Kategorie-Archiv: Anti-Themen

Gemeinsamer Aufruf: Freiburg gegen Faschismus

Für den 22. Ok­to­ber 2011 rufen Nazis zu einer De­mons­tra­ti­on in Of­fen­burg unter dem Motto „Nur re­gio­nal ist na­tio­nal – ohne Bau­ern­stand stirbt unser Va­ter­land“ auf. Dabei wei­sen sie in ihrem Auf­ruf selbst dar­auf­hin, dass es ihnen we­ni­ger um die Si­tua­ti­on der Bau­ern in der Re­gi­on geht, son­dern viel­mehr darum, am Jah­res­tag der De­por­ta­ti­on der ba­di­schen Juden nach Gurs, eben diese zu ver­höh­nen. Nach­dem ein ge­plan­ter Auf­marsch der Fa­schis­ten am 23.​10.​2010 er­folg­reich ver­hin­dert wer­den konn­te, wol­len die Nazis die­ses Jahr er­neut ver­su­chen ihr brau­nes Ge­dan­ken­gut auf der Stra­ße zu ver­brei­ten. In letz­ter Zeit häu­fen sich rech­te Ak­ti­vi­tä­ten in Of­fen­burg. So grif­fen die Nazis schon mehr­mals den selbst­ver­wal­te­ten Ju­gend­raum Kes­sel an, oder be­droh­ten des­sen Be­su­cher. Es wur­den ver­mehrt Na­zi-​Auf­kle­ber ent­deckt und immer wie­der wur­den Ju­gend­li­che von Nazis in der Stadt an­ge­pö­belt und at­ta­ckiert. Wir dür­fen nicht zu­las­sen, dass die Nazis in Of­fen­burg wei­ter Fuß fas­sen. Auf der In­ter­net­sei­te, auf der die Nazis für ihre De­mons­tra­ti­on am 22.​10 mo­bi­li­se­ren, kün­dig­ten sie jüngst – in kla­rer An­spie­lung an die Mas­sen­ver­nich­tungs­la­ger der Na­zis-​, ak­ti­ven An­ti­fa­schis­tIn­nen ein ende im Ofen an.

 

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Hoyerswerda: Angriff gegen Betroffene von ’91

Am gestrigen Samstag, den 10. September, waren drei Betroffene des rassistischen Pogroms von 1991 als Besucher erneut in Hoyerswerda – und wurden vor dem ehemaligen VertragsarbeiterInnenheim in der Schweitzer-Straße, einem der Schauplätze des Pogroms, erneut von RassistInnen beleidigt und bedroht.

Die Drei wollten mit einem Kamerateam das Haus in der Schweitzer Straße besuchen, in dem einer von ihnen 1991 wohnte. Vor dem Gebäude angekommen, wurde sie von einer Gruppe von Nazis bepöbelt, die Männer und Frauen standen mit ihren Kindern vor dem Wohnblock. Über mehr als 20 Minuten imitierten die Nazis Affenlaute und beschimpften die Männer aus Mosambik und Ghana mit Worten wie „Bimbo“ und „Neger“. Auch einige Senioren schlossen sich der Hetze an, andere BewohnerInnen des Hauses beobachteten die Szene untätig

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Mandat zur Provokation

Die Waffen-SS sei „bis zum letzten Tag ihrer Pflicht nachgekommen“, lobt NPD-Parteichef Udo Voigt im März 2010 in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Treptow-Köpenick Hitlers Elitetruppe. Die demokratischen Parteien reagieren empört, die Linksfraktion stellt Anzeige. Es ist ein typisches Beispiel für die Auftritte der Rechtsextremen in den BVVen von Lichtenberg, Neukölln, Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf. Sie setzen neben kommunalpolitischen Anträgen vor allem auf Provokation.

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Tschechische Neonazis beim “Kampf um Berlin”

Eine Delegation der neonazistischen Jugendorganisation „Dĕlnická mládež“ („Arbeiterjugend“, DM) hat der NPD eine Woche lang im Berliner Wahlkampf geholfen. Die tschechischen Rechtsextremen lobten das Engagement der NPD beim “Kampf um Berlin”.

