Kategorie-Archiv: Antifa

Berlin: NPD-Wahlkampf blockieren!

Am kommenden Sonntag will die NPD mit Hilfe von so genannten Autonomen Nationalisten und „freien“ Kameradschaftlern Wahlplakate in Berlin aufhängen. Antifaschistische Recherchestrukturen haben in den letzten Wochen erfahren, dass sogar „kampferprobte“ Nazis aus Tschechien angefragt wurden um die rechte Partei zu unterstützen.

In der Parteizentrale in Treptow-Köpenick wollen sich die Faschisten ab 20.00 Uhr treffen und gegen 22.00 Uhr in die Bezirke verteilen um ihre menschenverachtende Propaganda an die Laternen zu bringen. Darüber hinaus wollen sie in der Nacht, in Anlehnung an die nationalsozialistische SA, für Werbevideos einen Fackelmarsch inszenieren. Schon in der Vergangenheit stellten Aktionen der NPD für Migrant_innen, Linke und Menschen die nicht in ihr Weltbild passen eine tödliche Gefahr dar (I&II).

Das Bündnis „Den Nazis auf die Pelle rücken“ ruft neben der Gewerkschaft ver.di und der Berliner VVN/BdA dazu auf die Nazis bereits an der Parteizentrale zu blockieren.

Kundgebung: 06.08. | 20.00 | Seelenbinderstr. 42 | Bln-Köpenick
Gemeinsamer Anreisetreffpunkt wird in Kürze bekanntgegeben!
Presse: Tagesspiegel | taz | npd-blog | Indy

24.9.2011: „Blood & Honour“-Aufmarsch plus „ISD“-Konzert?

News zu den rechten Aufmarschplänen in Frankfurt/Oder

Wir berichteten an dieser Stelle bereits am vergangenen Wochenende über einen für den 24.9.2011 in Frankfurt/Oder (Brandenburg) geplanten Aufmarsch des in Deutschland verbotenen „Blood & Honour“-Netzwerkes. Nun soll am selben Tag – laut Ankündigung auf verschiedenen Naziseiten – auch noch ein „Ian Stuart Memorial“-Konzert mit verschiedenen NS-Bands stattfinden.

Auf dem Konzertflyer befindet sich das Logo der neonazistischen „HNG“ und der „White Prisoner and Supporter Day“-Kampagne.

Es werden bisher folgende NS-Bands angekündigt: „Painful Awakening“ (D), „Second Class Citizen“ (D), „Murder In Society“ (D), „Tiskel“ (Chile) und eine „Überraschungsband“.

Mittlerweile haben die Nazis einen „Ian Stuart Gedenkmarsch“ mit 800 Teilnehmern angemeldet – siehe: Neonazis melden Demonstration an.

Quelle

Der Spuk ist noch nicht vorbei

Neuruppin: Neonazis kündigen für den 24. September eine Demonstration an / erster Aufmarsch im Juli wurde erfolgreich blockiert


INFORIOT – Noch in diesem Jahr wollen Neonazis versuchen, erneut in Neuruppin aufzumarschieren. Auf der Homepage der „Freien Kräfte Neuruppin / Osthavelland“ wird für den 24. September eine Demonstration unter dem Motto „Vom Schuldkult zur Mitschuld – Jetzt erst recht“ angekündigt.

Am 9. Juli sollte es schon einmal eine rechte Demonstration in Neuruppin geben. Eine Blockade von 400 Antifaschist_innen hatte den Aufzug nach einem Bruchteil der geplanten Strecke erfolgreich gestoppt. Nun also ein neuer Versuch: „Eine Demo ist vorbei, wenn die ganze Strecke gelaufen ist“, heißt es im neuerlichen Demoaufruf.

Bereits seit einigen Tagen mobilisieren andere Neonazis zu einer Demonstration in Frankfurt/Oder, die ebenfalls am 24. September stattfinden soll.


Frankfurt/Oder: Nazidemo im September?

