Kategorie-Archiv: Antira

13.-16.6.2013: Berlin: Internationales Flüchtlingstribunal

Vom 13-16 Juni findet in Berlin am Mariannenplatz das „Internationale Flüchtlingstribunal“ statt. Es ist eine äusserst wichtige politische und kulturelle Veranstaltung der Flüchtlingsproteste. Der Regierung wird zur Last gelegt, mitverantwortlich zu sein für die tägliche Generierung von Fluchtursachen, für das Morden an den europäischen Außengrenzen und für das psychische und physische Leid, das Flüchtlinge und Migrant_Innen hier in Deutschland tagtäglich erleben.
Es werden ungefähr 700-1000 Leute erwartet, die meisten davon Flüchtlinge, die aus ihren Lagern anreisen und dabei mutig die Residenzpflicht brechen.
Wir versuchen alles aber die Zeit ist sehr kurz und wenn wir es nicht schaffen mehr zu mobilisieren haben wir nicht genügend Schlafplätze.

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Unterstütz die Refugees‘ Revolution

Seit einem Jahr kämpfen Flüchlinge gegen die rassistische, nationalistische Gesetze, die die Privilegien von “Deutschen” auf Kosten der Rechte von Flüchtlingen. Mit Refugees‘ Revolution werden die Kämpfe nun fortgeführt. Mit einer Bus-Tour durch Deutschland und einer Demo [Aufruf] am 23.3. in Berlin wird der Kampf unter den Forderungen nach Abschaffung von Abschiebungen, Residenzpflicht und die Schließung aller Lager weitergeführt.Unterstützt die Refugees‘ Revolution!

 
Bus-Tour: 26.2. bis 20.3. 2013 [Stationen und Infos]
Demonstration: Sa. 23.3. | 14 Uhr | Oranienplatz | Berlin-Kreuzberg

04.01.2013 Berlin: Soli-Kundgebung für Jimmy C.

Rassismus angreifen! Solidarität mit Jimmy C.!
Aufruf zur Kundgebung am 4.1.2013, 15 Uhr Berlin, Joachimstaler Straße 15.

„An- und Übergriffe von Nazis und Rassist_innen auf Menschen, die nicht in ihr krudes „Weltbild“ passen, sind weder Randerscheinungen noch eine Seltenheit in Berlin. Mit Jimmy C. hat es zum Jahreswechsel einen weiteren Menschen in Berlin getroffen, der wegen seiner vermeintlichen Herkunft beleidigt, brutal angegriffen, zusammengeschlagen und erheblich verletzt wurde. Deshalb rufen wir wir alle Berliner_innen zu einer spontanen Solidaritätskundgebung am 04. Januar um 15.00 Uhr vor dem Ort des rassistisch motivierten Angriffs, der Diskothek Q.Dorf in der Joachimstaler Straße 15 auf.“ erklären das Bündnis gegen Rassismus sowie der Berliner VVN-BdA e.V.

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[B] Solidemo zur GeSa nach Besetzung der nigerianischen Botschaft

Mit einer Besetzung der nigerianischen Botschaft haben die Flüchtlinge aus dem Protestcamp am Oranienplatz in Kreuzberg heute gegen die menschenverachtende Abschiebepraxis von deutschland und frontex und die kriminelle Beihilfe der nigerianischen Botschaft protestiert. Bei der Aktion kam es zu etwa 30 Verhaftungen, wesswegen kurz darauf eine Antirepressionsdemo mit etwa 1500 solidarischen Menschen zur Gefangenensammelstelle am Platz der Luftbrücke startete.

Die Besetzung der nigerianischen Botschaft ist Teil des Protests gegen eine für Mittwoch geplante Sammelabschiebung und die Kollaboration zwischen der nigerianischen Botschaft und den deutschen Behörden. Die nigerianische Botschaft in der Alten-Jakobs-Str. 4 in Berlin ist bekannt für die willige Austellung von Ausweisdokumenten, auch an Menschen, die nach eigenen Angaben nicht aus nigeria kommen. Mit den gültigen Pässen ist es den deutschen Behörden möglich, Abschiebungen durchzuführen.

Bei der Besetzung http://de.indymedia.org/2012/10/336260.shtml wurden die Aktivist_innen in der Botschaft sowie zahlreiche Unterstützer_innen vor der Botschaft festgenommen. Die Bullern setzten Schlagstöcker und massiv Pfefferspray gegen die Protestierenden ein, mehrere Menschen mussten ihre Verletzungen ärztlich behandeln lassen. Gezielt wurden vor allem Flüchtlinge aus der solidarischen Masse auf der Straße festgenommen. Etwa 30 Leute wurden in GeSa’s abtransportiert.

Unter massisvem Polizeiaufgebot und nicht ohne weiter gezielte Festnahmen kehrten Flüchtlinge und Unterstützende in das Camp zurück, auf einem Plenum beschlossen sie eine Solidemo für die Gefangenen vom Oranienplatz zur GeSa am Platz der Luftbrücke.

