Kategorie-Archiv: Antifa

Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 15.7. in Themar, Grimmelshausen und Kloster Veßra!

Kein ruhiges Hinterland! Blau-braune Strukturen offenlegen! Brauner Nazihochsommer in der Provinz, und die AfD mischt mit Am 15. Juli findet das Nazifestival „Rock gegen Überfremdung“ auf dem von Bodo Dressel, AfD-Bürgermeister von Grimmelshausen, vermieteten Privatgrundstück am Ortsrand von Themar statt. Angemeldet als politische Versammlung vom überregional bekannten und umtriebigen Neonazi Tommy Frenck (Druck18, Gasthaus „Goldener Löwe“), wird das braune Festival von der Gruppierung „Turonen/Garde 20“ organisiert. Dazu zählen unter anderen ehemalige Angeklagte im „Ballstädt-Prozess“, welche tief im „Blood & Honour“-Netzwerk verwurzelt sind und welche die Veranstaltung(en) in den besagten Strukturen auch intensiv bewerben. Bekannte rechte Bands wie „Treueorden“, „Stahlgewitter“, „Die Lunikoff-Verschwörung“, „Sleipnir“, „Blutzeugen“, „Uwocaust“ und „Flak“ sind angekündigt. Es wird daher mit 6000 bis 8000 Nazis gerechnet, die aus ganz Europa anreisen werden. Zusätzlich zum Konzert am 15. Juli planen die Nazis 2 weitere Großveranstaltungen. Das am 1.7. in Gera stattfindende „Rock für Deutschland“ von Gordon Richter (NPD), welches ursprünglich dort angemeldet wurde, und als Reaktion auf die Aberkennung des Versammlungscharakters der Konzerte vom 15.7. und 29.7. trotzig auch in Themar angekündigt wurde.
Am 29. Juli soll das „Rock für Identität“ von Patrick Schröder (FSN.TV) ebenfalls auf dem Grundstück des AfD-Politikers Bodo Dressel stattfinden.

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[B] Support your local Antifa-Camp! Soli für das JWD Camp 2017

14.07. | 22:00 | Scharni 38 / ZGK (Scharnweberstraße 38, 10247 Berlin)
Alle Infos zum JWD-Camp: jwd-camp.org // jwdcampbb.blogsport.eu

Vom 24.-27. August findet in Cottbus das JanzWeitDraussen-Camp (JWD-Camp) statt. Das JWD-Camp ist nicht-kommerziell, selbstorganisiert und soll antifaschistischen Jugendlichen den Raum geben sich zu vernetzen, zu bilden und zu erholen. Auf dem Programm stehen Workshops, Konzerte und vieles mehr. Doch damit es stattfinden kann, brauchen wir euch! Also, wir sorgen für die Musik und das Ambiente, ihr kommt rum und lasst ein Paar Soli-Taler da. Trash oben, Hiphop/Trap und feinsten Techno im Keller, dazu kühle Getränke, Cocktails und diverse Specials versprechen einen spektakulären Abend!

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Ultrash No. XI vom 30.6.-2.7.2017 auf dem Freiland-Gelände in Potsdam

Auch im Jahr 2017 organisieren die Red & Anarchist Skinheads Berlin-Brandenburg, das Filmstadtinferno 99, Scortesi und engagierte Einzelpersonen zum mittlerweile elften Mal das politisches Subkulturfestival für Skins, Punks, Ultras u.a. antifaschistische Gegenkulturen! Das Ultrash-Festival findet vom 30.6-2.7.2017 in Potsdam statt! Dieses Jahr spielen u.a. Kaos Urbano, Nucléo Terco, Neonschwarz, Retrograd, Ackee & Saltfish, Fontanelle, Defenders of the Universe u.a.
Nach den Konzerten werden wie jedes Jahr die legendären Aftershowpartys stattfinden! Und es wird wieder jede Menge Essens-, Polit- und Merchandisestände (Fire & Flames, Riot Bike Records, Grandioso, Opør Streetwear u.a.) geben!

