Kategorie-Archiv: Anti-Themen

„Amadeu-Antonio-Straße“ in Eberswalde

Kundgebung für eine Straßenumbenennung am kommenden Freitag

Amadeu Antonio hätte ohne Rassismus am 12.08.2012 seinen 50. Geburtstag feiern können. Er wurde jedoch mit 28 Jahren in Eberswalde getötet. Nur wegen seiner Hautfarbe.

Eberswalde ist deutschlandweit und darüber hinaus durch den rassistischen Mord an Amadeu Antonio bekannt geworden und wird bis heute mit dem Terror von Nazis verbunden.

Die Barnimer Kampagne „Light me Amadeu“ / Entzünde mich Amadeu“ startete im April 2011 die Initiative für eine Amadeu-Antonio-Straße in Eberswalde. Noch bis Ende August werden dafür Unterschriften gesammelt.

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Rechtspopulisten am Brandenburger Tor

„Pro Deutschland“ plant Kundgebung am 13. August – beim „Anti-Islamisierungskongress“ Ende des Monats mangelt es noch an zugkräftigen Namen und demVeranstaltungsprogramm.

Mit einer stationären Kundgebung am Jahrestag des Mauerbaus und einer „Großdemonstration durch das Brandenburger Tor“ am letzten Sonntag im August hofft die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro Deutschland“ vor allem, erneut in den Medien präsent zu sein.

Für den 13. August kündigt „pro D“ eine Kundgebung unter dem Motto „Gegen die Mauer in den Köpfen“ an. Alle vier Redner sind bislang nicht wegen ihrer herausragenden rhetorischen Fähigkeiten bekannt: der Bundesvorsitzende Manfred Rouhs, der Landesvorsitzende Lars Seidensticker, der Spandauer Kreisvorsitzende Mario Malonn sowie REP-Landeschef Reinhard Haese, der bei der Abgeordnetenhauswahl am 18. September auf Listenplatz 7 für die selbst ernannte „Bürgerbewegung“ antritt. Beginnen soll die Veranstaltung um 10.00 Uhr an der Ecke Leipziger Straße/Friedrichstraße in Berlin-Mitte

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[Potsdam] Antifa-Spaziergang in Waldstadt

Potsdam Waldstadtaction

Bericht über antifaschistischen Spaziergang in Waldstadt II am 05.08.2011

Das Wetter meinte es gut mit den ca. 40 Antifaschist_innen, die sich am späten Nachmittag (05.08.2011) im Potsdamer Stadtteil Waldstadt II trafen. Ausgestattet mit Flyern, Plakaten und Stickern, ging es dann in das Plattenbaugebiet im Süden Potsdams. Dieses, bzw. die hier wohnenden Neonazis, machte Anfang des Jahres immer wieder durch sein Neonaziproblem [1] auf sich aufmerksam. Mit den Flyern wurden die Anwohner_innen über Propagandaaktionen, Einschüchterungsversuche und Übergriffe der Neonazis aufgeklärt und zum aktiven Handeln dagegen aufgerufen.

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Neue Anti-Nazi-Kampagne in Berlin

Im Zuge der rassistischen Anti-Ausländer-Kampagne, der von der Polizei verheimlichten Naziaufmärsche und den vermehrten Angriffen gegen linke Projekte hat sich in Berlin das Antifa-Bündnis „den Nazis auf die Pelle rücken“ gegründet. Nach Aussagen des Bündnis will man gegen Berliner Neonazis um NPD und »Nationalen Widerstand Berlin« eine »adäquate Antwort« finden. Vermehrt soll es in den vermeintlichen »Homezones« der (geistigen) Brandstifter Aktionen geben und eine »antifaschistische Selbsthilfe« organisiert werden.

Erste Erfolge gab es bereits. So wurden die letzten Aufmärsche für die Neonazis eine große Schlappe. (I&II) Auch Neonazi-Strukturen wie der neue Laden vom Nazikader Sebastian Schmidtke, in Schöneweide, sind nicht mehr unbehelligt. In Reaktion auf die Brandanschläge gingen viele Menschen auf die Straße und zeigten, dass Berlin kein sicherer Boden für Rassisten und Neonazis ist.

Quelle

Berlin: NPD-Wahlkampf blockieren!

Am kommenden Sonntag will die NPD mit Hilfe von so genannten Autonomen Nationalisten und „freien“ Kameradschaftlern Wahlplakate in Berlin aufhängen. Antifaschistische Recherchestrukturen haben in den letzten Wochen erfahren, dass sogar „kampferprobte“ Nazis aus Tschechien angefragt wurden um die rechte Partei zu unterstützen.

In der Parteizentrale in Treptow-Köpenick wollen sich die Faschisten ab 20.00 Uhr treffen und gegen 22.00 Uhr in die Bezirke verteilen um ihre menschenverachtende Propaganda an die Laternen zu bringen. Darüber hinaus wollen sie in der Nacht, in Anlehnung an die nationalsozialistische SA, für Werbevideos einen Fackelmarsch inszenieren. Schon in der Vergangenheit stellten Aktionen der NPD für Migrant_innen, Linke und Menschen die nicht in ihr Weltbild passen eine tödliche Gefahr dar (I&II).

Das Bündnis „Den Nazis auf die Pelle rücken“ ruft neben der Gewerkschaft ver.di und der Berliner VVN/BdA dazu auf die Nazis bereits an der Parteizentrale zu blockieren.

