22.4.2012 Berlin: Fahrradfahrt zu Stätten nationalsozialistischer Zwangsarbeit in Neukölln

 

Neukölln ist ein Ort wie viele andere. Auch hier, im Süden der Stadt Berlin, wurden in der Zeit des Nationalsozialismus tausende Zwangsarbeiter_innen aus der Sowjetunion, Polen, Frankreich und den Niederlanden ausgebeutet. Dies geschah in Industriebetrieben, in kleinen und mittelständischen Unternehmen, in Kirchengemeinden und in Privathaushalten. In Deutschland mochte man sich nach Kriegsende mit dem Verschwinden der Opfer häufig an diese nicht mehr erinnern. Für die ehemaligen Zwangsarbeiter_innen blieben die Erfahrung der Verschleppung nach Deutschland, das Erleben von Gewalt sowie die gesundheitlichen Folgen der Zwangsarbeit lebenslang prägend. Nicht zuletzt durch die Debatte um die „Entschädigung“ von Zwangsarbeiter_innen gab es eine Zunahme historischer Forschung, die neue Erkenntnisse auch im lokalen Kontext gebracht hat. Mit einer Radfahrt wollen wir an das Verbrechen der NS-Zwangsarbeit sowie an dessen Opfer, an die Täter und die Zeugen erinnern. Wir werden Orte besuchen, an denen Zwangsarbeiter_innen lebten und arbeiteten und über Zwangsarbeit im Allgemeinen und Zwangsarbeit in Neukölln im Besonderen sprechen. Aufgrund der Erfahrung der letzten Jahre bitten wir um Anmeldung.

Wer auf Grund von z.B. Bewegungseinschränkungen oder Behinderungen nicht Fahrrad fahren kann, kann dies im Formular angeben. Wir versuchen eine individuelle Lösung zu finden.

Anmeldeseite: Klick! – Dauer 1,5 – 2h.
Referent_innen: Naturfreunde Berlin (FG Politik)

Die Veranstaltung findet im Vorfeld des „Tag der Befreiung Neuköllns“ statt. Infos im Netz unter befreiungneukoelln.blogsport.de.

Quelle

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