Am Samstag den 1.7. findet im Karl Liebknecht Stadion ab 13.30 Uhr noch ein Freundschaftsspiel zwischen dem SV Babelsberg 03 und Altona 93 statt!

Da uns das Zusammenführen von linken Teilbereichskämpfen und Subkulturen weiterhin sehr am Herzen liegt, weisen wir Euch hiermit auch auf die antifaschistischen Proteste gegen den mittlerweile 6. Naziaufmarsch am Samstag den 1.7.2017 unter dem Motto „Merkel muss weg“ in Berlin-Mitte hin (Siehe: http://berlin-gegen-nazis.de/samstag-01-07-2017-sechster-rechtsextremer-merkel-muss-weg-aufmarsch-in-berlin-mitte-breite-gegenproteste-einschaetzung-der-mbr/)!

Auf unserem Ultrash-Festival wird es zudem verschiedene Infos zu den europaweiten antikapitalistischen Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg eine Woche später geben! Fahrt da alle hin und sorgt mit dafür, dass wir an diesem Wochenende ein starkes Zeichen gegen die bestehenden kapitalistischen Verhältnisse setzen!

Auch zum Ultrash No. 11 haben sich wieder bundesweit und international viele Gäste angekündigt! Wir werden auch dieses Mal wieder die Gelegenheit nutzen uns auszutauschen und weiter zu vernetzen, um weiterhin in unseren Gegenkulturen – ebenso wie gesamtgesellschaftlich – für eine alternative & solidarische Gesellschaftsform zu kämpfen! ///

Dieses Jahr gibt es zudem ein wunderbares Mobivideo (https://vimeo.com/221088651) zum Ultrash No.11 mit Material vom 10-jährigen Jubiläum aus dem Jahr 2016! Viel Spaß damit & 1000 Dank an die Macher*innen bzw. left report! /// Alle Infos zum Ultrash No.11 findet ihr hier: https://www.facebook.com/events/653336951514917/?ti=cl

Festivalprogramm 2017

Freitag 30.6.2017: Spartacus/Indoor
– Kaos Urbano (AFA-Streetpunk-Kultband aus Madrid!)
– LA SEVERA MATACERA (Ska/Punk aus Kolumbien)
– Nitro Injekzia (Punk.Rock aus Berlin)
– DEFENDERS OF THE UNIVERSE (Punk, Rap, Hardcore, Off-Beat aus Schwäbisch Gmünd)

18.00 Uhr: Wir zeigen den neuen Film „Antifascists“ aus Schweden!:https://www.facebook.com/ theantifascists/

Einlass Konzert: 20.00 Uhr!

Aftershowparty im Spartacus mit den allseits bekannten Ronny+Mike – Alltimefavourites ohne Ende – Abriss pur! 🙂

Samstag 1.7.2017 Karli/Babelsberg: SV Babelsberg 03 vs. Altona 93

Es ist soweit! Das Freundschaftsspiel für das Ultrash-Wochenende steht fest! Dieses Mal geht es nicht gegen den FC Sankt Pauli sondern gegen den Hamburger Fußball-Club Altona 93! Wir freuen uns auf ein schickes Match am Samstag den 1.7.2017 im Karli in Babelsberg! Spielbeginn wird um 13.30 Uhr sein! Eintritt 5-6 Euro! Im Anschluss daran alle zum Ultrash-Open Air auf dem Freilandgelände mit Neonschwarz, Núcleo Terco, Ackee Saltfish, Retrograd Fontanelle & Docnest! /// https://www.facebook.com/ Altona93/11

Samstag 1.7.2017: Freiland/Open Air

– Neonschwarz (HipHop aus Hamburg):
– Núcleo Terco (AFA-Streetpunk/ Oi!-Legende aus Madrid/Spanien)https://www.facebook.com/ Nucleo.TercoVK/
– Ackee & Saltfish (Rudereggae & Rocksteady aus Bordeaux)
– Retro///grad (Streetpunk/Oi! aus Bordeaux)
– Fontanelle (Antifascist Oi! aus Leipzig): https:// thefontanelle.bandcamp.com/ releases
– Docnest (Zeckenrap aus St.Pauli/Hamburg)

Einlass Konzert: 16.00 Uhr!