Aufruf militanter Rechter wird zurzeit im Internet verbreitet / Anlehnung an Norwegen-Anschläge

INFORIOT Im Internet kursiert derzeit ein Flugblatt, das eine Neonazidemonstration am 24. September in Frankfurt/Oder ankündigt. Der in holprigem Englisch verfasste Text ruft zu einem Aufmarsch an diesem Tag auf, der um 10 Uhr am Hauptbahnhof starten soll. „Indoors and Outdoors – A front“, lautet das Motto: „Drinnen und draußen – eine Front!“ Die Aktion soll Teil des „White Prisoner and Supporter Day“ sein, einem derzeit in der rechten Szene diskutierten Solidaritätstag für inhaftierte Neonazis.

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Brandanschlag auf Falkenheim

http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTxIg3r7a2-w8OSHfejL_OteMiX_IysF2MfzoaY1m5NQoWc8XJZCABerlin: Brandanschlag auf Falkenheim ASH und weitere linke Projekte

In der vergangenen Nacht wurde ein Brandanschlag auf das Kinder- und Jugendzentrum „Anton-Schmaus Haus“ der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken im Kreisverband Neukölln verübt. Das Haus liegt im Stadtteil Britz und war in der Vergangenheit schon öfter Ziel von Neonazi-Attacken. Ein rechtsradikaler Hintergrund wird vermutet. Das Haus wurde wiederholt auf der Seite des „Nationalen Widerstands Berlin“ diffamiert und als potentielles Anschlagsziel mit Adresse und Fotos dargestellt. Es ist auch möglich, dass der Brandanschlag im Zusammenhang mit den Angriffen auf Nazi-Funktionäre in den letzten Tagen steht. Das ASH und der Kinder- und Jugendverband „Die Falken“ stellen ein einfaches Ziel dar…

Das Anton-Schmaus Haus ist sehr stark zerstört und kann vorerst nicht mehr für die Kinder- und Jugendgruppenarbeit genutzt werden. Die Kinder- und Jugendgruppen können sich bis zum Abschluss der Aufräum- und Renovierungsarbeiten dort nicht treffen. Alternativmöglichkeiten zur Fortsetzung und Sicherstellung der pädagogischen Arbeit werden momentan organisiert.

Chronik neonazistischer Aktivitäten

Chronik neonazistischer Aktivitäten in Potsdam und Umgebung für den Zeitraum Januar bis Juni 2011

Seit Beginn diesen Jahres verbreiten Neonazis in Potsdam und dessen Umland weiterhin jeden Monat ihr menschenverachtendes Gedankengut durch Internetpublikationen oder verteilte Propaganda auf den Straßen. Diese stetige Aktivität konnte auch schon letztes Jahr beobachtet werden, siehe „Chronik neonazistischer Aktivitäten in Potsdam und Umgebung 2010″. In der vorliegenden Chronik sind vor allem die Aktivitäten der NPD, der «Alternativen Jugend Potsdam» (AJP) und der «Freie Kräfte Potsdam» (FKP) aufgeführt und mit Daten über neonazistische Gewalt in Potsdam und Umland ergänzt, die im ersten Halbjahr stattfanden.

Diese Chronik kann nicht als vollständiger Bericht für den angegebenen Zeitraum gesehen werden, da sehr oft Betroffene von neonazistischer oder rassistischer Gewalt ihre Erfahrungen aus Angst nicht äußern und sie somit nicht öffentlich gemacht werden. Die Chronik ist ein Versuch, Neonaziaktivitäten im Raum Potsdam und Umland zu erfassen. Dabei dienen zahlreiche Berichte aus der Lokalpresse, der «Opferperspektive e.V.», der «[a] antifaschistische linke potsdam» (AALP) und dem «Antifaschistischen Pressearchiv Potsdam» (APAP) als Datengrundlage. Ebenfalls sind aber auch Aktionen und Berichte der Neonazis selbst mit angeführt.

http://inforiot.de/artikel/chronik-neonazistischer-aktivitaeten-potsdam-umgebung-fuer-zeitraum-januar-bis-juni-2011!