund um das Völkerschlachtdenkmal. Dieses bleibt der NPD vorbehalten, obwohl die rechte Kundgebung, bei der auch volksverhetzender Rechtsrock gespielt werden soll, nur den Vorplatz in Anspruch nehmen wird. Ein Bündnis linker und antifaschistischer Gruppen hatte ursprünglich eine Protest-Demo angemeldet, die am Völkerschlachtdenkmal vorbeiführen sollte.

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[Jena] Nach Razzia: 500 bei Sponti

Wie auf Indymedia bereits berichtet, führte heute am Mittwoch dem 10. August 2011 in den frühen Morgenstunden die sächsische Polizei eine Razzia in Thüringen durch. Mit dem Vorwurf des „Aufwieglerischen Landfriedensbruchs“ bei den Protesten in Dresden am 19.02.2011 wurde die Dienstwohnung des Jenaer Stadtjugendpfarrers Lothar König durchsucht und ein Lautsprecherwagen als Tatmittel beschlagnahmt. Aus ermittlungstaktischen Gründen, so das offizielle Statement, wurde weder das Thüringer Innenministerium noch die Polizei vor der Aktion informiert, erst als man die Türschwelle übertrat erfolgte anstandshalber noch ein Anruf bei den hiesigen Behörden. In Jena stieß die Durchsuchung auf breiten Protest. Am späten Nachmittag demonstrierten über 500 Menschen gegen die Kriminalisierung von antifaschistischem Engagment in Jena und anderen Städten.

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Rostock: NPD-Landesvize niedergeschlagen

Er gilt als einer umtriebigsten Nazikader in Mecklenburg – Vorpommern, David Petereit, Jahrgang 1981, wohnhaft in Rostock. Gewissermaßen stellt er den Idealtypus des NPD-Aktivisten im Nordosten der Bundesrepublik dar. Denn seine Karriere in der NPD begann er nicht als einfacher Parteisoldat, sondern als Multifunktionär in der gewaltaffinen Kameradschaftszene.

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