Aftershowparty im Spartacus Potsdam mit dem legendären Team RamRod(Alltimes Favourites)
Haus2 : Nighter mit Rudy Willy & Monty Cantsin (Early Reggae, Rocksteady, Ska)

Ultrash-Fanzine!
Es ist vollbracht! Das Zine zum diesjährigen Ultrash Festival Nr. XI ist fertig. Im Heft sind 20 Texte. Darunter sind neun Interviews mit den Bands, die an den zwei Tagen spielen werden. Der inhaltliche Schwerpunkt ist das Engagement von Fußballfans für Geflüchtete. Zudem beschäftigt sich ein großer Block mit Frauen in der Kurve. Wir schauen aber auch über den Tellerrand. Nämlich einmal in Richtung Roller Derby. Hierzu haben die fantastischen Prussian Fat Cats einen lesenswerten Beitrag über ihren Sport geliefert. Und in Richtung Hamburg, wo nächste Woche G20 blockiert werden soll.

Neben fettem Lesestoff bietet das Heft eine Fülle von Bildern. Darunter sind Bandfotos, Bilder zu Aktionen und dem Engagement von Fußballfans sowie einige Sketches aus den Heften der Refugees‘ Library. Zum grandiosen Festival bekommt ihr also ein Zine voll mit interessanten Infos, klaren Statements, etwas Unterhaltung, Nachdenklichem und einer Link-Liste zum selber Nachlesen. Sichert euch die neueste Ausgabe des Ultrash Unfug am Besten schon am Freitag. Damit ihr die Pausen zwischen den Konzerten, die Halbzeitpause und den Nachhauseweg am Sonntag sinnvoll füllen könnt.

Wir freuen uns auf ein gelungenes & solidarisches DIY-Ultrash-Festival 2017!

Eure Ultrash-Crew

Infos zum Naziaufmarsch am 1.7.2017 in Berlin & zu den Protesten gegen den G20-Gipfel findet Ihr hier:
Samstag, 01.07.2017, Sechster rechtsextremer „Merkel muss weg“-Aufmarsch in Berlin-Mitte +++ Breite Gegenproteste +++ Einschätzung der MBR
Am 01. Juli 2017 ruft die rechtsextreme Initiative „Wir für Berlin & Wir für Deutschland“ zum sechsten Aufmarsch mit dem Motto „Merkel muss weg“ auf. Nachdem die letzten zwei Aufmärsche durch die Spandauer Vorstadt (Mitte) führten, hat die „Anwohnerinitiative für Zivilcourage – Gegen Rechts“ drei Kundgebungen im Viertel angemeldet, um den rechtsextremen Aufmarsch nicht erneut unwidersprochen durch das Wohngebiet laufen zu lassen. Auch das Berliner Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin und das Berliner Bündnis gegen Rechts haben Proteste angemeldet.

Weiterlesen: http://berlin-gegen-nazis.de/samstag-01-07-2017-sechster-rechtsextremer-merkel-muss-weg-aufmarsch-in-berlin-mitte-breite-gegenproteste-einschaetzung-der-mbr/

Berlin goes Hamburg!

Antikapitalistische Demo am 6.7.: https://g20tohell.blackblogs.org/international-anticapitalist-demonstration/de/
Aktion am Hafen 7.7.: https://shutdown-hamburg.org
Blockade-Aktion in der Innenstadt am 7.7.: http://www.blockg20.org
Internationale Demonstration 8.7.: http://g20-demo.de

Kontakt zur Ultrash-Crew: ultrash@freiland-potsdam.de
https://www.facebook.com/ULTRASH.fest
http://www.filmstadtinferno.de/
http://www.red-skins.de/

0161 Festival 2017

0161 Festival 2017!

Website / Tickets – http://0161festival.com/

It is an honour and a pleasure to bring you the next, and what will be our fourth edition of 0161 Festival, please read below to find out what we are about and new things to expect in 2017 and the changes we have made!
ABOUT;
We are an anti-fascist D.I.Y. benefit festival that’s been running for the last few years to raise money for anti-fascist activists throughout Europe. With a huge variety of music, films, and other activities going on over the weekend, there is something for everyone to enjoy. We aim to show that regardless of the music you like, or where you come from, that we are all united under the anti-fascist banner.

