26.3.2015 HausZwei/FreiLand Potsdam: „Üb‘ immer Treu und Redlichkeit“ – Ein harmloses V

Das Glockenspiel der Garnisonkirche und die Melodie des Liedes „Üb‘ immer Treu und Redlichkeit“ gehörten zu den Wahrzeichen der Garnisonkirche und Potsdams. Viele der BefürworterInnen des
Wiederaufbaus der Garnisonkirche verknüpfen damit sentimentale Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend. Nicht ohne Grund begannen die Bemühungen um den Wiederaufbau mit der Aufstellung einer Kopie dieses Glockenspiels.

Seither schallt „Üb’immer Treu und Redlichkeit“ wieder durch Potsdam. In Reiseführern und populärwissenschaftlicher Literatur wird das Lied in der Regel als im positiven Sinne volksliedhafte Verherrlichung preußischer Tugenden dargestellt. Vereinzelt wird jedoch kritisiert, dass es sich um ein antisemitisches Lied handele.

Im Rahmen dieser Veranstaltung soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit das Lied einen antisemitischen Gehalt hat und was dies mit der Geschichte des Bauwerkes, seinem angeblichen Missbrauch durch die Nationalsozialisten und der angestrebten Wiedererrichtung der Garnisonkirche zum 500.Jubiläum der Lutherschen Reformation zu tun hat.

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