19.08 – 19 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen: Gegen Neonazis, Rassismus und deutsche Asylpolitik

Kein Vergeben, kein Vergessen!

Kundgebung am 19. August 2011 in Rostock, 15 Uhr Universitätsplatz
Film&Diskussion „The truth lies in Rostock“, 19 Uhr Peter-Weiss-Haus, Doberaner Straße 21

Was mit einem Aufruf zur Gewalt in der Tagespresse begann, endete fast mit dem Feuertod von mehr als 120 MigrantInnen. Vom 22. bis zum 24. August 1992 griffen mehrere Tausend Menschen mit Steinen und Brandsätzen die „Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber“ (ZAst) und ein Wohnheim von VertragsarbeiterInnen in Rostock-Lichtenhagen an. Anstatt konsequent gegen den Mob vorzugehen, räumten die Behörden beide Häuser. Auch die Politik folgte den Wünschen der rassistischen Randalierer, denen sie durch ihre Debatten über ein angebliches “Ausländerproblem” ein Ziel geboten hatte: Infolge der Ereignisse von Lichtenhagen änderte der Bundestag das Grundgesetz und schaffte das Asylrecht faktisch ab. Die deutsche Politik der Abschottung gegen Flucht und Migration ist inzwischen zur europaweiten Praxis geworden. Jährlich sterben Tausende Menschen bei dem Versuch, in die “Festung Europa” zu gelangen.

 

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