The aim of the festival, since the start has been to bring people from the community and further afield to join together in solidarity against racism and fascism. To all stand together, as one, no matter who you are or where you come from. For a long time, anti-fascist and anti-racist benefit gigs and events have been very much part of a ‘clique’ and not engaging with people from different backgrounds and communities. We started the festival to change that, to have music from all over the world, people from all walks of life.

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16.6.2017 SFE/Berlin: Harry Waibel: Antisemitismus und Neonazismus in der DDR

Die ostdeutschen Pogrome der frühen Neunziger sind kein bloßes Produkt der Wende, ihre Ursprünge liegen in der DDR. Die Zahl von 200 Pogromen in über 110 Städten – neben weiteren 7000 rassistischen und antisemitischen Angriffen seit den 1960ern – zeigt, dass rechte Straßenmilitanz schon in der DDR zu einem unbeherrschbaren Phänomen geworden war.

Seit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten gibt es in den neuen Bundesländern, relativ zur Zahl der Bevölkerung, 2- bis 3-mal mehr rechte Propaganda- und Gewalttaten als im Westen. Dabei gehen Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus in Ostdeutschland nach 1990 im Wesentlichen zurück auf die Defizite des DDR-Systems.
Die SED hatte einen Antifaschismus etabliert, der blind war gegenüber den antisemitischen und neonazistischen Phänomen, die sich dadurch zu einem immer größer werdenden Problem entwickeln konnten. Die Entnazifizierung in der SBZ/DDR war nicht tiefgreifend genug und wurde zu schnell abgebrochen. Hinzu kommt, dass der latente und manifeste Antisemitismus in der DDR durch die Ideologie des Antizionismus vertuscht wurde.
Harry Waibel belegt diese Defizite, indem er Neonazismus und Rassismus in der DDR detailliert und differenziert nachgeht.
Konkret geht es um etwa 7.000 Angriffe von Neonazis bzw. Antisemiten in der DDR, in schriftlicher und mündlicher Form, um propagandistische Verherrlichungen des nationalsozialistischen Groß-Deutschlands und der faschistischen Partei-, SS- und Wehrmachtsführer. Dazu kamen Schmierereien von Hakenkreuzen und SS-Runen auf Straßen, Plätzen und an Gebäuden und über 900 antisemitische Angriffe. Seit den 1960er Jahren haben etwa 200 Pogrome bzw. pogromartige Angriffe in über 110 Städten und Gemeinden stattgefunden. Die vorwiegend männlichen Akteure sind, entweder als individuelle Täter oder in Gruppen, auf allen gesellschaftlichen Ebenen, so in den meisten Schulformen und unter den jungen Arbeitern zu finden. Zu den Neonazis gesellten sich ab Ende der 1970er Jahre Skinheads. Zu ihnen stießen gewaltbereite Fußball-Anhänger, die so genannte Hooligans.
Zusammen mit den Skinheads entwickelten sie eine öffentliche, schlagkräftige Militanz, die in den politisch motivierten Straßenschlachten gegen die Sicherheitskräfte sichtbar wurde. Der Neonazismus in der DDR bestand aus mehreren Elementen und war ab Mitte der 1980er Jahre für die SED nicht mehr zu beherrschen.
Die Informationen zum Buch stammen aus Materialien aus den Archiven des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Ministeriums für Staatsicherheit, der ehemaligen DDR (BStU), die in der Regel als «Geheim» deklariert worden.