Zur Eröffnung des Wahlkampfes hatte die Berliner NPD großspurig angekündigt, am 7. August 40 000 Wahlplakate in der gesamten Stadt aufhängen zu wollen. Dafür habe sie auch „kampferprobte Kameraden“ aus Tschechien angefragt.

Da sich deutlich weniger als die von der NPD zu „Hunderten“ erwarteten plakatierwilligen Neonazis einfanden, blieben die meisten Plakate ungeklebt. Udo Voigt bedankte sich dennoch ausdrücklich bei den „freien Kräften Böhmen und Mähren“. Dabei war deren Hilfe ebenfalls gering ausgefallen: Beobachtern zufolge hatten lediglich drei Neonazis den Weg aus der tschechischen Republik nach Berlin auf sich genommen, darunter Lukáš Stoupa aus Karlovy Vary, Verbindungsmann der tschechischen Neonazipartei „Dĕlnická strana sociální spravedlnosti” („Arbeiterpartei der sozialen Gerechtigkeit“, DSSS) zur bayerischen Naziszene.

Im zweiten Anlauf gab es nun größere Unterstützung aus dem Nachbarland: Anfang September reiste eine fünfzehnköpfige Delegation der neonazistischen Jugendorganisation „Dĕlnická mládež“ („Arbeiterjugend“, DM) auf Anregung der NPD für eine Woche nach Berlin.

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Newsletter des Ermittlungsausschuss Berlin #1

Et Voila: Der Ermittlungsausschuss Berlin präsentiert euch seinen ersten Newsletter rund um die Themen Repression und der Widerstand dagegen. Wir werden uns bemühen in regelmäßigen Abständen von dem zu berichten, was an Informationen in unser Büro eintrudelt, welche (neueren) Entwicklungen es im Repressionsapparat gibt, welche Erfolge gefeiert werden können, und welche Tipps und Tricks wir uns ausgedacht haben und mit euch teilen können.

Für diesen Newsletter bedanken wir uns ganz herzlich bei der Roten Hilfe Dresden, solidarischen Unterstützer_innen der “Unzensiert Lesen”-Kampagne und einer Autonomen Antifa Berlin für die Bereitstellung ihrer Artikel und der Hilfe bei der Recherche!

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11.9.2011: (B) NPD Aktionen zum Wahlabschluss

Die Berliner NPD plant für Sonntag – 11.09.2011 – eine Kundgebung mit zahlreichen Rednern und Nazi-Bands in Schöneweide. Diese muss verhindert werden. !
11.09.2011 – NPD Kundgebung verhindern !

Antifaschistische Kundgebung | Sonntag, 11.09.2011 | 11:00 Uhr | S-Bhf. Berlin-Schöneweide |

Am Sonntag, den 11.September 2011 will die Berliner NPD am S-Bahnhof Schöneweide mit einer Kundgebung ihren Wahlkampfabschluss zelebrieren. Die NPD hat sich als Ort für dieses Event bewusst den Ortsteil Schöneweide ausgesucht, den Nazis als ihre Hochburg ansehen. Dort befinden sich wichtige Pfeiler der Nazi-Infrastruktur in Berlin. Konkret sind das die zentralen Orte der organisierten gewaltbereiten Szene, die Kneipe “Zum Henker“ und der Naziladen “Hexogen“ in der Brückenstraße. Wir werden aber keine Nazikieze dulden! Und wir werden der NPD ihren Wahlkampfabschluss vermiesen!

