Kategorie-Archiv: Antirepression

21.10.2017 About Blank/Berlin: Unterm Techno liegt der Punk

★ ENA LIND (mint)
★ FEINE SAHNE HITFILET (audiolith)
★ ESSHAR (hamburg)
★ JAY QUENTIN (headroom)
★ KVRT (poly|motion / ://about blank)
★ LA FRAICHEUR (inefont / leonizer rec. / bottom forty)
★ MATZINGHA (springstoff)
★ MISERABEL (black mojito)
★ S.RA (ifz)
★ SCHNÖSELPÖBEL (trash.pop.disco.hits)
★ SN1Ø54 (atopie)
★ VERSCHNIBBT & ZUGENÄHT (greifswald/stockholm)

▶ ZELT:
☆ Punker-Kneipe mit Sterni
☆ Punkrock MC (live)
☆ Iro-Schneiden
☆ Schnapsrad
☆ Zuckerwatte mit den Cotton Candy Communists

▶ WHAT?!
Neues Jahr, gleiche Scheiße, altbewährtes Konzept. Auch 2017 liegt der Punker wieder betrunken unterm Techno und pogt auf der alljährlichen ANA-Soli grazil stolpernd über den Dancefloor. Und auch, wenn es eigentlich mal wieder nicht viel zu feiern gibt und beim Betrachten der aktuellen politischen Ereignisse schnell Katerstimmung aufkommt, freuen wir uns darauf, gemeinsam mit euch und tollen Künstler*innen, die Berliner Partybullen feiertechnisch in den Schatten zu stellen. Kommt rum, packt eure Freund*innen ein, tanzt, quatscht, diskutiert, hängt mit uns am Tresen ab und finanziert dadurch antifaschistische Kiez- und Solidaritätsarbeit mit und für Geflüchtete.

Zeppi25/Potsdam: Briefe schreiben an die NoG20-Gefangenen

Für viele Menschen sind die G20-Proteste noch nicht vorbei. Einige Genoss*innen sitzen immer noch in Untersuchungshaft oder im Strafvollzug. Die Repression nach der Revolte trifft einzelne – doch gemeint sind wir alle.
Die ABC-Gruppe Potsdam lädt deshalb ein zum Briefe schreiben in den Knast:
Am Anfang wird es kurze Inputs geben zum Stand der bereits vergangenen und aktuellen Prozesse und Urteile rund um den G20-Gipfel, warum Knäste scheisze und Solidarität wichtig sind. Briefe sind eine Möglichkeit, die NoG20-Gefangenen wissen zu lassen, dass sie weder einen aufgegebenen Kampf kämpfen – noch vergessen sind. Tipps und Tricks, was es dabei zu beachten gilt, werden vor Ort besprochen.
Es gibt lecker Kekse und Kuchen, Kaffee und Kerzen! Wir freuen uns auf eine schnieke und gemütliche Runde mit euch im Infocafé Zeppi25 am 18.10.2017 von 17:00–21:00 Uhr.

No one is free until all are free! (A)

17.6.2017 Kafe Marat/München: A-Kafe x Trambahn Soli Party

Ⓐ Soliparty für Repressionskosten/ A-Kafe Party Ⓐ

► Eintritt: 0,01€ – 5€
► Nachmittags Workshops (ab 14:00)

NACHMITTAGS MITBRING KUCHENBUFFET-BRINGT KUCHEN

►Abends Konzerte

► Bands:
★ Express Brass Band
★ ÄMBONKER
★ USCHI
★ München Ost Connected (Rap/Hip Hop)
★ ATP Crew

Anschließend super tanzbare Balkan MashUps mit:
★ DJ Jahvolo

► Workshops
★ Siebdruck
★ Lock Picking
★ Tombola
★ Samenbomben
★ Linoldruck

⚑ WIR LASSEN UNS NICHT UNTERKRIEGEN! ⚑

►Lecker veganes Essen
►No racism, no sexism, no cops!