Erschienen im Schmetterling Verlag

Mehr Informationen unter http://www.schmetterling-verlag.de/page-5_isbn-3-89657-153-2.htm

FB-Event

17.6.2017 Berlin: Kein IB Aufmarsch im Wedding!

Nazis im Wedding? Gemeinsam Widerstand leisten!
Demo gegen Aufmarsch der „Identitären“:
Sa, 17.06.2017 | 12:00 Uhr | Leopoldplatz (Wedding)
Gegenproteste:
Sa, 17.06.2017 | 13:30 Uhr | S/U-Bahnhof Gesundbrunnen (Wedding)

An kommenden Samstag möchten Nazis der sogenannten „Identitären Bewegung“ im Wedding rassistische Hetze verbreiten. Bis zu 500 Nazis aus vielen Ländern Europas werden zu einer Demonstration erwartet. Diese soll um 14 Uhr am S-/U-Bhf. Gesundbrunnen starten.
Die „Identitäre Bewegung (IB)“ besteht aus Gruppen aus Frankreich, Österreich und Deutschland, die sich vor allem rassistisch gegenüber Geflüchteten und muslimische Personen äußert und Europa weiter nach rechts rücken möchte. Ideologisch und personell sind sie eng verbunden mit anderen Nazi-Gruppen sowie rechten Parteien wie der „Alternative für Deutschland (AfD)“.
Darum rufen wir alle auf: kein Nazi-Aufmarsch im Wedding! Niemals! Gehen wir am Samstag um 13:30 Uhr zum Gesundbrunnen und machen ihnen klar, dass wir ihre Hetze nicht dulden. Bringt Freund*innen und Kolleg*innen mit!
Schulter an Schulter gegen den Faschismus!
Update: Die Mobile Beartung gegen Rechts schätzt die Demo-Route so ein, dass die „IB“ vom Gesundbrunnen die Brunnenstraße runtergehen will- also keinen Abstecher in die Kieze oder nach Prenzlauer Berg machen wird.

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16.6.2017 JUP/Berlin: »Identitäre Bewegung« – Faschismus in neuem Gewandt

Faschismus in neuem Gewandt
(Mit Input zu den »Identitären« in Pankow)
Vortrag:
Fr, 16.06.2017 | 19:00 Uhr | JUP (Florastraße 84 / Pankow)
Referent*in: Kathrin Glösel, Co-Autorin des Buches: »Die Identitären. Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa«
Veranstalter*innen: North-East Antifascits [NEA]
Hinweis: Fr, 17.06.2017 | Aufmarsch der »Identitären« in Berlin blockieren!
Seit 2012 breitet sich die sogenannte »Identitäre Bewegung« (IB) in europäischen Ländern zunehmend aus. Durch Besetzungen, Störaktionen und Demos sie propagieren eine »Kulturrevolution von rechts«. Mit ihren medial aufbereiten Aktionen, die sie in den sozialen Netzwerken verbreiten, zielen sie vor allem auf junge Menschen. Die stetige Betonung ihrer »Gewaltfreiheit« wurde durch den Mord an einem Punk-Musiker durch Mitglieder der »Identitären« im französischen Lille, kürzlich auf tragische Art und Weise widerlegt. Gleichwohl in Deutschland Teile ihrer Anhänger*innen aus den Jugendstrukturen der NPD oder von »Autonomen Nationalisten« kommen, bezieht sich die IB nicht explizit auf den Nationalsozialismus. Sie beziehen sich auf die »konservative Revolution« und reden statt von »Rassenmischung«, vom »Großen Austausch«. Aller Versuche der Tarnung zum Trotz ergibt die Summe ihrer Inhalte ein Programm mit faschistischem Profil. In der Veranstaltung wird auf die Ideologie, Strategie und Symbolik der IB eingegangen. Zu Beginn wird es Informationen zu den Aktivitäten der IB in Pankow geben.

[Karlsruhe – No TddZ] We have lined up to prevent the Nazi march!

We have lined up to prevent the Nazi march!*
On June, 3rd, 2017 Nazis from all over Germany and beyond will try to march through Karlsruhe. The reason is the so-called „Tag der deutschen Zukunft“ („TddZ“), which the Nazis of the fascist party „Die Rechte“ want to bring to Karlsruhe this year.

