29.10.2011 Freiburg: Aufruf zur Demo „Wem gehört die Stadt?“

Gegen Verdrängung. Mieten stoppen. Eine Stadt für Alle.

Demonstration am 29.10.2011 für eine sozial-gerechte und ökologische Perspektive | 14 Uhr Bertoldsbrunnen | Freiburg im Breisgau

„Freiburg ist so teuer, weil es attraktiv ist, sorry, das ist eben Marktwirtschaft“ (Badische Zeitung vom 18. April 2011). So sieht der grüne Oberbürgermeister Salomon „seine“ Stadt.
Aufrufe: UStA: „Wem gehört die Stadt?“ | P.H.A.: „Abriss, Miete, Schicksanierung – wir haben’s satt!“ | Mobi-VideoGood Morning Green City | 1. Pressemitteilung | 2. Pressemitteilung

Doch in einer marktwirtschaftlich organisierten Stadt ist kein Platz für alle: Der öffentliche Raum wird kommerzialisiert und überwacht, der Nahverkehr wird teurer, Mieten steigen und Menschen mit geringem Einkommen werden an den Stadtrand oder ins Umland verbannt. So greift das Prinzip der Verdrängung, wissenschaftlich auch Gentrifizierung genannt, um sich: Studis, Azubis, Alleinerziehende, Renter_innen, Migrant_innen, Alternative und Hartz IV-Empfänger_innen müssen in Freiburg ebenso wie in anderen Städten den Besserverdienenden weichen.

Immobilienmakler_innen, Grundstücksbesitzer_innen, Vermieter_innen, Stadtverwaltung, Stadtbau und die schwarz-grüne Gemeinderatsmehrheit sorgen mit Bebauungsplänen, Verkauf und Luxussanierung für den reibungslosen Ablauf der „Aufwertung“ und für die daraus resultierende Verdrängung. Wo sich die Menschen dieser Entwicklung nicht fügen, folgt juristische und polizeiliche Gewalt. Ökologische Maßnahmen werden derweil gegen soziale Bedürfnisse ausgespielt, wenn Gebäude als Wohlfühlprodukte vermarktet werden, wie es sich in den zahlreichen neu gebauten oder voll sanierten Passiv-Häusern wiederspiegelt. Durch die ständigen Mieterhöhungen, die viel zu niedrigen Löhne und Hartz IV-Sätze entsteht eine ständige Angst vor dem Verlust der Wohnung. Die Lebensqualität in der „Wohlfühl-Green City“ hängt vom Geldbeutel ab.

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