4.5.2017 Sputnik/Potsdam: Kolumbien auf dem Weg zum Frieden?

Im Jahr 2012 begannen die Friedensgespräche zwischen der Regierung Kolumbiens mit der größten aktiven und linken Guerillabewegung des lateinamerikanischen Kontinents, der FARC-EP. Diese wurden am 26. September 2016 offiziell beendet. Am 2. Oktober 2016 stimmte jedoch in
einer Volksabstimmung eine knappe Mehrheit gegen den Friedensvertrag. Dieser wurde schließlich neu verhandelt und befindet sich nun in der Umsetzung.

Wie steht es um den Friedensprozess mit der FARC-EP? Wie sieht es mit den aktuellen Umsetzungen der Vereinbarungen aus? Werden die Waffen niedergelegt und was geschieht danach mit der Guerilla? Ist Frieden in einem Land denkbar, in der die Ungerechtigkeit enorm ist und die Morde an Personen der politischen und sozialen Bewegungen weiter steigen?

In der Veranstaltung wird die Kurzdokumentation „Hablan las FARC-EP“ (Die FARC-EP sprechen) mit deutschen Untertiteln gezeigt. Ein Protagonist des Filmkollektivs der Dokumentation, Roman Zeughaus, wird
anwesend sein. Christian Raschke, Mitglied vom
Lateinamerika-Arbeitskreis Tierra Unida und mit mehreren Arbeits- und Studienaufenthalten in Kolumbien, berichtet über den Stand der Umsetzungen des Friedensabkommens und die politische Zukunft der Guerilla.

Beginn: 19.00 Uhr