*“TddZ“ – peddling with völkisch ideology*

The „Tag der deutschen Zukunft“ has been held in different cities since 2009. It has established itself as one of the major events for German fascists. With around 1000 participants at the last gathering in Dortmund, the „TddZ“ has once again clearly increased in importance. In terms of content, the event is characterized not only by clearly displays of nationalism and fascism as well as a propagation of the blood and soil ideology, but also by a positive relation to historical German fascism.

Qualitatively, fascism and fascist organizations differ greatly from newer actors of the right-wing groups, such as the „AfD“ or „Pegida“. As disgusting and dangerous as they are and as much as they are intertwined with the clearly fascist right, fascism itself still presents itself as an ideology and movement that thoroughly thinks through cultivated resentments and represents their violent implementation. Fascism does not only mean extreme nationalism, but also terrorism and death for it’s opponents and all groups that are excluded in the fascist idea. This includes all those who do not fit into their mindset because they have a different skin color, nationality, religion or sexual orientation. Feminists, people with disabilities and the left, are also among the enemy images of the neo-Nazis. The current fascist rights are still far from reaching this goal. Their form of racism also aims at a split in society and is compatible to the ideology of other newer right-wing groups, which pursue the same goal but do not pursue a concrete fascist dictatorship.

Although for major events like the planned “TddZ” in Karlsruhe, Nazis all over Germany are beeing mobilized, moving the location of this event to southern Germany ultimately serves as an opportunity for the local fascist scene to demonstrate their strength, present itself and strengthen their own rows.

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Neonazis planen „Fackelmarsch“ an KZ-Gedenkstätte in Braunschweig

Die NPD-Jugend „Junge Nationaldemokraten“ hat nach Informationen des Bündnis gegen Rechts für den 31.05.2017 direkt auf dem Gelände einer KZ-Gedenkstätte in Braunschweig einen „Fackelmarsch“ angemeldet. Die Neonazis wollen sich am dort befindlichen Schilldenkmal zu einer „Heldenehrung“ zum Todestag des antinapoleonischen Freikorpsführer Ferdinand von Schill versammeln. Die Stadt soll eine stationäre Versammlung der Neonazis an der KZ Gedenkstätte Schillstraße – allerdings ohne die Nutzung von Fackeln – bereits bestätigt haben.

David Janzen, Sprecher des Bündnis: „Es ist eine unerträgliche Provokation, dass an einem solchem Ort der Erinnerung an den Holocaust und der Mahnung vor den Verbrechen der Nationalsozialisten, deren geistige Enkel zu einer ‚Heldenverehrung’ aufmarschieren. Erst in dieser Woche wurde die KZ-Gedenkstätte Schillstraße zum wiederholten Male mit neonazistischen Parolen beschmiert. Und nun dürfen die Neonazis hier auch noch eine ‚Heldenehrung‘ an einem Denkmal durchführen, welches nicht nur ein ‚Eisernes Kreuz‘ als Symbol des deutschen Militarismus trägt, sondern mit seinen Inschriften auch den verbrecherische Krieg der Wehrmacht zu einem ‚Freiheitskampf‘ umdeutet.“

Das Bündnis gegen Rechts kritisiert, dass die Stadt die Versammlung an diesem Ort des Gedenkens an die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht untersagt hat und ruft dazu auf, am Mittwoch, den 31.5.2017, um 18:00 Uhr zur KZ Gedenkstätte Schillstraße zu kommen, um dort gegen den angekündigten Auftritt der Neonazis zu protestieren.

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Gedenkvideo Clément Méric 2017 // À jamais dans nos luttes!

Clément Méric – Remembering means fighting!
Am 05. Juni 2013 wurde der 18-jährige Antifaschist Clément Méric in Paris von Faschisten ermordet. Clément befand sich gerade in der Chaussée d’Antin, als er beim Verlassen eines Geschäfts auf eine Gruppe Faschisten traf, zu der auch sein Mörder Esteban Morillo gehörte. Morillo erkannte Clément, der sich zuvor an den Protesten gegen die ‚manif pour tous‘-Bewegung (Protestbewegung gegen die ‚marriage pour tous‘, also die Ehe für alle, auch für Homosexuelle) beteiligt hatte, von einer Gegendemo wieder. Es kam zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf Clément vom Haupttäter mit einem Schlagring am Kopf getroffen wurde. Clément erlag seinen Verletzungen kurze Zeit später im Krankenhaus.

