23.4.2016 Berlin: Kein MMA-Turnier mit Nazis in Berlin-Weißensee!

Kein MMA-Turnier mit Nazis in Berlin-Weißensee!

Am 23. April 2016 findet im Tenniscenter Weißensee (Roelckestraße 105, 13088 Berlin) das dritte Turnier der Kampfsport-Reihe »Sprawl and Brawl« statt. Auch dieses Mal treten wieder MMA-Kämpfer der Neumünsteraner Kampfschule »Athletik Klub Ultra« (AKU) an (Wrangelstraße 34, 24539 Neumünster) (01). Betreiber und erster Vorsitzender des AKU ist Tim Bartling (01.07.1970) (02), ein Urgestein der Schleswig-Holsteiner Naziszene. Bartling war Mitbegründer, Sprecher und treibende Kraft des Nazitreffs »Club 88« in Neumünster. Bartling und der Kieler Neonazi Peter Borchert (03) gehen seit den 90er Jahren gemeinsame Wege: Von den Anfängen rechter Straßengangs in Norddeutschland, über die Gründung von Kameradschaften hin zum Rockermilieu und zur organisierten Kriminalität. Dass im AKU nicht zwangsläufig die Mitglieder und Kämpfer*innen das Problem sind, sondern vor allem dessen Leitung, ist selbst in MMA-Kreisen kein Geheimwissen.

Bereits die Teilnahme des AKU am letzten »Sprawl and Brawl« am 31. Oktober 2015 in Berlin (04) hätte für Empörung sorgen können. Hat sie aber nicht! Wahrscheinlich, weil sowohl der Veranstalter (M. Garmendia), als auch der Tenniscenter-Betreiber die an sie herangetragene Kritik einfach abwiegelten. Die Ausrichtung eines Gewinnbringenden MMA-Events steht bei beiden im Vordergrund. Neben kleineren Sponsoren wird »Sprawl and Brawl« auch von »Phantom Athletics« und »Khunpon« unterstützt – zwei der populärsten Bekleidungsausstatter im MMA-Bereich. Die Ladenkette »Asia Sport« genießt unter Kampfsportler*innen in Berlin einen ähnlichen Bekanntheitsgrad. Sie gehört genau wie das größte deutsche MMA-Forum »Ground and pound« zu den Sponsoren der ersten Stunde. Der Kartenverkauf im Reallife läuft über die Modemarke »Yakuza« und deren Berliner Stores.

im Bartlings Kameraden aus »alter Zeit« verkehren heute immer noch in seiner Kampfschule. Ein erkennbarer Bruch mit der rechten Szene und ihrer Ideologie ist für uns nicht erkennbar. Es ist von daher vollkommen inakzeptabel, einem Nazi-geleiteten Gym wie dem AKU beim »Sprawl and Brawl« die Möglichkeit zu bieten, anzutreten.

→ Wir fordern daher eine Absage des Auftritts des Teams des AKU am 23. April!

→ Wir fordern auch die Sponsorinnen des »Sprawl and Brawl« auf, sich zum Auftritt des AKU zu äußern.

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