17.11.2016 Berlin: Die Wahl des AfD-Stadtrates Hebold in Lichtenberg zum Eklat machen – Kundgebung

Fast zwei Monate nach den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und den Bezirksverordnetenversammlunge n soll am 17. November 2016 das Lichtenberger Bezirksamt gewählt werden. Zu diesem soll auch ein Stadtrat gehören, der durch die Alternative für Deutschland (AfD) nominiert wird. Zur Wahl will die AfD Wolfgang Hebold stellen, der bereits in der Vergangenheit durch rassistische Äußerungen in Erscheinung getreten ist. Hebold, Lichtenberger, 57 Jahre alt und Statistikdozent hatte im Sommer seine Lehraufträge an gleich drei Berliner Hochschulen verloren. Ihm war anti-islamische Hetze vorgeworfen worden.

Hebold – Ein typischer “Hassprediger”

Die in der Presse beschriebenen statistischen Aufgaben mit islamfeindlichen Inhalten für seine Student*innen sind jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Tagtäglich offenbart Hebold seine krude Weltsicht auf seinem Blog. Geprägt von Hass auf “den Islam”, die “Verleugnerpresse” und “die Gutmenschen” hetzt er gegen die Standardfeinde der AfD. Ein Blick in die Beiträge zeigt, wieso der “Hassprediger” Hebold so extrem gut zu AfD, Pegida und Co. passt. Geschichtsrevisionistisch wird permanent der Islam mit dem Nationalsozialismus und Mohammed mit Hitler gleichgesetzt. Vergleiche von Geflüchteten, die Hebold wohl lieber im Mittelmeer kentern sehen würde, mit Ratten sind für ihn kein Problem. Konsequenterweise werden aus minderjährigen Geflüchteten bei ihm in Gänze “gewaltbereite Jugendliche, die in der Horde auftreten”. Dies erklärt auch, wieso für Hebold “ein Schießbefehl ein sinnvoller und auch juristisch machbarer Weg” wäre, um die Einwanderung von Geflüchteten oder “afrikanische und arabische Invasoren”, was für ihn alle flüchtenden Menschen sind, zu verhindern. Schaut man sich die Thesen oder den geistigen Müll an, die Hebold absondert, kann mensch sich nur wundern, dass die drei Berliner Hochschulen diesen so spät vor die Tür setzten.

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