9.3.2015 K9/Berlin: Infoveranstaltung: „Mall of Shame“ – Pay, you fuckers!

„Das Schönste am Sonntag sind die Samstagabende.“
Mit diesem Tucholsky Zitat wirbt die „Mall of Berlin“ für unbeschreibliches Konsumvergnügen jetzt auch am Wochenende. Wenn der sozialistische Schriftsteller dies wüsste, würde er wahrscheinlich im Grabe auf Hochtouren rotieren.

Denn während des Baus hat sich das „Shoppingparadies“ vor allem durch die Ausbeutung der dort beschäftigen Leiharbeiter profiliert. Es mussten hunderte Arbeiter aus Rumänien, schlecht untergebracht, ohne Vertrag, für einen in Deutschland rechtswidrigen Lohn schuften und dieser wurden am Ende noch nicht einmal vollständig ausbezahlt.

Wo die Mall auf der einen Seite medial eine konsumorientierte Friedefreude-eierkuchen Vorweihnachtszeit propagierte, standen auf der anderen Seite, nämlich vor dem Haupteingang, wochenlang die geprellten Arbeiter und demonstrierten für ihren Lohn. Unterstützung erhielten sie dabei weder vom Senat, noch von einer der großen Gewerkschaften. Der Unterstützung der Gewerkschaft FAU ist es zu verdanken, dass die Praxis des Auftraggebers HGHI Leipziger Platz GmbH öffentlich gemacht wurden und die Arbeiter sich zu Wehr setzen konnten.

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