Ⓐ Support your local anarchist scene! Ⓐ

31.5.2017 Karli/Babelsberg: Traumatisierung von Fussballfans

Vor ungefähr einem Jahr, am 28. Mai 2016, spielte der SV Babelsberg 03 im Brandenburger Pokalfinale gegen den FSV 63 Luckenwalde. Hunderte Fans begleiteten ihr Team ins Werner-Seelenbinder-Stadion und unterstützen sie frenetisch. Nulldrei siegte und zog in die erste Runde des DFB-Pokal ein. Danach gab es kein Halten mehr. Das Team und die Fans wollten gemeinsam feiern. Dazu kam es allerdings nicht. Denn Beamte der Brandenburger Bereitschaftspolizei sowie Bundespolizisten beendeten die Feier durch den großflächigen Einsatz von Reizgas, sodass mindestens 150 Babelsberg-Fans teilweise schwer verletzt und mehrere Hundert traumatisiert wurden. Aus diesem Grund haben wir, der Fanbeirat, das Fanprojekt und der SV Babelsberg 03 uns entschieden, auf Initiative des Netzwerk repressionsbetroffener Nulldreier*innen (nur03*) am Mittwoch, dem 31. Mai 2017, eine Veranstaltung zum Thema „Traumatisierung von Fußballfans“ zu organisieren.

Die Informations- und Diskussionsveranstaltung ist Teil der fortgesetzten Aufarbeitung der Ereignisse in Luckenwalde, die bislang in erster Linie von den Fans in Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt Babelsberg geleistet wurde. Die gemeinsame Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung soll die Parteien zusammenführen, die Sensibilisierung der verschiedenen Interessen und Bedürfnisse ermöglichen und so eine respektvolle Zusammenarbeit gewährleisten. Hierbei sollen Informationen zu Traumatisierungen im Allgemeinen und in Zusammenhang mit Fußballfans im Besonderen erläutert sowie eine Diskussion zu psychologischen, sozialpädagogischen und das Sicherheitskonzept betreffende Handlungsoptionen geführt werden. Ziel ist es konstruktive Ansätze zur Wahrnehmung, Verarbeitung und Verhinderung von Traumatisierungen im Fußball zu entwickeln.

Zur Veranstaltung und zur gemeinsamen Diskussion sind dementsprechend alle betroffenen Babelsberg-Fans, Vereinsmitglieder und Vereinsoffizielle des SV Babelsberg 03 eingeladen. Selbstverständlich sind aber auch Fans anderer Vereine, Vertreter von Fan-Initiativen, Fan-Organisationen und Fan-Hilfen, Psychologen, Sozialpädagogen und Lehrer sowie Stadt- und Landespolitiker eingeladen, die sich in Sachen Inneres, Sicherheit und Behörden engagieren.

Ergänzend möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich erklären, dass der Vorstand des SV Babelsberg 03, der Fanbeirat und auch das Fanprojekt es als seine Pflicht ansieht, die Mitglieder, Fans und Aktiven in ihrem Engagement für den Verein zu unterstützen und selbstverständlich für ihren Schutz sorgen zu wollen. Dementsprechend haben uns die Ereignisse in Luckenwalde tief erschüttert. Denn jeder und jede soll jedes Spiel des SVB – egal ob auswärts oder zu Hause – unversehrt erleben dürfen und sich bei jedem Spiel sicher fühlen können.

[Berlin] Nachbereitung zur Solikundgebung gegen DNA-Abnahme

Rund 20 Personen sind am heutigen Montag einem Aufruf zur Kundgebung vor dem Amtsgericht Tiergarten gefolgt. Anlass ist die fortwährende Kriminalisierung und molekulargenetische Erfassung von Antifaschisten aus Berlin. In einem Verfahren wegen des Vorwurfs einer gemeinschaftlichen Körperverletzung zum Nachteil eines Neonazis umgehen das Berliner LKA und die zuständige Staatsanwaltschaft jeden Ansatz von Verhältnismäßigkeit. Beamte des Berliner Staatsschutzes durchsuchten Ende Februar mindestens zwei Wohnungen in Kreuzberg und Berlin-Mitte. Zusätzlich versuchten sie zwei Beschlüsse zur DNA-Entnahme zu vollstrecken. In einem Fall kam bei der Durchsuchung auch ein SEK zum Einsatz.

