17.-21.5.2017 Köln: Tribunal ‘NSU-Komplex auflösen‘

Bis heute sind wir weit von der versprochenen „lückenlosen Aufklärung“ im NSU-Komplex entfernt. Initiativen und Einzelpersonen, die mit den Betroffenen der NSU-Mord- und Anschlagserie solidarisch verbunden sind, entwickelten die Idee eines Tribunals, das diese Leerstelle besetzt. Der NSU-Komplex wird dabei gedacht als ein Kristallisationspunkt strukturellen Rassismus. Das Tribunal ist damit ein Ort der gesellschaftlichen Anklage von Rassismus. Die Berichte der Betroffenen und Angehörigen stehen im Mittelpunkt. Ihre Geschichte gilt es zu hören und zu verstehen.

5 Tage im Schauspiel Köln, in direkter Nachbarschaft zur Keupstraße, wo 2004 eine Nagelbombe des NSU 22 Menschen zum Teil schwer verletzten.

5 Tage für Lernprozesse, Vernetzung und Empowerment.

Das Tribunal ist partizipativ angelegt: Klage, Forderungen und ein Manifest der Zukunft entstehen gemeinsam mit den Teilnehmenden. Das Hauptprogramm im Depot wird ergänzt durch Workshops, Theateraufführungen, Filmvorführungen, Hörstücke, Audio- und Videoinstallationen, performative Stadtführungen, Wandbilder, Musik und Tanz in der ganzen Stadt.

WIR KLAGEN AN!
* Angeklagt werden die Akteur*innen des NSU-Komplex mitsamt ihrer institutionellen Einbettung.
* Beklagt werden die Opfer rassistischer Gewalt und das entstandene Leid.
* Eingeklagt wird das Prinzip einer offenen, durch Migration entstandenen Gesellschaft der Vielen.

VORLÄUFIGES PROGRAMM: http://nsu-tribunal.de/programm
TICKETS: Ab Anfang April
SPENDEN: Wir haben noch ein großes Finanzloch. Ermögliche mit deiner Spende die Durchführung des Tribunals http://nsu-tribunal.de/spenden/

Es wird Zeit, dass die Perspektive der Migration eine Perspektive der gesamten Gesellschaft wird!

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