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Gedenken an einen 50-Jährigen, der nur 28 Jahre wurde

Eberswalde – Erinnerung an Amadeu Antonios Geburtstag und symbolische Straßenumbenennung

Der Saal des Eberswalder Familiengarten war gut gefüllt. 200 Menschen waren gekommen, um am Sonntag unter dem Titel „Durch Erinnerung zur Toleranz“ Amadeu Antonio zu gedenken. Die Stadt Eberswalde hatte gemeinsam mit lokalen Initiativen und der Amadeu-Antonio-Stiftung zu einer Festveranstaltung geladen. Am 12. August wäre der angolanische Vertragsarbeiter 50 Jahre alt geworden. Doch er starb am 6. Dezember 1990 an den Verletzungen, die ihm wenige Tage zuvor von rund 50 Nazis zugefügt wurden. Amadeu Antonio war eines der ersten Todesopfer rechter Gewalt nach der Wiedervereinigung.

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Engagement gegen Rassismus: Die Amadeu-Antonio-Straße ist überall!

Eigentlich sollte ab dem 12.08.2012, dem 50. Geburtstag von Amadeu Antonio ein Stück der Eberswalder Straße in Eberswalde seinen Namen tragen. Sie wäre dann dort gewesen, wo sie unserer Meinung nach hingehört. Mit 28 Jahren wurde Amadeu Antonio in dieser Straße Opfer brutaler rassistischer Gewalt, vorher lebte er dort wie andere Vertragsarbeiter in einem Wohnheim – separiert.

Weil Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung viele Menschen täglich betrifft und unser demokratisches Zusammenleben erheblich belastet, starteten der Afrikanische Kulturverein Palanca e.V. und die Barnimer Kampagne „Light me Amadeu“ im April 2011 die Initiative für die Straßenumbenennung. Damals war noch nichts bekannt von den Exekutionen der rassistischen Massenmörder in Norwegen und des „NSU“ in Deutschland, nichts vom Misserfolg deutscher Sicherheitsbehörden, wohl aber vom Erfolg und von den spalterischen Auswirkungen des Buches von Thilo Sarrazin.

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Demo gegen Rassismus

Samstag, 10.12.2011 | 11 Uhr | Karl-Liebknecht-Straße – Marx-Engels Forum | Berlin

Ein Bündnis aus migrantischen, linken und antifaschistischen Personen, Gruppen und Vereinen ruft für kommenden Samstag zu einer Demo gegen institutionellen und alltäglichen Rassismus auf. Die UnterzeichnerInnen des Aufrufs fordern u.a. einen bundesweiten Aktionsplan gegen Rassismus, die lückenlose Aufklärung aller rassistischen Morde, die Stärkung und Entkriminalisierung antirassistischer und antifaschistischer Arbeit und die Abschaffung aller rassistischen Sondergesetze.

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Antirassistischer Aktionstag am 24. September in Mannheim

Für den 24. September 2011 rufen antifaschistische und antirassistische Gruppen zu verschiedenen Aktionen in Mannheim auf. Neben einer Demonstration gegen Lager und Abschiebeknäste sind auch Proteste gegen eine Kundgebung der rechtspopulistischen Gruppen „PI-News“ und „Bürgerbewegung Pax Europa“ geplant.

Ein antirassistisches Bündnis organisiert mit landesweiter Unterstützung eine Demonstration mit dem Motto „Aus / Grenzen Auf / brechen – Gegen Lagerunterbringung, Abschiebehaft, Abschiebung von Flüchtlingen, Stoppt die organisierte Unmenschlichkeit!„. Die Demonstration läuft durch die Innenstadt und zieht weiter durch die Neckarstadt bis zum Abschiebeknast im Herzogenried.

 

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Hoyerswerda: Angriff gegen Betroffene von ’91

Am gestrigen Samstag, den 10. September, waren drei Betroffene des rassistischen Pogroms von 1991 als Besucher erneut in Hoyerswerda – und wurden vor dem ehemaligen VertragsarbeiterInnenheim in der Schweitzer-Straße, einem der Schauplätze des Pogroms, erneut von RassistInnen beleidigt und bedroht.

Die Drei wollten mit einem Kamerateam das Haus in der Schweitzer Straße besuchen, in dem einer von ihnen 1991 wohnte. Vor dem Gebäude angekommen, wurde sie von einer Gruppe von Nazis bepöbelt, die Männer und Frauen standen mit ihren Kindern vor dem Wohnblock. Über mehr als 20 Minuten imitierten die Nazis Affenlaute und beschimpften die Männer aus Mosambik und Ghana mit Worten wie „Bimbo“ und „Neger“. Auch einige Senioren schlossen sich der Hetze an, andere BewohnerInnen des Hauses beobachteten die Szene untätig

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