Kundgebung: 06.08. | 20.00 | Seelenbinderstr. 42 | Bln-Köpenick
Gemeinsamer Anreisetreffpunkt wird in Kürze bekanntgegeben!
Presse: Tagesspiegel | taz | npd-blog | Indy

Berlin: Knast für 3 Antimilitaristen

Einstellung

Drei Antimilitaristen aus Berlin, die als Mitglieder der „militanten gruppe“ verurteilt wurden, müssen jetzt in den Knast. Axel, Oliver und Florian erhielten Termine zum Haftantritt. Zuvor hatte der Bundesgerichtshof mehrjährige Haftstrafen wegen eines versuchten Anschlags auf Kriegsmaterial bestätigt.

Der Verurteilte Oliver sagte: „Widerstand, der sich gegen Krieges, Kriegswirtschaft sowie das Militär richtet, um eine Situation der Besatzung, die Ermordung von Zivilisten und Zivilistinnen und die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen zu unterbinden, bleibt nach wie vor legitim.“

Unterstützt die Gefangenen Axel, Oliver und Florian!
Spenden | Broschüre | Interview mit Soligruppe | „mg“ auf antifa.de

Kampagne: Eure Hetze kotzt uns an

Eure Hetze kotzt uns an

Die Kampagne Eure Hetze kotzt uns an! Gegen Armut, Krieg und antimuslimische Hetze! wendet sich gegen antimuslimischen Rassismus. Derzeit sind wir Zeugen einer rassistischen Kampagne gegen Menschen türkischer oder arabischer Herkunft. Reaktionäre meist christliche Kulturkrieger verkünden, diese Menschen gehörten nicht nach Europa und könnten kein Bestandteil einer demokratischen Gesellschaftsordnung sein. Der Hinweis auf Islamismus wird europaweit dafür genutzt, Muslimen gleichen Rechte zu verwähren. Facebook | Antiberliner

24.9.2011: „Blood & Honour“-Aufmarsch plus „ISD“-Konzert?

News zu den rechten Aufmarschplänen in Frankfurt/Oder

Wir berichteten an dieser Stelle bereits am vergangenen Wochenende über einen für den 24.9.2011 in Frankfurt/Oder (Brandenburg) geplanten Aufmarsch des in Deutschland verbotenen „Blood & Honour“-Netzwerkes. Nun soll am selben Tag – laut Ankündigung auf verschiedenen Naziseiten – auch noch ein „Ian Stuart Memorial“-Konzert mit verschiedenen NS-Bands stattfinden.

Auf dem Konzertflyer befindet sich das Logo der neonazistischen „HNG“ und der „White Prisoner and Supporter Day“-Kampagne.

Es werden bisher folgende NS-Bands angekündigt: „Painful Awakening“ (D), „Second Class Citizen“ (D), „Murder In Society“ (D), „Tiskel“ (Chile) und eine „Überraschungsband“.

Mittlerweile haben die Nazis einen „Ian Stuart Gedenkmarsch“ mit 800 Teilnehmern angemeldet – siehe: Neonazis melden Demonstration an.

Quelle

Der Spuk ist noch nicht vorbei

Neuruppin: Neonazis kündigen für den 24. September eine Demonstration an / erster Aufmarsch im Juli wurde erfolgreich blockiert


INFORIOT – Noch in diesem Jahr wollen Neonazis versuchen, erneut in Neuruppin aufzumarschieren. Auf der Homepage der „Freien Kräfte Neuruppin / Osthavelland“ wird für den 24. September eine Demonstration unter dem Motto „Vom Schuldkult zur Mitschuld – Jetzt erst recht“ angekündigt.

Am 9. Juli sollte es schon einmal eine rechte Demonstration in Neuruppin geben. Eine Blockade von 400 Antifaschist_innen hatte den Aufzug nach einem Bruchteil der geplanten Strecke erfolgreich gestoppt. Nun also ein neuer Versuch: „Eine Demo ist vorbei, wenn die ganze Strecke gelaufen ist“, heißt es im neuerlichen Demoaufruf.

Bereits seit einigen Tagen mobilisieren andere Neonazis zu einer Demonstration in Frankfurt/Oder, die ebenfalls am 24. September stattfinden soll.


Eine weltweite Streikwelle, Sparprogramme und die politische Krise der Global Governance

Steven Colatrella

Sparprogramme und Global Governance

Sparpolitik ist zum weltweiten politischen Regime geworden. Überall wird sie in Form von Sozialkürzungen, Lohnsenkungen und Massenentlassungen im öffentlichen Dienst durchgesetzt, dazu kommen neue Gesetze gegen die Arbeiterorganisationen. Sie ähnelt sich in den unterschiedlichen Ländern auffallend und ist typischerweise auf Initiative von Institutionen der Global Governance wie IWF, EU, G20 oder WTO aufgelegt worden. Bei dieser Politik handelt es sich um Vereinbarungen zwischen Regierungschefs, und sie verfolgt ganz offen die Interessen eines kleinen Teils der Gesellschaft: die der Kapitalisten im Allgemeinen und des globalen Finanzkapitals im Besonderen. In diesem Sinne können wir Sparpolitik als ein Regime begreifen, eine durch das gemeinsame Handeln der Staaten durchgesetzte internationale Ordnung. Genau diese starke Übereinstimmung im Programm und den Klasseninteressen der Regierungen von Europa bis zum Nahen Osten, von Asien bis Amerika und Afrika, zeigen die Bedeutung der Global Governance als Projekt zur Vereinheitlichung der globalen herrschenden Klasse. [weiter…] [english version]