Anerkennung aller Todesopfer rechtsextremer Gewalt!

Mit der Anerkennung der zehn Opfer des NSU hat die Bundesregierung ihre Statistik der Todesopfer rechtsextremer Gewalt auf 58 erhöht. Erneut wurde jedoch die Chance verpasst, die offizielle Zahl der von Neonazis Ermordeten zu überprüfen.

Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, forderte deswegen: „Die Bundesländer müssen ihre Statistiken überprüfen und jeden Einzelfall neu aufrollen.“

Zeitgleich mit der Gedenkfeier in Berlin, biete sich, so Kahane weiter der brandenburgischen Stadt Eberswalde die Chance, ein solches Zeichen zu setzen. Über die Umbenennung in „Amadeu-Antonio-Straße“ stimmt die Stadtverordnetenversammlung an diesem Donnerstag ab. Der angolanische Vertragsarbeiter Amadeu Antonio war eines der ersten Todesopfer rechtsextremer Gewalt im wiedervereinten Deutschland. „Eine Straße nach einem von Neonazis ermordeten Bürger zu benennen, zeugt von bewusstem Umgang mit der eigenen Stadtgeschichte. Eberswalde könnte Vorbildliches schaffen, auf dem Weg zu einem aufrichtigen  Opfergedenken“, erklärt Anetta Kahane. Vom Ausschuss für Kultur, Soziales und Integration Eberswaldes wurde die Umbenennung bereits vergangene Woche abgelehnt. Das lässt leider nichts Gutes für die Entscheidung erwarten.

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