20.8.2011 Hamburg: Schanzenfest

Gefahrengebiete selber machen!

Zum Schanzenfest existiert ein Aufruf von Anwohner_innen, der Polizei am Abend des Festes nicht die Straße zu überlassen, sondern solidarisch weiter zu feiern und sich als kritische und beobachtende Masse dort zu bewegen. „Gefahrengebiete“-Bastelstand im Schulterblatt

Wir finden dies gut und wollen diese Initiative unterstützen durch einen do it yourself „Gefahrengebiet“-Bastelstand auf dem Fest. Dort soll die Möglichkeit bestehen, Schilder und Plakate zu basteln, die polizeiliche Gefahrengebiete und Repression kritisieren und die tatsächlichen Gefahrengebiete wie Mietenwahnsinn und Standortpolitik benennen. Damit wollen wir schon am Tag eine visuelle Präsenz herstellen, die auch am Abend und in der Nacht als kritische Öffentlichkeit wahrnehmbar ist.

Keine Polizeiaufmarsch ums Schanzenfest!

Polizeiliche Gefahrengebiete wie am 1. Mai sind ein autoritärer Ausnahmezustand. Das ganze Viertel wurde abgesperrt, insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund und Jugendliche, aber auch zahlreiche Anwohner_innen erhielten Platzverweise. Das Bild der menschenleeren Straßen erinnerte an Ausgangssperren in totalitären Systemen. Dies können und wollen wir nicht hinnehmen. Wir feiern im Schanzenviertel, wie wir wollen. Wir wollen dabei keine Mauern der Repression um den Stadtteil. Alle haben unabhängig von ihrem Alter, ihrer Herkunft oder ihrer sozialen Situation das Recht, sich hier aufzuhalten.

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