8.2.2016 jw-Ladengalerie/Berlin: Neue Heimat, neue Klänge? – Musikalische Perspektiven von Migration und Flucht

Wie kann die Erfahrungen von Migration und Flucht musikalisch verarbeitet werden? Kann die Tonkunst neue Orientierung, neue Verortung, gar eine neue Heimat bieten? Und welche kreativen Möglichkeiten stehen den Neuankömmlingen in der deutschen Kulturszene zur Verfügung? M&R lädt zu einer Gesprächsrunde, in der Musiker und Vertreter von Kulturinstitutionen die musikalischen Dimensionen von Flucht, Migration und Heimat ausloten werden.

Gesprächspartner sind der Deep-Electronic-Musiker Namito, die Dramaturgin und Musikpädagogin Tamara Schmidt und der Labelmanager Jochen Kühling. Namito ist in Teheran geboren, 1985 im Alter von 14 Jahren nach Deutschland geflüchtet und wird von seiner künstlerischen Verarbeitung des Verlustes seiner Heimat und Annäherung an das neue Zuhause berichten. Tamara Schmidt wird das Musiktheaterprojekt »Neuland« vorstellen, das am 16. April an der Deutschen Oper Berlin Premiere feiert. Mit diesem Experiment erhalten jugendliche Flüchtlinge die Möglichkeit, sich im Rahmen einer utopischen Staatsgründung mit Ankommen, Fremdheit und dem Wunsch nach einer gemeinsamen Zukunft auseinanderzusetzen. Jochen Kühling hat mit den auf seinem Label Run United herausgegebenen Samplern »Heimatlieder aus Deutschland« die Musik der eingewanderten Generationen ins öffentliche Bewusstsein gehoben.

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