Alle auf die Straße! Nazikundgebung an diesem Sonntag verhindern!
Infos:  http://www.antifa-berlin.info/auf-die-pelle-ruecken/

Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise: 11.9.2011 | 10:30 Uhr | S-Bhf Ostkreuz
 

+ + + Abends dann zur Antifa-Demo gegen einen neuen Nazistützpunkt in Lichtenberg !!! + + +

24.09. – Gemeinsam den Naziaufmarsch in Neuruppin verhindern

Der letzte Aufmarschversuch der Freien Kräfte Neuruppin / Osthavelland ist gerade einmal zwei Monate her, da wollen Neonazis verschiedenster Couleur erneut durch die Fontanestadt Neuruppin ziehen. Am 09.07.2011 versuchten ca. 200 Neonazis, die z.T. aus dem Rheinland kamen, durch die Stadt zu Ziehen, doch wurden zum ersten Mal in der Aufmarschgeschichte Neuruppins nach nicht einmal halber Strecke von einer Sitzblockade gestoppt, welche mehrere hundert Personen umfasste.

Bereits Axel W. Reitz sprach in seiner Rede davon, dass die Neonazis sich nicht kleinkriegen lassen würden und erneut aufmarschieren werden. Dies tun sie nun unter selbigem Motto, mit dem Zusatz „jetzt erst recht“ und einem Aufruf, der sich nun mehr gegen „die Zusammenarbeit der Polizei und den vermeintlichen Antifaschisten“ richtet. Gerade die Jahre davor, wo mehrere Dutzend Antifaschist_innen durch Polizeibeamte (2010 zum Beispiel die BFE aus Dresden) verletzt wurden, zeigt allerdings ein anderes Bild zum Thema Neonaziaufmärsche in Neuruppin.

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Die Journalistin Andrea Röpke referierte über rechte Frauen

ORANIENBURG – Wer an Neonazis denkt, verbindet damit meist Hass und brutale Gewalt. Eine Männerdomäne. Frauen spielen in der Wahrnehmung der Neonaziszene durch Öffentlichkeit, Polizei und Justiz dagegen kaum eine Rolle.

Die Journalistin Andrea Röpke sieht das anders: Frauen erfüllen eine wichtige Funktion in der NPD und den Kameradschaften – auch in Oberhavel. Am Donnerstag diskutierte die Autorin, die seit Jahren in der Szene recherchiert und verschiedene Bücher zu dem Thema veröffentlicht hat, in der Evangelisch-methodistischen Kirche mit 25 Teilnehmern zum Thema „Rechtsextreme Frauen – zwischen Straßenkampf und Mutterrolle“. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Projekt- und Eventmanagement für Jugendliche (ProJu).

 

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Frankfurt (Oder): Neonazi-Aufmarsch verboten

Für Samstag, den 24. September 2011 hat eine Einzelperson eine öffentliche Versammlung in Form eines Aufzuges mit dem Motto „Ian Stuart Gedenkmarsch / White Prisoner and Supporter Day“ in Frankfurt (Oder) angemeldet.

Der Präsident des Polizeipräsidiums des Landes Brandenburg Arne Feuring hat heute diese Versammlung sowie auch alle Ersatzveranstaltungen am 24. September an einem anderen Ort des Landes Brandenburg verboten.

In der Begründung des Verbotes wird u.a. darauf Bezug genommen, dass mit Flyern der „Blood and Honour Adolf Hitler Division“ für den „ISD (Ian Stuart Donaldson) Memorial 2011“ am 24. September 2011 geworben wird. In diesen Flyern wird weiterhin auf die militante Neonazi-Gruppe „Combat 18“ (Kampfgruppe Adolf Hitler) Bezug genommen.

 

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Wissen ist nicht zerstörbar

Neuruppin – Antirassistische Ausstellung wurde zerstört

Vor einigen Tagen wurde die antirassistische Ausstellung „Flüchtlingsleben erleben“ in Neuruppin von Unbekannten zerstört. Im Stadtgebiet wurden in zeitlicher Nähe große Mengen neonazistischer Sticker verklebt. Erst wenige Stunden zuvor war die Schau im Pavillon auf dem Neuruppiner Schulplatz eröffnet worden. Wir dokumentieren an dieser Stelle Fotos von der Homepage des Bündnisses „Neuruppin bleibt bunt“.

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