Der Mord löste in Frankreich kurzzeitig landesweite Bestürzung aus und zahlreiche Medien berichteten über den Fall. In der Folge boten Fernsehsender aber vor allem Rechten und ihrem Gedankengut eine Plattform, indem sie z.B. den rechten Ideologen und die Führungsfigur des Troisème Voie, Serge Ayoub, einluden, um ihn zu dem Fall zu befragen.
Abgesehen davon, dass Serge Ayoub jede Verbindung zu den Tätern leugnete (obwohl es eindeutige Belege für ihre Bekanntschaft gibt), nutzte er die willkommene Gelegenheit, um sein Weltbild in der Presse zu verbreiten und darüber hinaus den Mord an Clément zu einer unglücklich verlaufenen Schlägerei herunterzuspielen, die außerdem von der Gruppe um Clément begonnen worden wäre – eine Darstellung der Ereignisse, der die Medien später folgten.
Nachdem die Gruppe Jeuneusse Nationalist Révolutionnaire, eine Art Jugendgruppe des Troisième Voie, der Esteban Morillo angehört hatte, von staatlicher Seite verboten wurde, spielte der Fall medial und politisch kaum noch eine Rolle.

Seit wir im Jahr 2013 von Cléments Tod erfuhren, organisierten wir jedes Jahr rund um seinen Todestag verschiedene Aktionen, um ihm zu gedenken und an die Tat zu erinnern. Im Jahr 2015 und 2016 reisten wir selbst nach Paris, um Cléments Freund*innen und Genoss*innen zu treffen und in Interviews mehr über Clément und seinen Aktivismus, aber auch darüber, wie seine Genoss*innen weiterkämpften und über die Entwicklung rechter Strukturen in Frankreich zu erfahren. Aus dem Material entstanden die Dokumentarfilme „Une vie de lutte“ (2015) und „Paris Rebelle“ (2016).

Auch dieses Jahr möchten wir an den Mord erinnern und haben daher ein Gedenktransparent an der Straße des 17. Juni, einer der größten Straßen Berlins aufgehängt und ein Graffiti für Clément gemacht. Beides haben wir in einem kurzen Videoclip festgehalten.
Wir finden es wichtig, den Antifaschist*innen und Genoss*innen, die Teil unseres gemeinsamen Kampfes waren und die von Nazis so brutal aus dem Leben gerissen wurden, zu gedenken, um immer wieder klar zu machen, dass Rassismus und Faschismus gefährlich sind und Menschen mit diesem Gedankengut nicht vor Mord zurückschrecken, um gegen Andersdenkende vorzugehen.
Wie in Cléments Fall, ist es im gesellschaftlichen Mainstream üblich, von Nazis begangene Morde zu Schlägereien herunterzuspielen. Mit unseren Aktionen möchten wir dazu beitragen, dass Clément nicht vergessen wird und dass die Tat als das benannt wird, was sie war: ein faschistischer Mord.

Nur solange wir unseren ermordeten Freund*innen und Genoss*innen gedenken und Aktionen machen, die an sie und ihre Schicksale erinnern, bleiben sie unvergessen und leben in unseren Kämpfen weiter.
Daher beteiligt euch an der Gedenkdemonstration für Clément Méric am 03.06. in Paris (Place de la République) oder macht bei euch vor Ort Aktionen, um Clément und allen Opfern faschistischer Gewalt zu gedenken!

Gedenkvideo Clément Méric 2017 // À jamais dans nos luttes!
Vimeo: https://vimeo.com/219471773
YouTube: https://youtu.be/lB468DXYiPM
Infos: pourclement.org // antifa-nordost.org // leftreport.blogsport.eu