Trotz dieses Aufwandes haben die Behörden auch nach eineinhalb Jahre andauernden Ermittlungen keinerlei Beweise gegen die Beschuldigten zur Hand. Aus einer internen Ermittlungsnotiz der Staatsanwaltschaft geht hervor, dass sie sich mindestens darüber bewusst sind, dass auch ein zuletzt angeordneter DNA-Abgleich nicht dazu geeignet ist, die Frage der Täterschaft zu klären. Trotzdem bestehen die Behörden weiterhin auf diesen erheblichen Grundrechtseingriff und weigern sich seit mehr als zwei Monaten fortlaufend, entlastenden Ermittlungsansätzen nachzugehen. Hinweise auf ein Alibi werden nicht überprüft.

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[Berlin] 22.05.2017: Solikundgebung gegen DNA-Abnahme

22.05.2017: Solikundgebung gegen DNA-Abnahme
Am Morgen des 28. Februar 2017 durchsuchten Beamte des Berliner Staatsschutzes mindestens zwei Wohnungen in Kreuzberg und Berlin-Mitte und versuchten dabei zwei Beschlüsse zur DNA-Entnahme zu vollstrecken. Im Raum steht der Vorwurf der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung. Laut Durchsuchungsbeschluss soll der Sänger einer Neonaziband im Dezember 2015 in Berlin-Kreuzberg »diverse Prellungen« erlitten haben. Auch eineinhalb Jahre nach der Konfrontation haben die Behörden keinerlei Beweise gegen die Beschuldigten zur Hand: So geht aus den Ermittlungsakten hervor, dass ein DNA-Abgleich nicht dazu geeignet ist, die Frage der Täterschaft zu klären. Trotzdem bestehen die Behörden weiterhin auf diesen erheblichen Grundrechtseingriff, mit fadenscheiniger Begründung.

Wer hat Angst vorm Alibi?
Ein Betroffener ist nun seit zwei Monaten untergetaucht. Er verweist darauf, dass die Ermittlungsbehörden ein Alibi seiner Arbeitsstelle seit geraumer Zeit ignorieren und spricht von einem gezielten Versuch, Aktivist*innen der sozialen Bewegungen durch die Erfassung ihrer DNA nachhaltig einzuschüchtern. Das anhängliche Verfahren gilt dabei nur als Vorwand, um vollendete Tatsachen zu schaffen.

DNA-Entnahmen verweigern!
Denn die Chancen sich rückwirkend gegen eine DNA-Entnahme zu wehren, stehen schlecht: Selbst wenn sich Verdachtsmomente als haltlos erweisen, ein Alibi wasserdicht ist und das Verfahren später eingestellt wird, verbleiben bereits entnommene DNA-Proben bei einer Verfahrenseinstellung in den polizeilichen Datenbanken. Umso wichtiger ist es deshalb, diese DNA-Entnahmen nicht einfach hinzunehmen. Es ist wichtig, dass wir unsere Leute in so einer Situation unterstützen und zeigen, dass wir ihre Repression nicht einfach hinnehmen. Unsere Öffentlichkeit setzt die Behörden unter Druck und unser Interesse macht den Betroffenen klar, dass sie nicht allein sind! Deshalb fordern wir die Einstellung der Verfahren und rufen zur Kundgebung auf!

Montag | 22. Mai 2017 | 12 Uhr | Amtsgericht Tiergarten, Turmstr. 91

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Berlin: SMART RESISTANCE – Gegen den 20. europäischen Polizeikongress

Gegen den 20. europäischen Polizeikongress
Am 21. und 22. Februar 2017 findet der 20ste Europäische Polizeikongress im Berliner Congress Centrum (BCC) statt. Zu diesem Anlass wollen wir am 18.02.2017 mit einer Demonstration durch Kreuzberg unseren Widerstand gegen die repressive Politik der Herrschenden zum Ausdruck bringen und den Vertreter_innen der europäischen Sicherheitsbehörden im Vorfeld gebührenden Empfang bereiten. Das Motto des diesjährigen Polizeikongress‘ lautet „Europa grenzenlos? Freiheit, Mobilität, Sicherheit“ und schürt die Angst vor grenzüberschreitendem Terrorismus, rüstet die Polizei 4.0 für ihre Arbeit im Cyberraum und thematisiert die Aufrüstung der Grenzen der Festung Europa. Diese Schwerpunktsetzung spiegelt die Hauptpunkte des derzeitigen Sicherheitsdiskurses der Repressionsbehörden wider und wird auch auf dem G20-Gipfel im Juli in Hamburg weitergeführt werden.

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